Yutu 2: Chinas Mondrover schaut unter die dunkle Seite des Mondes

Der chinesische Rover Yutu 2 hat mit seinem Bodenradar in den Mond hineingeschaut.

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Mondrover Yutu 2: Hoffnung auf weitere Erkenntnisse
Mondrover Yutu 2: Hoffnung auf weitere Erkenntnisse (Bild: -/AFP/Getty Images)

Einen Einblick in die Struktur des Mondes hat der chinesische Mondrover Yutu-2 ermöglicht. Der Roboter untersuchte mit einem Bodenradar die Rückseite des Mondes.

Ein Bodenradar schickt Funksignale in den Untergrund. Aus den Echos lassen sich Rückschlüsse auf die Beschaffenheit des Untergrundes ziehen. Bis in eine Tiefe von 40 Metern kartierte der Rover den Mond. Die Ergebnisse veröffentlichte das Team um Jiangqing Feng in der Fachzeitschrift Journal of Geophysical Research: Planets.

Danach bestehen die 40 Meter Mondoberfläche aus mehreren Schichten aus Staub, Lockgestein sowie zerbrochenem Fels. In diesen Materialien verborgen befindet sich ein Krater, der durch den Einschlag eines großen Objekts entstanden ist. Das Team mutmaßt, dass das Geröll, das die Formation umgibt, Auswurfmaterial ist, also Trümmer des Einschlags. Darunter liegen fünf Schichten von Lava.

Ein Objekt kollidierte mit der Erde

Der Mond entstand vor rund 4,51 Milliarden Jahren, als ein Objekt von der Größe des Mars mit der Erde kollidierte und ein Stück daraus herausriss. In den folgenden etwa 200 Millionen Jahre schlugen Objekte auf dem Mond und seiner Oberfläche auf. Im Mondmantel gab es zu der Zeit mit Magma gefüllte Hohlräume. Durch die Einschläge entstanden Risse, durch die das Magma austreten konnte.

Später wurde die vulkanische Aktivität auf dem Mond offensichtlich geringer: Die oberen Schichten an vulkanischem Gestein sind erkennbar dünner. Nach Einschlägen floss also weniger Lava. Der Mond habe sich langsam abgekühlt und so sei seine vulkanische Phase zu Ende gegangen, sagte Feng dem Online-Wissenschaftsmagazin Live Science.

Der Rover Yutu 2 flog mit der Sonde Chang'e 4 zum Mond. Sie startete im Dezember vergangenen Jahres und landete am 3. Januar im Von-Kármán-Krater. Es ist die erste Mission, die auf der Rückseite des Mondes gelandet ist.

Die jetzt veröffentlichten Daten stammen aus dem Jahr 2020. Die Mission von Chang'e 4 läuft aber noch. Feng hofft auf weitere Erkenntnisse über die Geologie des Mondes.

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