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Die Yuneec Breeze 4K
Die Yuneec Breeze 4K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Notlandung mit hartem Ausgang

Die einzelnen Flugmodi werden beim ersten Aufrufen detailliert erklärt. Sollten während des Fluges dennoch Fragen aufkommen, gibt es in der oberen rechten Ecke einen Hilfe-Button. Dieser blendet nochmals Informationen zu den Bedienungselementen ein. Im Ernstfall kann der Copter notgelandet werden - wobei "landen" das falsche Wort ist: Tippen wir zweimal auf die obere Leiste des Bedienungsdisplays, können wir die Breeze 4K sofort ausschalten. Sie fällt dann einfach vom Himmel, weshalb diese Möglichkeit wirklich nur im Ernstfall genutzt werden sollte.

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  • Die Yuneec Breeze 4K mit entnommenem Akku und Ladegerät (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladegerät und der Akku der Breeze 4K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Akku ermöglicht eine Flugzeit von nur zehn Minuten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Yuneec Breeze 4K (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Breeze 4K ist kompakt gebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die eingebaute Kamera macht Videoaufnahmen in 4K-Qualität. Die elektronische Stabilisierung funktioniert aber nur mit maximal Full-HD. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An der Unterseite sind Kameras für die Positionierung eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die aufgezeichneten Videos und Fotos werden auf einem internen Speicher abgelegt. Per Kabel oder über eine App lassen sich die Daten herunterladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Standfüße lassen sich einklappen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Breeze 4K von Yuneec (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
An der Unterseite sind Kameras für die Positionierung eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)


Die teilautomatisierten Modi erfordern eine Positionsbestimmung per GPS; findet die Breeze 4K keine Satelliten, etwa in Innenräumen, kann sie nur mit dem vollmanuellen Pilot-Mode geflogen werden. Dann wären die assistierten Modi schlicht nicht genau genug, ergo zu gefährlich. Auch mit einer GPS-Verbindung muss der Nutzer aber selbst darauf achten, dass er nicht gegen Hindernisse fliegt; Sensoren für eine Kollisionswarnung hat die Drohne wie gesagt nicht.

Stabile Position dank GPS und IPS

Neben der Positionsbestimmung per GPS bietet die Breeze 4K zudem ein Indoor Positioning System (IPS), das der Drohne in Innenräumen beim Halten der Position helfen soll. Dafür hat der Copter an der Unterseite weitere Kameras eingebaut, die Texturen am Boden erkennen und dem Gerät so Orientierung bieten sollen. In unseren Tests hat das gut funktioniert.

Ein Infrarotsensor an der Unterseite misst zudem die Flughöhe des Copters. Das ist besonders dann wichtig, wenn wir die automatische Rückholfunktion aktivieren: Hier kann der Nutzer vor dem Start einstellen, in welcher Höhe die Breeze 4K zurückfliegen soll. Bei einem Verbindungsabbruch kommt die Drohne automatisch zurückgeflogen, wenn eine Minute lang keine Verbindung mehr wiederhergestellt werden kann. Auch bei der automatischen Rückkehrfunktion kann der Copter keine Hindernisse erkennen - entsprechende Vorsicht müssen Nutzer hier walten lassen.

13-Megapixel-Kamera zeigt auf den Piloten

In der Standardeinstellung ist die Kamera auf den Piloten gerichtet, zeigt also nicht wie gewöhnlich bei Coptern nach vorne. Auch dies unterstreicht das Einsatzziel des Gerätes als "Selfie-Drohne". Möchten wir nicht uns, sondern die Landschaft filmen und fotografieren und daher die Kamera lieber nach vorne gerichtet nutzen, lässt sich die Steuerung invertieren. Dann kann die Drohne einfach umgedreht und geflogen werden, ohne dass wir sie mit einer verkehrt herum ausgerichteten Steuerung bedienen müssen.

Die Kamera der Breeze 4K hat 13 Megapixel und nimmt wahlweise Videos in 3.840 x 2.160 Pixeln bei 30 fps, in 1.920 x 1.080 Pixeln bei 30 fps und in 1.280 x 720 Pixeln bei 60 fps auf. Fotos werden mit 4.160 x 3.120 Pixeln aufgenommen. Das Blickfeld der Kamera beträgt 117 Grad, die Neigung kann vertikal zwischen 0 und 90 Grad eingestellt werden. Stabilisierte Aufnahmen gibt es nur in Full-HD und HD, die 4K-Videos sind entsprechend deutlicher verwackelt. Der Stabilisator arbeitet elektronisch, eine optische Stabilisierung oder gar einen Gimbal gibt es nicht.

Elektronische Stabilisierung nur bei Full-HD

Die elektronische Stabilisierung arbeitet im Grunde recht zuverlässig, in manchen Situationen ist sie aber deutlich sichtbar. Wenn die Bewegung des Copters in der Luft besonders heftig ist, ist das an einer Art Flirren im Bild zu erkennen. Die Bildränder und das Gesamtbild bleiben dabei stabil, einzelne Teile des Videobildes, beispielsweise sehr kontrastreiche, flimmern dann aber. Wir finden dies allerdings auch vor dem Hintergrund des Preises der Drohne noch akzeptabel.

Die 4K-Aufnahmen empfinden wir nur bei sehr ruhiger Fluglage als nutzbar - also bei nahezu Windstille. Wer sich mit Videonachbearbeitung auskennt, kann hier allerdings auch selbst im Nachgang noch eine Stabilisierung per Software verwenden.

Die Qualität der Fotos entspricht der einer mittelmäßigen Smartphone-Kamera mit 13 Megapixeln. Details wirken in starker Vergrößerung unsauber und verschwommen, für das Teilen in sozialen Netzwerken reicht die Qualität allerdings aus. Großformatige Drucke sollte man sich jedoch nicht von allzu nah anschauen.

Gute Videoqualität

Die Videoqualität gefällt uns gut, besonders vom 4K-Modus waren wir auch bei den diesigen Wetterkonditionen, in denen wir aufzeichneten, positiv überrascht. Zwar kommt es bei sehr feinen Strukturen zu Kompressionsartefakten, im Großen und Ganzen ist die Qualität aber gut. Auch in Full-HD aufgenommene Videos - von uns wegen der Stabilisierung bevorzugt - sind qualitativ ausreichend gut.

Mit der Kamera einer Phantom 4 oder einer noch teureren Drohne kann die der Breeze 4K zwar nicht mithalten, dafür kostet der Copter aber auch weitaus weniger. Aufpassen sollten Piloten aber mit Gegenlicht: Dann kann es leicht zu blauen Farbsäumen kommen, wie wir bei Bäumen vor hellem, weißem Himmel festgestellt haben.

Die Breeze 4K hat einen internen Speicher von 16 GByte, einen Steckplatz für eine Micro-SD-Karte gibt es nicht. Aufgenommene Videos und Fotos können entweder über die App auf ein Smartphone oder Tablet geladen oder per Kabel auf einen PC gespielt werden. In der Breeze-Cam-App lassen sich die aufgenommenen Videos nach dem Download gleich in kleine Filme schneiden und teilen. So lassen sich Fotos und Filmchen direkt auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken posten. Die Schnittfunktion bietet die nötigen Werkzeuge, um einfache Bearbeitungen durchzuführen.

Die Akkulaufzeit ist zu kurz

Die Breeze 4K verwendet wechselbare Akkus mit einer Nennladung von 1.150 mAh. Laut Yuneec sollen sie eine Flugzeit von zwölf Minuten ermöglichen, mit Videoaufnahmen sind wir aber in unseren Tests nicht über zehn Minuten hinausgekommen. Verglichen mit Coptern anderer Hersteller ist dies ein unterdurchschnittlicher Wert, der im Alltag zu kurz ist.

Der Akku benötigt eine Stunde, bis er wieder voll aufgeladen ist. Unserer Meinung nach benötigen Piloten mindestens drei Akkus, um die Breeze 4K sinnvoll einsetzen zu können. Glücklicherweise sind die Akkus mit aktuell 35 bis 40 Euro nicht allzu teuer, da jedoch standardmäßig nur einer mitgeliefert wird, müssen Käufer diese Mehrkosten beachten.

Im Inneren des Copters arbeitet Ambarellas SoC A9SE-A1-RH, ein Dual-Core-Chip mit A9-Kernen und einer maximalen Taktrate von 1 GHz. Dieser bietet neben der Möglichkeit der 4K-Aufzeichnung auch spezielle Video- und Bild-DSPs.

 Geschwindigkeitsbeschränkungen für ruhige ShotsVerfügbarkeit und Fazit 

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oelk 29. Okt 2016

Da regen sich alle über die Überwachung auf und dann werden Drohnen für Anfänger frei...

Faol 25. Okt 2016

Hi, kennt jemand Alternativen zu dieser "Selfie-Drohne" mit folgenden Eigenschaften...

Unix_Linux 24. Okt 2016

...viel zu kurz. Und keine Fernbedienung. Sehr schlechtes Preis Leistungsverhältnis.



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