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Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.

Artikel von Dirk Koller veröffentlicht am
Großer Copter, großer Controller: der Yuneec H520 mit ST16S
Großer Copter, großer Controller: der Yuneec H520 mit ST16S (Bild: Dirk Koller / Golem.de)

Im boomenden Drohnenmarkt ist das Unternehmen DJI der Marktführer. Mit kurzen Releasezyklen und innovativen Modellen wie dem Mavic oder dem Spark dominiert der chinesische Anbieter seit Jahren das Verbrauchersegment. Im Unternehmensbereich ist die Lage nicht ganz so eindeutig, dennoch dürfte DJI auch hier der größte Hersteller sein. Für die Konkurrenz bleiben oft nur die Lücken im DJI-Portfolio.

Inhalt:
  1. Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
  2. Ready for Take-off
  3. Volumenberechnung mit dem 3D-Modell
  4. Fazit

Eine dieser Lücken hat die Firma Yuneec aufgespürt und mit dem H520 besetzt, einem Kopter an der Schwelle zum Profisegment mit einem Wechselkamerasystem. Der Hexakopter ist im Set mit der Weitwinkelkamera E90, der Fernbedienung ST16S, zwei 5250-mAh-Akkus, Ladegerät und einem Rucksack für rund 2.800 Euro zu bekommen.

Dabei ist der H520 eine Variation der Typhoon-Reihe von Yuneec. Er richtet sich an professionelle Anwender und ist laut Hersteller für Inspektions-, Strafverfolgungs-, Sicherheits-, Bau-, Vermessungs- und Kartierungsanwendungen gedacht. Wir haben ihn einem Praxistest unterzogen, indem wir mit seiner Hilfe ein 3D-Modell mit anschließender Volumenberechnung erstellt haben.

Viel Funke fürs Geld

Der H520 ist für einen Hexakopter recht leicht und etwas größer als der Phantom von DJI. Mit seinem orangefarbenen Äußeren ist er klar als Arbeitsgerät zu erkennen, er unterscheidet sich somit schon rein optisch von gängigen Consumer-Modellen. Aufgebaut ist er schnell, es sind lediglich die Arme aufzuklappen und die Rotorblätter aufzustecken. Letzteres ist dank Quickrelease-Technik auch unterwegs schnell erledigt.

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Das Anbringen der E90-Kamera samt Gimbal ist dank Schiebemechanismus unkompliziert. Neben der Weitwinkelkamera E90 bietet Yuneec die E50 mit längerer Brennweite und die zwei Wärmebildkameras CGOET und E10T an. Letztere ist gerade erst vorgestellt worden und ermöglicht mit einer maximalen Auflösung von 640 x 512 Pixeln Inspektionsaufgaben im Profibereich - allerdings auch zu einem entsprechenden Preis, nämlich 7.500 Euro. Mit allen vier Kameras bleibt der H520 knapp unter 2.000 Gramm, was rechtliche Vorteile bringt, zum Beispiel wird kein Kenntnisnachweis benötigt.

Die Fernbedienung ST16S ist recht groß. In der Mitte des Boards befindet sich fest verbaut ein Android-Gerät, auf dem die App Datapilot läuft. Ein eigenes Smartphone wird also nicht benötigt. Rund um das Display sind zahlreiche Schalter und Knöpfe platziert, so dass die ST16S eher an eine herkömmliche Modellbau-Funke erinnert als an die leichtgewichtigen Controller der Konkurrenz. Je nach Erfahrungsgrad des Piloten mag das ein Vor- oder Nachteil sein.

Der im Set enthaltene Rucksack kann die Transportkiste komplett aufnehmen und Kopter und Fernbedienung somit sicher aufbewahren. Insgesamt ist er zwar klobig, aber nicht wirklich schwer. So lassen sich notfalls auch ungünstig im Gelände gelegene Orte mit dem Rad oder zu Fuß erreichen.

Ready for Take-off 
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LinuxMcBook 05. Dez 2018

Mir scheint, als fürchteten in diesem Thread die Vermessungsunternehmen um ihren Job, wo...

johannes... 04. Dez 2018

Danke für den Hinweis. Colmap kenne ich noch nicht. Werde ich mal ausprobieren. Meshroom...


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