Yukon: Bau des Glasfaserrings in kanadischer Arktis abgeschlossen
Die wichtige Glasfaserstrecke Dempster Fibre Line, die den Ring Canada North Fibre Loop schließt, ist "im Wesentlichen" fertiggestellt und soll bis Ende des Jahres betriebsbereit sein. Das gab die Lokalregierung des Yukon am 13. September 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Dempster Fibre Line ist das letzte Teilstück des Canada North Fibre Loop, einem Glasfaserring mit 4.000 Kilometer Umfang und einer Kapazität von 100 GBit/s.
Die Bauarbeiten dauerten drei Jahre, die Kosten betrugen 79 Millionen US-Dollar. Die Lokalregierung des Yukon ist Eigentümer der Leitung, Northwestel der Betreiber. Mehr als 70 nördliche Gemeinden im Yukon, wo Internetausfälle häufig sind, profitieren von dem Ausbau.
Der Minister für öffentliche Infrastruktur, Nils Clarke, betonte, dass der Bau der Glasfaser durch den Permafrostboden "keine leichte Aufgabe" gewesen sei. Die Arbeiter mussten seinen Ausführungen zufolge horizontal bohren und Glasfaser unter Flüssen verlegen.
Der Großteil der Leitung wurde unterirdisch verlegt, sieben Prozent mithilfe horizontaler Bohrungen, um Feuchtgebiete und Flüsse zu durchqueren. Weniger als zwei Prozent der Glasfaser wurden an bestehenden Strommasten montiert und mehr als ein Prozent an neuen Masten befestigt, wenn unterirdische Bohrungen aufgrund der Umweltbedingungen nicht möglich waren.
Der Yukon, ein Gebiet von der Größe Spaniens, in dem weniger als 40.000 Menschen leben, grenzt an Alaska. Im Winter kann es Temperaturen von minus 30 Grad Celsius geben.
Erhebliche Störungen des Dienstes
"Die Fertigstellung der Dempster Fibre Line ist für uns alle ein gewaltiger Schritt und wenn sie erst einmal komplettiert ist, werden wiederholte und erhebliche Störungen des Dienstes der Vergangenheit angehören" , sagte Curis Shaw, President des Netzbetreibers Northwestel, der den indigenen Gemeinden gehört.
"Das Dempster Fibre Line Project umfasst eine fast 800 Kilometer lange Glasfaserleitung, die parallel zum Dempster Highway verläuft und von Dawson City im Yukon bis nach Inuvik in den Nordwest-Territorien reicht" , erklärte die kanadische Infrastrukturfirma Rohl Global Networks(öffnet im neuen Fenster) , deren Arbeiter die Strecke im äußersten Nordwesten Kanadas errichteten.
Derzeit seien abgelegene nördliche Regionen hauptsächlich auf eine einzelne Glasfaserverbindung angewiesen. Dazu kommen Satellitenanbindungen wie Starlink. "Bei Erreichen von Inuvik wird diese Glasfaserleitung in die bestehende Mackenzie Valley Fibre Connection integriert, um den letzten Abschnitt einer redundanten Verbindung zu vervollständigen" erklärte Rohl Global Networks.
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