Yubikey 5Ci: Ein Sicherheitsschlüssel für Apple-Geräte

Mit einem Lightning- und einem USB-C-Stecker richtet sich der neue Yubikey 5Ci vor allem an Nutzer von Apple-Geräten. Der Sicherheitsschlüssel lässt sich jedoch auch unter Windows, Linux und Android verwenden, sofern das entsprechende Gerät über einen USB-C-Anschluss verfügt. Mit rund 70 US-Dollar ist der Yubikey 5Ci(öffnet im neuen Fenster) etwas teurer als vergleichbare Yubikeys ohne den Apple-spezifischen Lightning-Anschluss. Alternativ können auch Yubikeys mit NFC-Unterstützung mit iPhones verwendet werden.
Der Yubikey unterstützt mit Fido2/Webauthn sowohl eine starke Zwei-Faktor-Authentifizierung als auch passwortloses Anmelden . Beides wird jedoch bisher nur von wenigen Onlinediensten und häufig nur mit ausgesuchten Browsern unterstützt. Safari unter iOS soll beispielsweise erst mit der kommenden Version 13 eine Unterstützung für Webauthn erhalten. Laut Yubico, dem Hersteller der Yubikeys, kann Webauthn derzeit nur mit dem Brave-Browser unter iOS genutzt werden. Mit diesem kann der Yubikey für eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Onlinediensten wie Dropbox, Google oder Github verwendet werden. Eine vollständige Liste der unterstützten Dienste findet sich auf der Webseite von Yubico(öffnet im neuen Fenster) .

Neben Onlinediensten können auch iOS-Apps mit dem Yubikey gesichert werden. Unterstützt werden im Moment vor allem Passwortmanager-Apps wie Lastpass oder 1Password. Weitere Apps wie beispielsweise Dropbox könnten folgen, erklärt Yubico(öffnet im neuen Fenster) . Auch PGP-Keys lassen sich auf dem Sicherheitsschlüssel nutzen. Bei iPad-Pro-Modellen mit USB-C-Anschlüssen würden derzeit jedoch nicht alle Funktionen des Yubikeys unterstützt, schreibt Yubico.
Erst kürzlich musste Yubico speziell für die US-Regierung zertifizierte Yubikeys zurückrufen , da diese Probleme mit dem Bereitstellen von zufälligen Werten hatten. Die normalen Yubikeys waren hiervon nicht betroffen. 2017 war das Unternehmen auch von den durch Infineon verursachten unsicheren RSA-Schlüsseln betroffen . Ironisch an den Vorfällen ist, dass der Hersteller Yubico seit einigen Jahren nicht mehr auf Open-Source-Firmware setzt(öffnet im neuen Fenster) und die Sicherheit über Zertifizierungssysteme gewährleisten will.