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Youtube und Netflix: Neuer Intel-Grafiktreiber ermöglicht HDR-Streaming

Ein Update für Intels Grafiktreiber unter Windows ermöglicht künftig auch 4K-HDR-Inhalte auf Rechnern oder Laptops zu streamen. Das setzt aber die richtige Hardware und Software voraus.
/ Sebastian Grüner
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Für den vollen HDR-Genuss braucht es auch das richtige Panel, wie in diesem Dell-Display. (Bild: Dell)
Für den vollen HDR-Genuss braucht es auch das richtige Panel, wie in diesem Dell-Display. Bild: Dell

Mit dem Fall Creators Update von Windows 10, das Hersteller Microsoft vor einigen Wochen veröffentlicht hat, ist es endlich auch ohne spezielle Treiber oder Umwege möglich, 4K-Inhalte in HDR von Netflix oder Youtube zu streamen. Bisher gelang das nur mit Grafikkarten von Nvidia . Ein Treiber-Update ermöglicht das HDR-Streaming nun aber auch mit den integrierten Grafikchips von Intel.

Netflix' The Crown unterstützt 4K und HDR (Trailer)
Netflix' The Crown unterstützt 4K und HDR (Trailer) (02:52)

Möglich macht das die Treiberversion 15.60(öffnet im neuen Fenster) . Genutzt werden kann der höhere Dynamikumfang von HDR allerdings nur mit vergleichsweise neuen integrierten GPUs. Diese finden sich in Core i-7000 alias Kaby Lake sowie Core i-8000 alias Kaby Lake Refresh und Coffee Lake. Für das Streaming in 4K-Auflösung, auch ohne HDR, gelten ähnliche technische Voraussetzungen. Netflix nutzt für diese Inhalte HEVC, alias H.265 mit 10-Bit-Farbtiefe (für HDR), was entsprechend eine vorhandene Hardwarebeschleunigung dafür voraussetzt.

Um in den vollen Genuss von HDR zu kommen, benötigen Anwender natürlich ein entsprechendes HDR-Panel in ihrem Display oder angeschlossenem TV-Gerät. Darüber hinaus braucht es zur Wiedergabe der per DRM geschützten Netflix-Inhalte HDCP 2.2, ob über Displayport oder HDMI 2.0, spielt keine Rolle. Außerdem läuft das 4K-HDR-Netflix nur in Microsofts eigenem Browser Edge oder in der Netflix-App, was auf Microsofts DRM-System Playready zurückzuführen ist. Netflix-Kunden brauchen ebenso das richtige Abo.

Die HDR-Streams auf Youtube können auch ohne Kopierschutz angesehen werden. Die HDR-Unterstützung muss letztlich auch in den Anzeige-Optionen von Windows aktiviert werden.

Bisher war das HDR-Streaming nur mit Nvidias Geforce GTX 1000er Serie, alias Pascal, möglich. Unterstützt werden Modelle ab der Geforce GTX 1050 Ti und den entsprechenden Mobile-Pendants inklusive Max-Q. Weiterhin werden 3 GByte Videospeicher vorausgesetzt, weshalb die Geforce GT 1030 außen vor ist. Einige AMD-Karten und integrierte GPUs, wie die Radeon RX 580 , erfüllen zwar die Voraussetzungen für das Decoding von 4K-HDR-Inhalten, für das Streaming fehlt aber noch die notwendige Treiberunterstützung. Mit den kommenden Ryzen Mobile von AMD , alias Raven Ridge, soll das HDR-Streaming ebenfalls möglich sein.


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