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Youtube und Gema: "Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal!"

Die Hamburger Hip-Hop- und Electro-Band Deichkind protestiert auf ihrem Facebook -Profil gegen die Sperrung ihres Musikvideos zum Song "Leider geil" auf Youtube . Der Eintrag wurde bereits mehr als 20.000 mal geliked.
/ Steve Haak
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Bild: Sreenshot: Golem.de

Die Hamburger Band Deichkind lässt auf ihrem Facebook-Profil(öffnet im neuen Fenster) mächtig Dampf ab: Weil das Video zum Song "Leider geil" bei Youtube gesperrt wurde, haben sich die Musiker beschwert: "Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..."

Der Pinnwandeintrag von Deichkind wurde innerhalb weniger Stunden über 20.000 Mal geliked. Das zeigte offensichtlich Wirkung, denn mittlerweile ist das Musikvideo(öffnet im neuen Fenster) bei Youtube wieder zu sehen.

Die Band Deichkind hatte ihr neues Album "Befehl von ganz unten" im Februar 2012 veröffentlicht. Der Song "Leider geil" ist die zweite Singleauskopplung.

Die Musiker stehen beim Musiklabel Universal Music(öffnet im neuen Fenster) unter Vertrag. Deren Deutschland-Chef, Frank Briegmann, hatte im Sommer vergangenen Jahres gegenüber Spiegel-Online die Sperrung von Songs bei Youtube ebenfalls kritisiert(öffnet im neuen Fenster) : "Man darf sich die Frage stellen, warum eine Einigung zwischen Verwertungsgesellschaften und Youtube in vielen Musikmärkten möglich ist, nicht aber in Deutschland, dem wichtigsten Markt Europas."

Auch der Chef von Sonys Musiksparte in Deutschland(öffnet im neuen Fenster) , Edgar Berger, sagte damals, es gebe "offenbar kein Interesse daran, werbefinanzierte Musik-Streamingdienste wie Vevo, Youtube und Spotify in Deutschland zuzulassen."

Der Grund dafür ist aber nicht das fehlende Interesse. Unterschiedliche Vorstellungen über die Höhe der Lizenzzahlungen(öffnet im neuen Fenster) für Musikvideos sind für die Sperrungen verantwortlich. Youtube-Betreiber Google und die Gema konnten sich bisher nämlich nicht auf die Höhe der Lizenzgebühren einigen.

Auch in absehbarer Zeit ist es somit recht unwahrscheinlich, dass der Hinweis verschwindet, dass ein bestimmtes Musikvideo von deutschen Nutzern nicht angeschaut werden darf.


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