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Elbphilharmonie in Hamburg: Lange umstritten, jetzt strömen die Besucher.
Elbphilharmonie in Hamburg: Lange umstritten, jetzt strömen die Besucher. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Elbphilharmonie hat Verspätung

Die von dem Schweizer Architekturbüro Herzog und de Meuron geplante Elbphilharmonie ist Teil des neuen Hamburger Stadtteils Hafencity, der in einem brachliegenden Hafenbereich entsteht. Der Konzertsaal mit seiner Glasfassade ist auf ein stillgelegtes Lagerhaus aufgesetzt. Der Veranstaltungsbereich nimmt den Mittelteil des Gebäudes ein. Im vorderen Teil sind Wohnungen, die zu den teuersten der Hansestadt gehören. Der hintere Teil ist ein Hotel.

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Die Konzertsäle sind vom Rest des Gebäudes entkoppelt: Sie ruhen auf Hunderten Stahlfedern. Das verhindert Störungen des Musikgenusses durch Lärm von außen - neben der Elbphilharmonie ist ein Terminal für Kreuzfahrtschiffe, auf der anderen Elbseite ist der Hafen - sowie der Bewohner und der Hotelgäste durch die Musik.

Die Fassade ist aus Glas

Die Fassade besteht aus 1.100 Elementen, die wiederum aus mehreren Scheiben zusammengesetzt sind. Knapp 600 der Elemente sind zudem gebogen. Jedes Element ist mit einer gemusterten Folie bedruckt, die als Licht- und Wärmeschutz dient.

  • Die Elbphiharmonie in Hamburg. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Konzerthaus wird am 11. Januar 2017 eingeweiht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wenige Tage vor der Eröffnung ist viel Betrieb im Backstage-Bereich. (Foto: Petra Vogt)
  • Die Vorbereitungen laufen für die 360-Grad-Übertragung mit vier Ozo-Kameras von Nokia, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die im großen Saal aufgestellt werden. (Foto: Petra Vogt)
  • Die Bilder der Kameras laufen in einem improvisierten Regieraum ein. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für jede der Kameras gibt es einen eigenen Stitching-Server, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... der sticht sowie sowohl den Rohstream als auch den gestitchten Stream aufzeichnet. (Foto: Petra Vogt)
  • Das Konzerthaus wurde auf einem denkmalgeschützten Lagerhaus errichtet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Lagerhaus wurde dafür entkernt - hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 2010 sind die Umrisse schon zu erkennen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im rückwärtgen Teil ist ein Hotel untergebracht - das Bild entstand 2011. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Eröffnung wird groß gefeiert - Tage vorher werden Lichteffekte getestet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Elbphilharmonie ist Hamburgs neues Wahrzeichen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Das Lagerhaus wurde dafür entkernt - hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)


Die Elbphilharmonie war lange ein sehr umstrittenes Projekt in Hamburg: Der Bau des Konzertsaals hat sehr viel länger gedauert und ist um rund das Zehnfache teurer geworden als geplant. Vor allem: Das Konzept einer öffentlich-privaten Partnerschaft, nach dem der Großteil der Kosten von 241 Millionen Euro über Spenden zusammenkommen sollte, scheiterte komplett.

Der Bau wurde viel teurer

Die Stadt solle maximal 77 Millionen Euro für das Projekt aufbringen, hieß es anfangs. Doch je teurer der Bau wurde, desto mehr Geld musste die Stadt zuschießen. Zwischenzeitlich flossen 40 Prozent des Hamburger Kulturetats in das Projekt. Grund für die Verteuerungen waren unter anderem Pannen oder aufwendige Umplanungen wie etwa die Plaza mit Geschäften und Gastronomie auf dem Dach des alten Kaispeichers.

2010 sollte der Bau fertig sein - der Termin verschob sich mehrfach. Am 31. Oktober 2016 übergab das Bauunternehmen Hochtief schließlich die Schlüssel an die Stadt. 2009 kritisierten Hamburger Künstler die Elbphilharmonie als 500-Millionen-Grab. Sie hatten Unrecht: Die Baukosten belaufen sich am Ende wohl auf über 800 Millionen Euro.

Doch seit der Eröffnung der Plaza auf dem höher gelegenen Dach des ehemaligen Kaispeichers am 4. November 2016 strömen die Besucher in das Gebäude. Die Konzertkarten erfreuen sich großer Beliebtheit: Für das Eröffnungskonzert wurden 1.000 Karten verlost - unter mehr als 100.000 Teilnehmern. Jedes Mal, wenn wieder ein neues Kartenkontingent angeboten wird, sind die Server des Ticketshops überlastet. Die New York Times hat Hamburg wegen des neuen Konzerthauses in die Liste der 52 Orte aufgenommen, die ihre Leser im Jahr 2017 besuchen sollen.

 Der Zuschauer wird geleitet

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BerndPape 12. Jan 2017

Die Kirche der Gottlosen . . .

schily 12. Jan 2017

Professor Cremer war schon ein Genie und Scharoun war schlau genug zuerst Cremer zu...

ilovekuchen 12. Jan 2017

Man muss unsere Politiker einfach schätzen. Wir stellen einen Kostenplan auf sagen okay...

felixgarbe 12. Jan 2017

Die Qualität mit 4k war sehr gut, dafür das es auf 360° gesteckt wurde. Der...

Lemo 12. Jan 2017

Google Cardboard hätte funktioniert, standard halt.



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