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Elbphilharmonie in Hamburg: Lange umstritten, jetzt strömen die Besucher.
Elbphilharmonie in Hamburg: Lange umstritten, jetzt strömen die Besucher. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Vier Kameras stehen im großen Saal

"Um das volle Potential einer 360-Grad-Liveproduktion auszunutzen, arbeiten wir mit mehreren Kameras und Kamerapositionen " erzählt Zürn. "So können wir dem Zuschauer zuhause am Rechner, Smartphone oder an der VR-Brille wirklich das Gefühl geben mitten im Großen Saal der Elbphilharmonie das Eröffnungskonzert miterleben zu können."

Die erste Ozo hat Veedel Media etwas links, wenige Reihen von der Bühne entfernt, aufgestellt. Das ist schon ein bevorzugter Platz, von dem aus der Zuschauer einen sehr guten Blick auf das Geschehen auf der Bühne hat. In ihrem Bereich dürfte auch der eine oder andere Prominente zu entdecken sein.

Die Kamera steht beim Orchester

Noch näher dran geht es mit der zweiten 360-Grad-Kamera: Die wird direkt auf der Bühne im Rücken des Orchesters platziert. So einen Blick haben nicht einmal die Ehrengäste in der ersten Reihe, unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

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  • Die Elbphiharmonie in Hamburg. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Konzerthaus wird am 11. Januar 2017 eingeweiht. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wenige Tage vor der Eröffnung ist viel Betrieb im Backstage-Bereich. (Foto: Petra Vogt)
  • Die Vorbereitungen laufen für die 360-Grad-Übertragung mit vier Ozo-Kameras von Nokia, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die im großen Saal aufgestellt werden. (Foto: Petra Vogt)
  • Die Bilder der Kameras laufen in einem improvisierten Regieraum ein. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für jede der Kameras gibt es einen eigenen Stitching-Server, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... der sticht sowie sowohl den Rohstream als auch den gestitchten Stream aufzeichnet. (Foto: Petra Vogt)
  • Das Konzerthaus wurde auf einem denkmalgeschützten Lagerhaus errichtet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Lagerhaus wurde dafür entkernt - hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 2010 sind die Umrisse schon zu erkennen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im rückwärtgen Teil ist ein Hotel untergebracht - das Bild entstand 2011. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Eröffnung wird groß gefeiert - Tage vorher werden Lichteffekte getestet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Elbphilharmonie ist Hamburgs neues Wahrzeichen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Die Vorbereitungen laufen für die 360-Grad-Übertragung mit vier Ozo-Kameras von Nokia, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)


Die beiden anderen Kameras schließlich stehen auf den Rängen, eine links auf einem Balkon, die andere oben rechts, im oberen Drittel des Saals. So bekommt der Zuschauer einen Überblick über den ganzen Raum.

Auf dem Bildschirm ist kein Testbild mehr

Die Bilder der Kameras werden nach nebenan in den improvisierten Regieraum im Stuhllager gespeist. Dort ist auf den beiden Bildschirmen jetzt auch etwas zu sehen: Statt Testbildern zeigen sie eine extrem verzerrte Ansicht der Bühne und des Saals aus dem Block 12C.

Jede Ozo verfügt über acht Einzelkameras, die einen Bildwinkel von 360 Grad in der Horizontalen und 180 Grad in der Vertikalen abdecken. Die Kameras liefern ihre Bilder per Glasfaser nach nebenan, in den Raum hinter der kunstvoll gestalteten Schallschutzwand. Vorteil: Die Infrastruktur ist vorhanden. Im Saal liegen Glasfaserkabel mit Anschlüssen an verschiedenen Kamerapositionen. "Diese Leitungen können wir nutzen", sagt Zürn.

Jede Kamera hat einen Stitching-Server

Aus den Ozos im großen Saal kommt ein proprietäres komprimiertes Datensignal, welches über ein Standard 1080p30 Signal an den Streamingserver geliefert wird. Vier solcher Maschinen stehen in dem Raum - für jede Kamera einer. Der Linux-Server nimmt die Signale,  dekodiert sie und montiert daraus einen 360-Grad-Videostream.

Die Maschinen sind recht flott: Es braucht 1,1 Sekunden, das speziell codierte HD-Signal in ein gestitchtes UHD-Signal zu konvertieren. Entsprechend gut sind die Rechner ausgestattet. In jedem stecken drei Titan-X-Grafikkarten von Nvidia. Beide Streams, der native und der gestitchte, werden zudem aufgezeichnet, jedes der vier Racks verfügt dafür über je zwei Festplattenrekorder.

Der Ton kommt von den Saalmikrofonen

Der Ton kommt aber nicht von den jeweils acht Mikrofonen der Ozos, sondern von den Saalmikrofonen. "Die Ozo bietet zwar 360-Grad-Surround-Sound ", erzählt Petzold. "Aber dies ist momentan noch Zukunftsmusik bei 360-Grad-Liveproduktionen."

Rechts neben dem Turm mit den Stitching-Servern steht ein weiterer wichtiger Computer: der Steuerungsrechner für das Stitching. Hier können die Stitchmarken gesetzt werden. Das sind die Übergänge zwischen den Einzelbildern. Diese können erkennbar sein und sollten deshalb nicht direkt durch einen wichtigen Teil des Bildes verlaufen, etwa durch ein Gesicht. Am Steuerungsrechner können diese Übergänge so verschoben werden, dass sie nicht auffallen.

Für den Stream wird Bandbreite reserviert

Der letzte Rechner in dem Raum ist die Streaming-Station. Von hier aus wird das Signal zu Youtube übertragen: auf vier Noisypeak Streaming Server werden die ankommenden UHD-Signale (3840 x 2160 Pixel) umgerechnet und gehen dann als H.264-Stream mit 30 Bildern pro Sekunde raus. Die Elbphilharmonie ist mit einer Glasfaserleitung angebunden, die einen Downstream von 1 GBit/s und einen Upstream von 500 MBit/s ermöglicht. Ein Teil der Bandbreite ist eigens für das Streaming reserviert.

Bevor das Signal ins Internet übertragen wird, wird es aber noch gemischt.

 Youtube: So wird die Elbphilharmonie-Eröffnung in 360 Grad gestreamtDer Zuschauer wird geleitet 

eye home zur Startseite
BerndPape 12. Jan 2017

Die Kirche der Gottlosen . . .

schily 12. Jan 2017

Professor Cremer war schon ein Genie und Scharoun war schlau genug zuerst Cremer zu...

ilovekuchen 12. Jan 2017

Man muss unsere Politiker einfach schätzen. Wir stellen einen Kostenplan auf sagen okay...

felixgarbe 12. Jan 2017

Die Qualität mit 4k war sehr gut, dafür das es auf 360° gesteckt wurde. Der...

Lemo 12. Jan 2017

Google Cardboard hätte funktioniert, standard halt.



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