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Youtube: Selbstgebauter 3D-Drucker arbeitet kopfüber

Ein Youtuber baut einen ungewöhnlichen 3D-Drucker . Der Positron druckt auf dem Kopf stehend. Das macht ihn kompakt, so dass er in eine Tasche passt.
/ Oliver Nickel
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Normalerweise befindet sich der Druckkopf über dem Druckbett und nicht umgekehrt. (Bild: Youtube/Kralyn 3D)
Normalerweise befindet sich der Druckkopf über dem Druckbett und nicht umgekehrt. Bild: Youtube/Kralyn 3D

Der Youtuber und Bastler Kralyn 3D hat einen eigenen 3D-Drucker(öffnet im neuen Fenster) entwickelt. Der Positron soll möglichst kompakt sein und passt daher in eine Filamentschachtel. Trotzdem soll der Druckraum groß sein.

Möglich macht das die sonderbare Bauform. Statt mit einem aufrechten Druckbett von unten nach oben zu drucken, fährt das Printbett des Positron von unten nach oben. Ein gedrucktes Modell wird entsprechend auf dem Kopf hängend hergestellt, der Druckkopf, Extruder und die Navigationsschienen werden auf der Unterseite platziert.

Das hat auch einen praktischen Grund: Da beim Positron schwere Elemente nahe der Stellfläche liegen und der Schwerpunkt relativ weit unten liegt, vibriert der Drucker beim Drucken nicht so stark. Andere Drucker umgehen das Problem mit stabilen und möglichst schweren Rahmenkonstruktionen. Eine solche Konstruktion ist laut Kralyn 3D hier nicht notwendig, was den Drucker insgesamt recht kompakt macht.

Um den Druckkopf präzise bewegen zu können, hat der Bastler ein spezielles Seilzugsystem entwickelt. Dieses wurde vom H-Bot-Riemenzugsystem von LoboCNC inspiriert und bewegt sich praktisch wie die Systeme herkömmlicher Filamentprinter. Viele Teile hat Kralyn 3D zudem wohl vom beliebten und als Standard geltenden Prusa I3 MK3 weiterverwertet, etwa den Extruder.

Großer Druckraum für kleinen Drucker

Trotz auf dem Kopf stehendem Druck und einer Glasplatte als Druckbett scheint das System dem Prusa ähnliche Ergebnisse abzuliefern. Bei Brücken ohne Stützmaterial ist das kopfstehende Prinzip wohl sogar besser, da der Druckkopf selbst das Material abstützt. Das Druckvolumen wird mit 175 x 165 x 125 mm angegeben, was für einen kompakten Drucker viel ist.

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Zur Zeit handelt es sich beim Positron erst einmal um einen Prototypen. Bei genug Nachfrage will der Bastler allerdings eine kommerziell erhältliche Version realisieren.


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