• IT-Karriere:
  • Services:

Youtube: Nintendo will bis zu 40 Prozent von Let's Playern

Wer Let's-Play-Videos auf Basis von Mario oder Zelda erstellt, muss künftig bis zu 40 Prozent der Werbeeinnahmen an Nintendo abliefern. Langfristig dürfte sich das Unternehmen damit selbst am meisten schaden - und das, obwohl das Geschäft schon jetzt besser laufen könnte.

Artikel veröffentlicht am ,
Hauptfigur Link aus Zelda
Hauptfigur Link aus Zelda (Bild: Nintendo)

Wenn Gronkh, Simon Unge oder ein anderer Youtuber künftig ein Let's-Play-Video auf Basis von Mario, Zelda oder Kirby macht, gehen 40 Prozent der über Werbung erzielten Umsätze an Nintendo. Das hat das Unternehmen bei der Vorstellung seines schon länger angekündigten Nintendo Creators Program bekanntgegeben. Wenn ein ganzer Channel nur aus Videos auf Basis von Nintendo-Inhalten besteht, will das Unternehmen 30 Prozent der Einnahmen.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. Cegeka Deutschland GmbH, München

Bei Let's Playern und anderen Erstellern von Videos dürfte sich die Firma damit nicht beliebt machen. So gut wie alle anderen Publisher im Spielebereich stellen ihre Inhalte ohne eine derartige Umsatzbeteiligung zur Verfügung. Die meisten Firmen freuen sich über die damit verbundene kostenlose Werbung. Einige laden bekannte Let's Player sogar von sich aus zu Events ein oder stellen ihnen ihre Titel vorab zur Verfügung, um zum Veröffentlichungszeitpunkt mit möglichst vielen Videos auf Youtube vertreten zu sein.

Erlöse gehen erst an Nintendo, dann zum Let's Player

Alles andere als Begeisterung dürfte Nintendo auch mit dem Verfahren auslösen, mit dem die Firma die 30 und 40 Prozent Erlösanteil kassieren möchte. Wer ein Video etwa auf Basis von Mario erstellen möchte, muss sich beim Nintendo Creators Program anmelden und dort jedes Video einzeln oder eben den gesamten Kanal registrieren. Die Werbeerlöse werden dann von Youtube erst an Nintendo überwiesen, das den Rest an die Let's Player weiterleitet. Wie lange das dauert und wie transparent das Ganze ist - unklar.

Im Sommer 2013 wollte Nintendo sogar alle Einnahmen aus Videos - was für Empörung in der Szene gesorgt hatte. Zack Scott, einer der bekannteren nordamerikanischen Let's-Play-Macher, hatte Nintendo daraufhin in einem offenen Brief kritisiert: Er sei selbst Nintendo-Fan, aber trotzdem wolle er bis auf weiteres auf Inhalte aus Spielen mit Mario und Co. verzichten, erklärte er. Offiziell startet das Nintendo Creators Program erst am 27. Mai 2015, Anmeldungen sind ab jetzt möglich.

Im Grunde könnte Nintendo die Unterstützung durch Let's Player durchaus gebrauchen. Laut einem aktuellen Geschäftsbericht hat die Firma seit April 2014 weltweit nur rund 3,03 Millionen Wii U verkauft - ursprüngliches Ziel waren rund 9 Millionen der Konsole. Insgesamt hat Nintendo von dem Gerät seit dessen Start 2012 gerade mal 9,2 Millionen Einheiten an den Spieler gebracht und 52,9 Millionen Spiele für das System verkauft. Von Geräten der 3DS-Plattform hat Nintendo insgesamt 50,4 Millionen Stück abgesetzt, dazu kommen 216 Millionen Games.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 38,00€ (bei ubi.com)
  2. 319,00€ (Bestpreis)
  3. 31,49€
  4. (u. a. Die Siedler History Collection 19,99€, Anno 1800 Gold Edition für 38,00€, Tom Clancy's...

franzel 18. Feb 2015

Nach dem Flop mit der WiiU und dem schleppenden 3DS Geschäft, muss halt Nintendo aus...

freddypad 04. Feb 2015

Das Gehalt der "Figurenmaler" hat jetzt was genau mit den Let's Playern zu tun? Du tust...

Garius 02. Feb 2015

Dann hast du wahrscheinlich nur den Snippet gelesen. Bitte nochmal den gesamten Artikel...

Garius 01. Feb 2015

Dann hast du wahrscheinlich nur den Snippet gelesen. Bitte nochmal den gesamten Artikel...

Garius 31. Jan 2015

Natürlich ist es das nicht. Aber habe ich die Version mit Kommentaren gesehen, brauche...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020)

Das Tablet mit faltbarem Display läuft mit Windows 10X und soll Mitte 2020 in den Handel kommen.

Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Mobile Games: Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr
Mobile Games
"Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr"

Mit cleveren Kartenspielen wie Card Thief hat der Berliner Mobile-Games-Macher Arnold Rauers von Tinytouchtales seine gewinnbringende Nische gefunden. Im Gespräch mit Golem.de nennt er Zahlen - und gibt konkrete Empfehlungen für andere Entwickler.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Games Stillfront kauft Storm 8 für bis zu 400 Millionen US-Dollar
  2. Mobile Games Verspielt durch die Feiertage
  3. Mobile-Games-Auslese Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Indiegames-Rundschau: Abenteuer zwischen Horror und Humor
Indiegames-Rundschau
Abenteuer zwischen Horror und Humor

Außerdische reagieren im Strategiespiel Phoenix Point gezielt auf unsere Taktiken, GTFO lässt uns schleichen und das dezent an Portal erinnernde Superliminal schmunzeln: Golem.de stellt die besten aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Der letzte Kampf des alten Cops
  2. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  3. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln

    •  /