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Wiedergabelisten mit Einschränkungen; Lücken beim Inhalt

Das Anlegen von Wiedergabelisten ist in Youtube Music besonders unkomfortabel ausgefallen. Es ist nicht möglich, ein ganzes Album oder eine komplette Playliste in eine neue Playliste einzufügen. Wer etwa ein Album zu einer Playliste hinzufügen möchte, muss dafür jedes einzelne Lied manuell zur Wiedergabeliste hinzufügen. Solche Beschränkungen kennen die Konkurrenzdienste nicht. Bis zum Ende des Sommers will Google die Funktion nachliefern.

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Wer es von anderen Diensten gewohnt ist, sich durch Genres zu klicken, um Musik zu finden, stößt hier bei Youtube Music an eine Grenze. Denn Youtube Music kennt zwar zum Start - auch durch den Youtube-Bestand - sehr viele vorgegebene Wiedergabelisten, aber eben keine Sortierung nach Genres, wie es bei der Konkurrenz üblich ist.

Auch die kuratierten Wiedergabelisten sind besonders bei Spotify durchdachter. Vor allem, wenn es um Hörspiele geht, fallen hier erhebliche Unterschiede auf. Wenn wir etwa nach den Hörspielen der Drei ??? suchen, gibt es nur bei Spotify eine entsprechend gepflegte Wiedergabeliste mit der korrekten Reihenfolge der Hörspiele. Dabei ist eine solche Wiedergabeliste vor allem für Spotify-Kunden gar nicht so dringend erforderlich wie bei allen anderen Diensten, denn nur Spotify listet die Alben eines Künstlers oder einer Gruppe immer streng nach dem Erscheinungsdatum. Neuauflagen älterer Alben tauchen dabei zusammen mit den Originalalben oder statt dieser auf.

  • Startbildschirm von Youtube Music Premium (Screenshot: Golem.de)
  • Startbildschirm von Youtube Music Premium (Screenshot: Golem.de)
  • Hotlist-Bereich von Youtube Music (Screenshot: Golem.de)
  • Bibliothek von Youtube Music Premium (Screenshot: Golem.de)
  • Albenansicht in Youtube Music (Screenshot: Golem.de)
  • Bei Videos kann nur die Audiospur gestreamt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Das kostenlose Youtube Music hat keinen Download-Bereich in der Bibliothek. (Screenshot: Golem.de)
  • Aus der kostenlosen Version von Youtube Music kann kein Google-Assistant-Lautsprecher angesprochen werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Gratismodus von Youtube Music kann das Videobild nicht abgeschaltet werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen von Youtube Music (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen von Youtube Music (Screenshot: Golem.de)
  • Einstellungen für das Offline-Mixtape von Youtube Music (Screenshot: Golem.de)
Bibliothek von Youtube Music Premium (Screenshot: Golem.de)

Bei Youtube Music, Amazon Music und Play Musik sind diese Listen sehr ungeordnet und es ist kein Muster erkennbar. Nur bei Apple Music ist die Sortierung oft ähnlich wie bei Spotify, aber nicht immer. Die unsortierte Anzeige der Alben ist besonders bei Hörspielen ärgerlich. Wer die 22. Folge eines Hörspiels hören möchte, muss also erstmal richtig suchen. Bei Spotify und meist auch bei Apple Music ist die Folge zwischen der 21. und 23. zu finden - wie es Kunden erwarten.

Bei Youtube Music und auch bei Play Musik stoßen wir auf Künstler, denen nicht die richtigen Alben zugeordnet werden, wenn wir die entsprechende Künstlerrubrik aufrufen. Das ist uns ansonsten bei keinem der anderen Dienste aufgefallen. Es kann es zwar sein, dass hier alle mal daneben liegen, auffällig ist das Problem aber nur mit den Google-Diensten.

Lücken im Albensortiment von Youtube Music

Durch die Verzahnung des klassischen Streaming-Musikangebots mit den Youtube-Inhalten stehen bei Youtube Music auch TV-Auftritte, Live-Mitschnitte, Remixes oder andere Inhalte zur Verfügung, die so nie als Album erschienen und daher bei den Konkurrenzdiensten nicht zu finden sind. Allerdings sind diese Inhalte für Spotify-Nutzer nur einen Klick entfernt, weil sie alle in der regulären Youtube-App zu finden sind. Kunden von Youtube Music haben den Vorteil, alles in einer Oberfläche zu haben.

Wer von Play Musik auf Youtube Music wechselt, muss sich damit abfinden, dass sich unter anderem bei Hörbüchern große Lücken auftun. Google bewirbt Youtube Music damit, dass alle Inhalte in einer App zu finden sind. Das ist derzeit aber nicht immer der Fall. Bei Youtube Music gibt es keine oder deutlich weniger Hörbuchtitel etwa von Dan Brown, Douglas Preston oder auch Horst Evers. Bei Spotify und Apple Music gibt es diese so selbstverständlich wie bei Play Musik. Amazon ist in diesem Zusammenhang die Ausnahme, weil das Unternehmen mit Audible eine spezielle Hörbuch-Flatrate verkaufen will und diese Inhalte daher wohl ganz bewusst aus dem Musikabo heraushält.

Wer Alben der deutschen Kleinkunstszene hören will, wird bei Youtube Music eher nicht fündig. Während alle Konkurrenten einschließlich Play Musik zwei Alben des Glas-Blas-Sing-Quintetts im Sortiment haben, fehlen diese beim Neuling. Auch die Alben von Weber-Beckmann sind überall zu finden, nur nicht bei Youtube Music. Youtube-Music-Kunden können sich also nicht darauf verlassen, alle Inhalte aus Play Musik auch im neuen Dienst vorzufinden.

Youtube Music zeigt keine Liedtexte an

Da wir diese Lücken schon bei einer Stichprobe gefunden haben, ist damit zu rechnen, dass sich in so mancher Nische weitere Lücken finden, die von der Konkurrenz selbstverständlich bedient werden. Wer also von einem der etablierten Dienste zu Youtube Music wechseln möchte, sollte vorher schauen, ob die für ihn wichtigen Inhalte auch dort vorhanden sind.

Generell zeigt Youtube Music keinerlei Liedtexte zu den Songs der Alben an und liegt damit erneut hinter der Konkurrenz. Apple Music, Amazon Music Unlimited und Spotify zeigen Liedtexte an, wenn auch nicht bei allen Stücken. Hier finden wir die Umsetzung von Amazon besonders gelungen. Bereits in der Übersicht sehen Kunden, ob ein Liedtext vorhanden ist. Bei Apple Music und Spotify ist das erst in den Song-Details zu erkennen. Bei Play Musik haben wir wie bei Googles neuem Dienst keine Songtexte finden können.

Zwischen einzelnen Stücken gibt es mit Youtube Music immer eine längere Pause, so dass das Anhören von Live-Auftritten keine Freude bereitet. Die Konkurrenz bekommt das besser hin, unter anderem bei Spotify kann eine nahtlose Wiedergabe auch erzwungen werden. Zudem fehlen uns Komfortfunktionen wir eine Audio-Normalisierung, damit wir nicht ständig die Lautstärke nachjustieren müssen, weil die Musikstücke unterschiedlich laut sind.

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 Youtube Music Premium hat viele Funktionen - und braucht mehrVerfügbarkeit und Fazit 
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nakamura 05. Jul 2018

Kann man inzwischen Youtube Videos für offline herunterladen? Wenn ja, gibt es hierbei...

ChMu 01. Jul 2018

Schoen, aber einen Einzelfall kann man schlecht in einen generellen Review einbauen. Mal...

prullmann 28. Jun 2018

YouTube verfolgt mit YT Music einfach eine andere Strategie als Spotify mit anderen Vor...

TheUnichi 25. Jun 2018

Und zwar auch nur _deren_ Sortiment. Also, wie in meinem Vorpost, die hiesigen Charts...

Arib 24. Jun 2018

Man sollte noch bedenken, dass Google Play Music, Spotify in nichts nachsteht und diese...


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