Abo
  • IT-Karriere:

Youtube Music: Google attackiert Spotify mit kostenlosem Musikstreaming

Nach Spotify will auch Google einen werbefinanzierten Musikstreamingdienst anbieten, den Kunden kostenlos nutzen können. Den vollen Funktionsumfang gibt es gegen Bezahlung. Wie es mit Googles Play-Music-Abo weitergeht, ist unklar.

Artikel veröffentlicht am ,
Youtube Music startet demnächst.
Youtube Music startet demnächst. (Bild: Chris McGrath/Getty Images)

Die Übersichtlichkeit ist dahin. Bisher gab es in Deutschland von Google den Musikstreamingdienst Play Music, aber der bekommt irgendwann demnächst Gesellschaft von Youtube Music. Googles neuer Musikstreamingdienst will stärker als bisher mit Spotify in Konkurrenz treten. So wird es von Youtube Music eine kostenlose Variante geben, die durch Werbeschaltungen finanziert wird. Etwas Vergleichbares gibt es bei Play Music nicht.

Stellenmarkt
  1. IP Dynamics GmbH, Mitte Deutschland
  2. Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg

Zudem wird es mit Youtube Music Premium ein kostenpflichtiges Abo geben, das einen ähnlichen Funktionsumfang wie das bisherige Play Music bieten wird. Und als neue Option kommt Youtube Premium nach Deutschland - im Grunde das Nachfolgemodell von Youtube Red, das niemals in Deutschland angeboten wurde. Das Premiumabo ist teurer, bietet dafür aber auch mehr Funktionen. Mit der Verzahnung von Musik- und Videostreaming will es Google den Kunden leichter machen, auch mal eben Musikvideos anschauen zu können, ohne die App wechseln zu müssen.

Wie es mit Googles Play Music genau weitergeht, steht in den beiden Ankündigungen von Google nicht. Darin heißt es zwar, dass Play Music weiterhin verfügbar sei, allerdings bleibt unklar, ob damit nur der Zugriff auf gekaufte Musik gemeint ist. So ist nicht bekannt, ob auch das Musikstreamingabo nach dem Start von Youtube Music Premium weiterhin angeboten wird. Wer ein laufendes Play-Music-Abo hat, erhält damit automatisch Zugriff auf Youtube Music Premium, verspricht Google.

Noch kein Starttermin für Deutschland

Youtube Music und Youtube Music Premium will Google am 22. Mai 2018 unter anderem in den USA starten. Später soll dann auch Youtube Premium an den Start gehen. Zu einem nicht näher spezifizierten Zeitpunkt sollen alle drei Dienste auch in Deutschland angeboten werden. Bisher hat Google nur die Preise für die USA bekanntgegeben. Generell soll Youtube Music eine personalisierte Startseite erhalten, auf der Kunden die für sie passende Musik bequem vorfinden sollen.

Für den Basisdienst Youtube Music wird es bald eine neue App geben, um die Musikfunktionen nutzen zu können. Alle Streamingfunktionen sind kostenlos und der Dienst wird über Werbung finanziert. Ein ähnliches Modell gibt es von Spotify, bei dem die kostenlose Nutzung eben durch Werbeschaltungen finanziert wird. Seit kurzem kann der Spotify-Free-Kunde zumindest in ausgewählten Wiedergabelisten gezielt zu bestimmten Stücken springen. Ansonsten kann der Free-Kunde Alben oder Wiedergabelisten immer nur im Zufallsmodus abspielen, das gezielte Abspielen eines bestimmten Songs ist nicht möglich.

Unklare Einschränkungen für Youtube Music

Eine vergleichbare Einschränkung wird es demnach bei Youtube Music nicht geben. Beim kostenlosen Youtube Music wird es allerdings dafür keine Möglichkeit geben, dass die App Musik abspielt, wenn sie sich im Hintergrund befindet. Wie genau das realisiert wird, ist bislang nicht bekannt. Es hört sich aber so an, als würde die Musikwiedergabe unterbrochen, sobald der Smartphone-Nutzer eine andere App nach vorne holt.

Für 9,99 US-Dollar im Monat gibt es das Abo Youtube Music Premium. Dann ist sämtliche Musik ohne Werbung nutzbar. Zudem wird eine Hintergrundwiedergabe möglich sein und Musiktitel können für eine Offline-Nutzung auf dem Gerät gespeichert werden. Bei Google Play Music gibt es zudem einen Familientarif, bei dem mehrere Personen den Dienst nutzen können. Bisher hat Google keine Angaben dazu gemacht, ob es einen solchen Tarif auch für Youtube Music Premium geben wird.

Als zweites Abomodell können Kunden Youtube Premium für 11,99 US-Dollar im Monat buchen. Neben den Leistungen von Youtube Music Premium gehören weitere Komfortfunktionen dazu, die vor allem auf den Konsum von Videos abzielen. Alle Videos können damit werbefrei angeschaut und für die Offline-Nutzung gespeichert werden. Zudem können Videos im Hintergrund weiter abgespielt werden. Der Leistungsumfang entspricht Youtube Red, das in den USA bisher für 9,99 US-Dollar im Monat angeboten wird. Wer bis zum Start von Youtube Premium ein Youtube-Red-Abo abschließt, erhält den Dienst weiterhin für 9,99 US-Dollar.

Offene Fragen zum Zusammenspiel mit Google-Assistant-Lautsprechern

Auch zu Youtube Premium gibt es keine Informationen, ob es dafür einen Familientarif geben wird, damit mehrere Personen in einem Haushalt das Abo parallel nutzen dürfen.

Offen ist auch, wie es mit Google-Assistant-Lautsprechern weitergeht. Denn bisher können smarte Lautsprecher per Sprache auf Musik zugreifen, indem unter anderem ein Google-Play-Musik-Abo genutzt wird. Ob Google-Assistant-Lautsprecher dann in Kürze auch mit einem Youtube-Music- oder Youtube-Premium-Abo verwendet werden können, ist nicht bekannt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€ statt 19,99€
  2. 3,99€
  3. (-57%) 6,50€
  4. 5,99€

niggo23 19. Mai 2018

Funktioniert aber mit Chrome auf Android ausgezeichnet. Die YouTube Seite einfach mit...

mxcd 18. Mai 2018

Bei Google Music ist das Angebot jetzt bereits größer als bei Spotify. Zusammen mit dem...

manudrescher 18. Mai 2018

Sehe ich genauso, ebenfalls ist meine Tendenz der Wechsel zu Spotify. Denn mir fehlt bei...

Pecker 18. Mai 2018

... damit ist die kostenlose Version Spotify hoffnungslos unterlegen. Der Akku wird ja...

ArcherV 18. Mai 2018

PayPal mit Lastschrift ? ;)


Folgen Sie uns
       


Die Commodore-264er-Reihe angesehen

Unschlagbar günstig, unfassbar wenig RAM - der C16 konnte in vielen Belangen nicht mit dem populären C64 mithalten.

Die Commodore-264er-Reihe angesehen Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern
  2. Elektroautos e.GO Mobile liefert erste Fahrzeuge aus
  3. Volkswagen Über 10.000 Vorreservierungen für den ID.3 in 24 Stunden

    •  /