Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Nicht nur Youtube Music Premium kostet auf einem iPhone mehr.
Nicht nur Youtube Music Premium kostet auf einem iPhone mehr. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Wer ein Musikstreamingabo auf dem falschen Gerät bucht, zahlt mehr als andere. Hinweise darauf sind auf den Webseiten von Amazon Music, Deezer oder Youtube Music nicht leicht zu finden, aber alle diese Dienste sind teurer, wenn Kunden sie auf einem iPhone oder iPad buchen. Auch als Google kürzlich Youtube Music für Deutschland vorstellte, wurde auf der zugehörigen Pressekonferenz nicht erwähnt, dass das Abo auf iOS-Geräten mehr kostet.

Inhalt:
  1. Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
  2. Amazon Music Unlimited und Spotify mit Besonderheiten

Wir haben uns bei den großen deutschen Anbietern erkundigt, wie sie es handhaben, und zumindest Spotify reagierte hier bereits. Denn Apple streicht von allen Anbietern 30 Prozent des Abopreises ein und diesen Aufschlag geben die Anbieter direkt an die Kunden weiter. Wer also ein iPhone oder iPad besitzt und damit einen Musikstreamingdienst nutzt, kann Geld sparen, wenn er das Abo nicht in der App bucht, sondern dafür einen Browser nutzt.

Der einzige Musikstreamingdienst, der auf einem iOS-Gerät zum normalen Listenpreis gebucht werden kann, ist Apple Music. Hier verzichtet Apple bei sich selbst auf den 30-Prozent-Aufschlag. Das führt dazu, dass so mancher Apple-Kunde meinen könnte, dass der Apple-eigene Musikstreamingdienst weniger kostet als die Dienste der Konkurrenz. Dabei ist es eigentlich so, dass die Musikstreamingabos bei den jeweiligen Diensten normalerweise 9,99 Euro pro Monat für den Einzelnutzer kosten. Eine Ausnahme ist hier das Music-Unlimited-Abo von Amazon, das für Prime-Kunden mit 8,99 Euro pro Monat vergünstigt zu haben ist. Die Family-Abos kosten überall 14,99 Euro pro Monat.

Youtube-Abos sind bei Buchung aus iOS-App teurer

Die Regel ist aber außer Kraft gesetzt, wenn Kunden ihr Abo innerhalb der iOS-App des jeweiligen Anbieters buchen. So kostet Youtube Music Premium 12,99 Euro pro Monat statt der sonst üblichen 9,99 Euro, wenn wir dieses Bezahlangebot über die iOS-App buchen. Der Monatspreis für den Family-Tarif erhöht sich von 14,99 Euro auf 19,99 Euro. Das entspricht einem Preisaufschlag von 3 Euro bzw. 5 Euro im Monat.

Stellenmarkt
  1. Automotive Security Analyst (m/w/d)
    Volkswagen AG, Wolfsburg
  2. Informatikerin / Informatiker (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden
Detailsuche

Wer sich für Youtube Premium entscheidet, zahlt in der iOS-App 4 Euro oder ebenfalls 5 Euro mehr. Der Monatspreis für das Einzelabo steigt von 11,99 Euro auf 15,99 Euro. Beim Familienabo erhöht sich der Preis von 17,99 Euro auf 22,99 Euro. Weder auf der Hilfeseite für Youtube Music Premium noch auf der für Youtube Premium gibt es einen Hinweis auf die höheren Kosten bei Buchung über die iOS-App.

Aber auch bei Musikstreamingabos anderer Anbieter, die bereits länger auf dem Markt aktiv sind, ergibt sich ein ähnliches Bild. Mit Spotify hat sich ein Anbieter bereits aus der Apple-Umklammerung gelöst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Amazon Music Unlimited und Spotify mit Besonderheiten 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Abendschnee 17. Jul 2018

Dein Hinweis ist gut, allerdings wäre das auch bei Spotify möglich. Das Problem bei der...

Abendschnee 17. Jul 2018

das Apple es verbietet einen Hinweis in der iOS App anzubringen das ein Abo über die App...

MauriceKo 15. Jul 2018

Anders kann ich mir Apple nutzer nicht erklären. Entweder das, oder wenig technisches Wissen.

neelab 09. Jul 2018

Naja wer verzichtet schon gern auf Einnahmen. Einfach nicht über die App bezahlen. fertig

Youssarian 03. Jul 2018

Da mach mir mal keine Sorgen. Bei der Konkurrenz gibt es Alternativen, es gibt keine...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloud-Ausfall
Eine AWS-Region als Single Point of Failure

Ein stundenlanger Ausfall der AWS-Cloud legte zentrale Dienste und sogar Amazon selbst teilweise lahm. Das zeigt die Grenzen der Cloud-Versprechen.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

Cloud-Ausfall: Eine AWS-Region als Single Point of Failure
Artikel
  1. Bundesnetzagentur: 30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen
    Bundesnetzagentur
    30 Messungen an drei unterschiedlichen Kalendertagen

    Die Bundesnetzagentur hat festgelegt, wann der Netzbetreiber/Provider den Vertrag nicht erfüllt. Es muss viel gemessen werden.

  2. Vodafone und Telekom: 100 Prozent Versorgung wirtschaftlich nicht machbar
    Vodafone und Telekom
    100 Prozent Versorgung "wirtschaftlich nicht machbar"

    Golem.de wollte von den Mobilfunkbetreibern Telekom und Vodafone wissen, was sie von einer Vollversorgung abhält.

  3. Euro NCAP: Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis
    Euro NCAP
    Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis

    Mit dem Renault Zoe sollte man keinen Unfall bauen. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Elektroauto null Sterne.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /