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Youtube Gaming: Wegen Rechteproblemen kein Livestreaming in Deutschland

Der Twitch.tv-Konkurrent Youtube Gaming hat seinen Dienst offiziell eröffnet. Allerdings fehlt hierzulande die wichtigste Funktion: das Livestreaming. Auch die Apps gibt es vorerst nicht in Deutschland.
/ Peter Steinlechner
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Logo von Youtube Gaming (Bild: Google)
Logo von Youtube Gaming Bild: Google

Google hat weltweit sein auf Computerspieler spezialisiertes Portal Youtube Gaming(öffnet im neuen Fenster) nach kurzer Preview-Phase offiziell gestartet. Und zwar genau ein Jahr, nachdem beim Kauf des direkten Konkurrenten Twitch.TV eben nicht Google, sondern Amazon den Zuschlag bekommen hatte – für rund 970 Millionen Euro.

Allerdings: In Deutschland ist das wichtigste Kernfeature von Youtube Gaming nicht verfügbar, nämlich das Livestreaming. Auch die für Android und iOS verfügbare App gibt es hierzulande nicht, sondern derzeit nur in den USA und in Großbritannien.

Wer auf Youtube Gaming von Deutschland aus einen Livestream anklickt, bekommt statt eines Spielers nur einen Hinweis angezeigt: "Livestreaming ist wegen Rechteproblemen in Deutschland leider nicht möglich." Das erinnert an den alten Streit zwischen Youtube und der Gema, die Hintergründe sind aber andere.

In Deutschland ist laut dem Rundfunkstaatsvertrag(öffnet im neuen Fenster) für Livestreams mit mehr als 500 Zuschauern eine Sendelizenz nötig. Den dafür nötigen Antrag hat Youtube bislang nicht gestellt. Wer die Streams doch sehen möchte, muss zu Tricks wie einem VPN greifen. Oder warten: Aufgenommene Streams lassen sich im Nachhinein anschauen.

Die nicht vorhandenen Streams sind vermutlich auch einer der Gründe, aus dem deutsche Nutzer keinen Zugriff auf die App haben – warum anbieten, wenn die wichtigste Funktion fehlt? Ein Youtube-Sprecher hat auf Anfrage von Golem.de immerhin erklärt, dass "die App auch den gamingbegeisterten Nutzern in Deutschland" angeboten werden soll. "Wann dies der Fall sein wird, können wir gegenwärtig aber noch nicht sagen."


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