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Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel

Wer schon oft deutsche Elektronikmärkte enttäuscht verlassen hat, wird in einem gewöhnlichen japanischen Kaufhaus vor Glück durchdrehen. Ich habe dort das Kabel meiner Träume gefunden.

Ein Erfahrungsbericht von veröffentlicht am
Immer einen Besuch wert: die Yodobashi-Filialen in Japan
Immer einen Besuch wert: die Yodobashi-Filialen in Japan (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Futuristische Hochgeschwindigkeitszüge, Elektrotoiletten, Nudelautomaten: Wer als technikinteressierter Europäer in ein derart von Technik bestimmtes Land wie Japan fährt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und das nicht nur im berühmten Technikviertel Akihabara in Tokio, sondern schon in ganz normalen, weit verbreiteten Elektronikmärkten. Ich habe mich deswegen in Filialen von Yodobashi und Bic Camera herumgetrieben - und wollte sie gar nicht mehr verlassen.

  • Stabile Panasonic-Notebooks zum Ausprobieren: Das gibt es in Japan. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Und auch mit Videospiele-Utensilien ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... kann man sich in Japan leicht eindecken. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine in Japan typische kleine Auswahl an USB-Sticks. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Selbst Soundkarten werden prominent ausgestellt. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hochwertige und ziemlich teure Netzwerkkabel gibt es auch. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • SSDs für Mac-Nutzer im Glasschrank (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Natürlich darf es nicht an einer großen Auswahl an Schreddern fehlen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Fernsehabteilung ist überladen mit Informationen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Splatoon-Wasserkanonen? Auch das findet sich in japanischen Elektronik-Kaufhäusern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Neben Bic Camera und Yodobashi sind auch einige Labi-Filiallen den Besuch wert. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sie finden sich öfter, wie hier in Tokio-Shinjuku ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... oder direkt am Bahnhof von Akihabara. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Typisch für Japan: Außerhalb vom Shinkansen-Bahnhof ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... Kyoto ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... findet sich fußläufig eine Yodobashi-Filiale. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • In Osaka (Umeda) sieht es nicht anders aus. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das in Japan gekaufte Netzwerkkabel ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... kostete 400 Yen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Stabile Panasonic-Notebooks zum Ausprobieren: Das gibt es in Japan. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Inhalt:
  1. Yodobashi und Bic Camera: Im Rausch der Netzwerkkabel
  2. Ein Traum von einem Kabel

Es fühlt sich an, wie in einer riesigen Amazon-Filiale zu stehen. Es gibt einfach alles: Spielzeug, Videospiele, Koffer und vor allem Technik, Technik und Technik. Allein auf einer Etage stehen mehr Elektronikartikel zur Auswahl als in einem herkömmlichen Media Markt. Als ich in die Netzwerkabteilung eines Yodobashi gehe, traue ich meinen Augen kaum: Netzwerkkabel überall - und das von Dutzenden Herstellern. Ein Traum für jemanden wie mich, der in Deutschland viel zu oft Schrott gekauft hat.

Kein billiger Ramsch

Wer in einem deutschen Elektronikmarkt nach Kabeln sucht, wird meist enttäuscht. Mal ist das Shielding nicht bündig mit der RJ45-Kassette, mal sind die Widerhaken so idiotisch geschützt, dass man die Kabel nur mit Mühe aus einem Switch bekommt. Und viel zu oft ist die Lasche des Widerhakens eine umsatzsteigernde Sollbruchstelle, die fast jeden Admin schon zum Umweltsünder gemacht hat, weil er, wie ich, meterweise Kupferkabel entsorgen musste.

Egal ob Saturn, Media Markt oder Medi Max: Marken wie Hama oder Vivanco dominieren die Zubehörregale und vor allem auch die Preise. Die Märkte zeigen kein Interesse daran, im Sinne des Kunden neue Produkte zu entdecken und anzubieten. Oft habe ich in den vergangenen Jahren auf diversen Messen von Herstellern gehört, dass es zu teuer sei, dort seine Ware auszustellen. Das entspricht, wie ich finde, nicht dem Sinn eines Elektronikkaufhauses, wo der Kunde als König durch sein Kaufverhalten bestimmen sollte, ob eine Ware beliebt ist. Die Elektronikmärkte haben mittlerweile so viel Macht, dass sie durchaus mitverantwortlich für das Scheitern von Produkten sind.

Karstadt und Kaufhof für Technikinteressierte uninteressant

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  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

In Kaufhäusern wie Karstadt und Kaufhof werden inzwischen nicht einmal mehr die technischen Grundbedürfnisse befriedigt, selbst im Berliner Edelkaufhaus Kadewe werde ich kaum noch fündig. In Technik-Filialen von Conrad sieht es mit hochwertigen Alternativen kaum besser aus. Das war mal anders. Es gab Zeiten, da konnte ich bei Dussman in Berlin Minidiscs und im Virgin Megastore auf eine gigantische Musikauswahl zugreifen. Laserdiscs waren ohne Probleme bei Fnac zu beziehen; Letzteres hatte sogar Importspiele für das Super Nintendo und sorgte regelmäßig dafür, dass ich in den Laden ging und überlegte, Geld auszugeben. Heute ist es hierzulande schon schwierig, eine vernünftige UHD-Blu-ray-Auswahl zu bekommen, ohne sie online zu bestellen. Spezialitäten von Raumklang-Audio-Material auf Blu-ray findet der Kunde mittlerweile fast gar nicht mehr.

In Japan dagegen finde ich unter einer gigantischen Auswahl verschiedener CAT-Kabel mit verschiedenen Längen und Kabeldurchmessern mein Traumkabel.

Ein Traum von einem Kabel 
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Der Held vom... 30. Jan 2018

Aus dem selben Grund, aus dem du auf einen Beitrag antwortest, der schon fast acht...

Haf 22. Mai 2017

Besonders berühmt für ausgefallene Crepes ist die Gegend von Harajuku in Tokyo, dort gibt...

ArcherV 21. Mai 2017

Heutzutage hat doch jedes neue Auto einen Kompressor mit an Board.

PhilSt 21. Mai 2017

Sogar für CAT6 gibt es Lösungen... sogar ohne Crimpzange. https://www.reichelt.de/RJ45...

m9898 19. Mai 2017

Das ist doch alles kein Argument. Wenn der Laden wirtschaftlich nicht tragbar ist, soll...


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