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Yitian 710: 20 Prozent der Alibaba-Cloud sollen 128-Kern-ARM-Chip nutzen

Alibabas Yitian 710 schlägt in manchen Server-Benchmarks alle anderen Chips. Die Cloud-Nutzung des Chips soll massiv ausgebaut werden.

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Der Yitian 710 hat 128 Kerne. (Bild: Alibaba)

Der chinesische Cloud-Anbieter Alibaba hat auf seiner Hausmesse Aspara angekündigt, schon in den kommenden zwei Jahren bis zu 20 Prozent seines gesamten Angebots auf die eigene ARM-CPUs umzustellen. Schon jetzt laufe der selbst erstellte Yitian 710 im großen Stil in der eigenen Infrastruktur, hieß es beim Kurznachrichtendienst Weibo.

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Vorgestellt hatte Alibaba den Chip vor rund einem Jahr. Der Yitian 710 wird im 5-nm-Verfahren gefertigt und weist 60 Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 628 mm² auf, was ihn zu einem der aktuell komplexesten Chips macht. Alibaba nutzt 128 Kerne mit ARMv9-Technik und bis zu 3.2 GHz, wobei unklar ist, ob eine eigene Mikroarchitektur entworfen wurde oder ob ARMs Neoverse N2 (Perseus) eingesetzt wird.

Mit 128 Kernen und acht DDR5-Speicherkanälen entspricht der Yitian 710 einer typischen Perseus-Konfiguration, hinzu kommen 96 Lanes nach PCIe-Gen5-Standard. Die Leistung in Bezug auf die Kosten werden mit dem Yitian 710 um 30 Prozent gesteigert, die Effizienz um 60 Prozent im Vergleich zu den bisher genutzten Chips, wie Alibaba mitteilt. Unklar bleibt dabei, auf welche Chips Alibaba diese Vergleiche konkret bezieht.

Instanzen mit dem Chip in der Alibaba-Cloud sind seit diesem Frühjahr öffentlich verfügbar. Dabei wird der Maximaltakt jedoch auf 2.75 GHz reduziert. Nach einem Durchlauf des Specrate2017-Int-Benchmark schneidet der Yitian 710 so gut ab (510 Punkte), dass dieser als einzelner Prozessor weit vor sämtlichen Chips der Konkurrenz platziert ist, egal ob von AMD, Intel oder sonst jemandem. Selbst zwei 40-kernige Xeon Platinum 8380 (Ice Lake SP) sind mit einem Wert von 572 nicht allzu viel schneller als der Yitian 710. Geschlagen werden kann die ARM-CPU von Alibaba wohl erst mit den Chips, die kommendes Jahr erscheinen.