Yara Birkeland: Norwegische Werft baut den ersten autonomen E-Frachter

Die Einwohner der norwegischen Stadt Porsgrunn können sich auf eine ruhige Zukunft freuen: Der Düngemittelhersteller Yara hat den Bau des Schiffs Yara Birkeland in Auftrag gegeben. Der elektrisch betriebene, autonom fahrende Frachter soll die Lkw ersetzen, die derzeit die Yara-Produkte abtransportieren.

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Autonom fahrender E-Frachter Yara Birkeland: Norwegen fördert Elektromobilität
Autonom fahrender E-Frachter Yara Birkeland: Norwegen fördert Elektromobilität (Bild: Kongsberg)

Es kann losgehen: Der norwegische Düngemittelhersteller Yara hat den Auftrag für den Bau der Yara Birkeland erteilt. Das erste elektrisch angetriebene, autonome Frachtschiff soll in etwa anderthalb Jahren vom Stapel laufen.

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Die norwegische Werft Vard wird den E-Frachter bauen. Der Rumpf wird allerdings nicht in Norwegen gefertigt. Das übernimmt die Vard-Niederlassung in Braila in Rumänien. Die Endmontage wird dann in Brevik erfolgen. Brevik ist einer der Häfen, die der Frachter später anlaufen wird. Die Bauzeit ist nicht sehr lang: Bereits im ersten Quartal 2020 soll das Schiff fertig sein.

Allerdings ist das Projekt hinter dem Zeitplan: Das Schiff hätte eigentlich schon Ende dieses Jahres vom Stapel laufen sollen, wie Olaf Paulsen von Kongsberg Maritime Golem.de im vergangenen Jahre sagte. Das norwegischen Technologie-Unternehmen hat das Konzept für das Schiff entwickelt.

Die Yara Birkeland, benannt nach dem Yara-Gründer Kristian Birkeland soll künftig die Produkte von Yara von der Fabrik in Porsgrunn zu den Häfen von Brevik und Larvik transportieren, von wo aus sie dann verschifft werden. Derzeit werden diese Transporte mit Lastwagen abgewickelt - im Jahr sind es rund 40.000.

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Das Schiff soll zunächst mit einer Besatzung an Bord fahren. Während einer etwa zweijährigen Testphase soll das Schiff dann schrittweise auf den autonomen Betrieb umgestellt werden. Geplant ist, dass es im Laufe des Jahres 2022 dann selbstständig und ohne Besatzung an Bord im Einsatz sein wird.

Der Bau soll 250 Millionen norwegische Kronen kosten, umgerechnet knapp 25,6 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr, als ein konventionelles Schiff kosten würde. Allerdings beteiligt sich der norwegische Staat über sein Unternehmen Enova mit 133,6 Millionen norwegischen Kronen, knapp 13,7 Millionen Euro, an den Kosten.

Norwegen fördert massiv die Elektromobilität bei Fähren ebenso wie bei Flugzeugen. Es ist das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos der Welt.

Die erste Elektrofähre ist seit 2015 auf dem Sognefjord im Einsatz. Sie ist nicht nur sauber, sondern auch ökonomisch ein Erfolg: Sie emittiert nur etwa fünf Prozent der Kohlendioxidemissionen einer konventionellen, dieselbetriebenen Fähre. Die Betriebskosten sind um 80 Prozent niedriger.

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