Abo
  • IT-Karriere:

Sicherheit: Daten von einer Milliarde Yahoo-Nutzern kopiert

Einen Rekord der ganz unschönen Art gesteht Yahoo ein: Unbefugte haben auf mehr als eine Milliarde Nutzerkonten zugegriffen und die Daten kopiert. Eine Folge ist, dass die geplante Übernahme des Unternehmens durch Verizon nun wackelt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Yahoo-Werbetafel in San Francisco wird abmontiert
Yahoo-Werbetafel in San Francisco wird abmontiert (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Bei Yahoo ist ein weiterer gigantischer Datendiebstahl bekanntgeworden, diesmal geht es sogar um gestohlene Informationen zu mehr als einer Milliarde Nutzerkonten. Dabei seien die Angreifer im August 2013 voraussichtlich an Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtstage und unkenntlich gemachte Passwörter gekommen, teilte Yahoo am Mittwoch mit. Gemessen an der Zahl betroffener Nutzer ist es der bislang größte bekanntgewordene Datenklau überhaupt.

Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, Hamburg
  2. Joyson Safety Systems Aschaffenburg GmbH, Aschaffenburg

In einigen Fällen könnten auch verschlüsselte und unverschlüsselte Sicherheitsfragen und -antworten betroffen gewesen sein, hieß es. Solche Fragen - etwa nach dem Namen des ersten Haustiers oder der Lieblingsfarbe - kommen bei Yahoo wie bei anderen Firmen zum Einsatz, wenn ein Nutzer sein Passwort vergisst. Unter Umständen können sie für Kriminelle ähnlich viel wert sein wie das Passwort selbst. Außerdem gibt es die Gefahr, dass Nutzer auch bei anderen Diensten die gleichen Kombinationen aus Fragen und Antworten ausgewählt haben.

Bereits im September 2016 hatte Yahoo eingeräumt, dass Unbekannte Ende 2014 mindestens 500 Millionen Nutzerprofile unbefugt kopiert hätten. Es ging um dieselbe Art von Daten. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen kopiert worden, hieß es auch diesmal wieder. Die Bezahldaten würden in einem anderen System aufbewahrt.

Der Verdacht scheint sich zu bestätigen, dass sich die Angreifer auch dauerhaften Zugang zu Daten einzelner Nutzer verschafft haben könnten. Sie hätten sich Zugang zum Yahoo-Software-Code verschafft, mit dem sie sogenannte Cookies fälschen konnten, teilte Yahoo mit.

Der Konzern vermute, dass die Attacken von denselben Angreifern wie 2014 im Auftrag eines Staates ausgingen, hieß es. Welchem Land sie zugerechnet werden, ist bis heute nicht mitgeteilt worden. Der Telekom-Konzern Verizon bekräftigte nach dem neuen Eingeständnis, der im Juli ausgehandelte Kauf des Yahoo-Webgeschäfts für 4,8 Milliarden Dollar komme auf den Prüfstand. Verizon hatte zuvor bereits erklärt, bei Abschluss des Deals nicht über den Verdacht eines Datendiebstahls informiert worden zu sein.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,99€ (Release am 19. September)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Dwalinn 16. Dez 2016

Ich schreibe solche Sachen ganz Altmodisch auf. Und bewahre sie zuhause auf. Klar hat...

jude 16. Dez 2016

Die Nutzerdaten sind bald im darknet, die guten Mitarbeiter auf dem freien Markt. Was...

kendon 15. Dez 2016

Leider schweigt sich die Mail darüber aus: What Information Was Involved? The stolen user...

goto10 15. Dez 2016

Wenn noch ein .zip Anhang dabei, dann kannst du ruhig die Seele baumeln lassen, solange...

Anonymer Nutzer 15. Dez 2016

...einmal einstampfen bitte.


Folgen Sie uns
       


Cowboy Pedelec ausprobiert

Sportlich und minimalistisch - das Cowboy Pedelec ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Cowboy Pedelec ausprobiert Video aufrufen
Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  2. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge
  3. Microsoft-Browser Edge bekommt Chromium-Herz

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
    Lightyear One
    Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

    Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
    Von Wolfgang Kempkens

    1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
    2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
    3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

      •  /