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Der Nobel 1.0a nimmt für seinen großen Druckraum nicht viel Platz ein.
Der Nobel 1.0a nimmt für seinen großen Druckraum nicht viel Platz ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Kein Vergleich zwischen Lamborghini und VW Käfer

Die Druckqualität des Nobel 1.0A ist so gut, dass sie sich für mehr als Prototyping eignet: Die fertigen Drucke sehen stellenweise aus wie gegossener Kunststoff, die beim PLA-Druck technisch bedingt sichtbaren Schichten sind nicht auszumachen. Dadurch können wir beispielsweise Ersatzteile drucken, die sich bemalt nicht mehr von originalen Kunststoffteilen unterscheiden lassen.

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Wir führen diese Qualitätsunterschiede aber lediglich an, um die Qualität des Nobel-Druckers zu betonen - und explizit nicht, um PLA-Drucker schlecht zu machen. Einen PLA-Drucker mit einem Kunstharzdrucker wertend zu vergleichen ist in etwa so sinnvoll wie der Vergleich zwischen einem Lamborghini Countach und einem VW Käfer aus dem Jahr 1968: Beide gehören der Kategorie "Auto" genauso an wie der Nobel und ein PLA-Drucker der Kategorie "3D-Drucker"; ein Vergleich ist dennoch Quatsch, da die Fahrzeuge wie die Drucker in technisch sowie preislich komplett unterschiedlichen Ligen spielen.

Gute PLA-Drucker sind sowohl in der Anschaffung als auch im Verbrauch günstiger und basieren auf gänzlich anderer Technik mit anderen Materialeigenschaften und Verwendungszwecken. Daher darf ein Vergleich der Anschaulichkeit dienen, sollte aber nicht wertend sein.

Einfach zu bedienende Drucksoftware

XYZprinting liefert für den Nobel 1.0A eine eigene Drucksoftware mit. Wer bereits einen anderen Drucker des Herstellers besitzt, muss offenbar dennoch das neue Programm installieren - wir haben den Drucker zumindest nicht mit der Software des da Vinci 1.0 Pro zum Laufen bekommen. Auch haben wir es nicht geschafft, den Drucker mit einem Programm eines anderen Herstellers zu nutzen, was wir für das Drucken an sich unproblematisch finden. Die Frage nach der Software wird aber wichtig, falls Nutzer darüber nachdenken, Verbrauchsmaterial anderer Hersteller zu nutzen - dazu später mehr.

  • Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch kleinteilige Objekte können präzise gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das LCD-Bedienfeld können wir Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne die Haube druckt das Gerät nicht. Das Harzbecken ist schnell sehr dreckig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fertige Drucke kleben kopfüber an der Druckplatte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Software können wir mehrere Dateiformate importieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software zeigt Informationen zum Objekt und dessen Druckausmaße an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Die Drucksoftware von XYZprinting ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Wir können Modelle in verschiedenen Formaten importieren, die anschließend in das gängige STL-Format umgewandelt werden. Zu große Objekte kann das Programm direkt verkleinern, damit sie in den Druckbereich passen. Anpassungen am Modell bezüglich der Größe und der Position auf der Druckplatte können wir auch selbst vornehmen, dafür stehen verschiedene Schieberegler zur Verfügung.

Die Drucksoftware kann auf Knopfdruck automatisch berechnete Stützen in das 3D-Modell einfügen. Bei Druckstücken mit sehr geringer Auflagefläche empfiehlt es sich, einen Rand mitdrucken zu lassen, da damit die Gefahr sinkt, dass der Druck an der Halteplatte kleben bleibt. Auch dieser kann vor dem Druckvorgang eingefügt werden, allerdings handelt es sich unseren Beobachtungen nach nicht um einen echten Rand: Wir haben den Eindruck, dass es sich eher um eine dünne zusätzliche Schicht handelt, die komplett unter das Druckstück gelegt wird. Das kann die Dicke des fertigen Druckes vergrößern, was in manchen Fällen problematisch sein kann.

  • Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch kleinteilige Objekte können präzise gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das LCD-Bedienfeld können wir Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne die Haube druckt das Gerät nicht. Das Harzbecken ist schnell sehr dreckig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fertige Drucke kleben kopfüber an der Druckplatte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Software können wir mehrere Dateiformate importieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software zeigt Informationen zum Objekt und dessen Druckausmaße an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Vor dem Start des Druckes können wir in einer Maske unkompliziert verschiedene Parameter einstellen, beispielsweise die Schichtdicke des Druckes. Nach der Initialisierung zeigt uns die Software an, wie viele Milliliter des Harzes wir voraussichtlich für den Druck verbrauchen werden. Einen Druck abbrechen können wir am einfachsten über den Drucker selbst: Das über den kleinen Bildschirm ablesbare Menü bietet in wenigen Schritten Zugriff auf diese Option. Hier können wir auch den Drucker nochmals kalibrieren.

Nur teures Harz vom Hersteller verwendbar

Im Unterschied zu PLA-Druckern, die auf Rollen gespultes Kunststofffilament verwenden, ist das Verbrauchsmaterial beim Nobel 1.0A verhältnismäßig teuer. Das von uns verwendete transparente Harz kostet im Onlinehandel um die 130 Euro, dafür erhalten wir zwei 500-ml-Flaschen für einen Liter Kunstharz. Eine genaue Aussage darüber, wie lange eine Flasche hält, lässt sich schwer treffen: Der Verbrauch richtet sich stark nach der Größe der Druckstücke und natürlich der Druckqualität.

  • Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch kleinteilige Objekte können präzise gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das LCD-Bedienfeld können wir Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne die Haube druckt das Gerät nicht. Das Harzbecken ist schnell sehr dreckig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fertige Drucke kleben kopfüber an der Druckplatte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Software können wir mehrere Dateiformate importieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software zeigt Informationen zum Objekt und dessen Druckausmaße an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Günstiger sind momentan die Farben Blau und Magenta, die jeweils knapp über 100 Euro kosten und ebenfalls im Doppelpack kommen. Weißes Kunstharz kostet 120 Euro, das graue Harz kostet wie das transparente ca. 130 Euro. Schwarzes Harz bietet XYZprinting nicht an, allerdings lassen sich fertige Ausdrucke problemlos bemalen.

Das Filament für die PLA-Drucker von Nobel ist wesentlich günstiger als das Kunstharz: Eine Spule ist bereits für um die 25 Euro verfügbar. XYZprinting erwähnt auf seiner Internetseite auch Kunstharz, das nicht so stark aushärtet und so den Druck flexibler Gegenstände ermöglicht. Dieses Harz haben wir jedoch weder im Onlinehandel gefunden noch im Webshop des Herstellers. Hier bietet die Konkurrenz, beispielsweise Formlabs, weitaus mehr Auswahl an Harzen mit verschiedenen Eigenschaften an.

Kunstharz für 3D-Drucker gibt es natürlich nicht nur von XYZprinting selbst - eine Alternative wäre beispielsweise Makerjuice. Allerdings dürfte sich der Wechsel zu diesem Material in Deutschland kaum lohnen: Beim Hersteller kostet ein Liter inklusive der günstigsten Versandkosten umgerechnet über 100 Euro, also so viel wie das Originalmaterial in den Farben Blau und Magenta.

Selbst wenn man an Harz gelangt, das günstiger als das des Herstellers ist, lohnt sich ein Wechsel im Grunde nicht: Die Flaschen von XYZprinting sind mit einem NFC-Tag ausgestattet, der eine neue Flasche über den Drucker bei der proprietären Software auf dem Rechner anmeldet. Das Programm berechnet anhand der getätigten Drucke und des registrierten Tags, wie viel Harz noch in der jeweiligen Flasche ist - kommt die Software beim Zählen bei null an, druckt sie nicht weiter und der Tag gilt als verbraucht.

  • Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch kleinteilige Objekte können präzise gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das LCD-Bedienfeld können wir Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne die Haube druckt das Gerät nicht. Das Harzbecken ist schnell sehr dreckig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fertige Drucke kleben kopfüber an der Druckplatte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Software können wir mehrere Dateiformate importieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software zeigt Informationen zum Objekt und dessen Druckausmaße an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

So praktisch dieses System beim Wechsel von unterschiedlich gefärbten Harzflaschen ist: Dadurch bringt es auch nichts, wenn wir eine leere Flasche mit günstigerem Harz nachfüllen würden. Der Drucker sieht den Behälter dauerhaft als leer an, es sei denn, wir fänden einen Weg, das NFC-Tag umzuprogrammieren. Laut einer Diskussion in einem Internetforum gibt XYZprinting keine "Blanko-Tags" heraus, um genutzte Harzflaschen zu reaktivieren. Das ist nicht verwunderlich, denn der Hersteller möchte sich seine Umsatzquelle durch das Verbrauchsmaterial sicherlich nicht zerstören. Die einzige Möglichkeit, anderes Harz zu benutzen, wäre also, eine unbenutzte Originalflasche auszukippen und neu zu befüllen, was finanziell Quatsch wäre.

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My1 02. Jun 2017

da wundert mich warum man das "starke zellgift" überhaupt trinkt... ich bin laie in dem...

bazoom 30. Mai 2017

Danke für die Infos und das Angebot mit dem Probedruck! So wichtig ist es nicht, ich...

wd.meyer 30. Mai 2017

Vermutlich wird ein 405 nm Laser verwendet? Gibt es Möglichkeiten an den...

My1 30. Mai 2017

wäre man interessant wie gut das teil mit extrem kleinen Lücken klarkommt... https://www...



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