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Genau bis ins kleinste Detail

Der fertige Druck gibt zu Beginn noch etwas nach, das Kunstharz muss noch aushärten. Wir müssen ungefähr einen Tag lang warten, bis unsere Werkstücke wirklich hart sind. Dieser Prozess lässt sich beschleunigen, indem das Druckerzeugnis UV-Strahlung ausgesetzt wird: Diese härtet das Harz schneller aus. XYZprinting bietet für diesen Zweck eine UV-Kammer an, in der fertige Drucke hineingestellt werden; alternativ dürfte auch ein Sonnenbad helfen.

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Die Genauigkeit des Druckers ermöglicht sehr detailreiche und kleinteilige Drucke. Die im Vergleich zu PLA-Drucken weichere Konsistenz des von XYZprinting gelieferten Kunstharzes macht sich aber bei hohlen Objekten mit dünnen Außenwänden bemerkbar, die sich leicht eindrücken lassen. Gerade filigrane Details, wie etwa Zacken am von uns gedruckten eisernen Thron sind nicht sehr stabil und brechen direkt nach der Fertigstellung des Druckes leicht ab.

  • Der XYZ Nobel 1.0a hat einen großen Druckraum. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... auch kleinteilige Objekte können präzise gedruckt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über das LCD-Bedienfeld können wir Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ohne die Haube druckt das Gerät nicht. Das Harzbecken ist schnell sehr dreckig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • 500 ml Harz sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fertige Drucke kleben kopfüber an der Druckplatte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Software können wir mehrere Dateiformate importieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software kann automatisch Stützen generieren. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Objekte lassen sich drehen, skalieren oder verschieben.  (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Software zeigt Informationen zum Objekt und dessen Druckausmaße an. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)
Die Druckergebnisse sind exzellent, ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei der Entfernung unserer fertigen Drucke müssen wir stellenweise mit Hilfe des mitgelieferten scharfen Schabers ziemlich viel Gewalt anwenden, so fest sitzt das Werkstück an der metallenen Trägerplatte. Haftet das Druckstück einmal an der Platte, dann haftet es sehr stark. Bei diesen Entfernungsaktionen haben wir uns ein ums andere Mal den Schaber in unterschiedliche Teile der Hand gejagt. Feine Details unserer Drucke haben diese Prozedur nicht immer unbeschadet überstanden. Hier müssen Nutzer auf jeden Fall Geduld mitbringen und Vorsicht walten lassen.

Nach dem Druck entfernen wir mit Hilfe von Alkohol überschüssiges Harz von der Trägerplatte und reinigen damit auch den Harzbehälter. Das ist ab und an nötig, da sich Harzreste im Becken sammeln können; diese können zu Fehldrucken führen. Besonders an den Rändern neigt das Harz dazu, langsam fest zu werden und eine gummiartige Haut zu bilden. Da sich der Füllstandsensor am Rand des Behälters befindet, muss hier besonders achtgegeben werden, dass dieser nicht verklebt und dem Drucker falsche Füllstandswerte durchgibt. Das kann dazu führen, dass der Drucker denkt, die Wanne sei voll, obwohl sie leer ist - Fehldrucke sind die Folge.

Vorsicht bei der Entsorgung

Um den Harzbehälter zu reinigen, müssen wir erst das überschüssige Kunstharz entsorgen, was nicht unproblematisch ist: Da Kunstharz in der Regel umweltbelastende Lösungsmittel beinhaltet, können wir es nicht einfach in den Ausguss schütten oder in einem Behälter im Hausmüll entsorgen. Flüssiges Kunstharz muss stattdessen in den Sondermüll, was auch für unseren Spiritus gelten dürfte, der als Bad die fertigen Drucke von Harzresten befreit.

Ist das Kunstharz grob entfernt, müssen wir die Reste mit dem Schaber entfernen und dabei aufpassen, nicht die Silikonschicht am Boden des Behälters zu beschädigen. Verbleibendes Harz wird anschließend mit Alkohol entfernt - auch hier können wir nicht einfach die Lösung in den Ausguss schütten, sondern müssen sie bei einer geeigneten Stelle fachgerecht entsorgen lassen. Je nach Bundesland kann das Entsorgen von umweltschädlichen Stoffen Geld kosten. Ab und an sollte eine neue Harzwanne angeschafft werden, da nicht immer alle Harzreste zu entfernen sind und der Behälter entsprechend verklebt.

Verglichen mit einem PLA-Drucker ist der Wartungsaufwand beim Nobel aufgrund der Drucktechnik und des dabei verwendeten Kunstharzes weitaus aufwendiger und - bei Ignorierung der Umweltvorschriften - potenziell sogar schädlich für die Umwelt. Das Druckergebnis ist hingegen bereits bei niedriger Auflösung besser als bei PLA-Druckern. Das merken wir besonders an Überhängen, feinen Details und Rundungen. Das Benchmark-Schiff Benchie ist dafür ein gutes Beispiel: Die runden Öffnungen, das Loch für den Fahnenmast und die generelle Oberflächenstruktur sehen mit Kunstharztechnik einfach besser aus.

 XYZprinting Nobel 1.0a im Test: Wie aus einem GussKein Vergleich zwischen Lamborghini und VW Käfer 
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My1 02. Jun 2017

da wundert mich warum man das "starke zellgift" überhaupt trinkt... ich bin laie in dem...

bazoom 30. Mai 2017

Danke für die Infos und das Angebot mit dem Probedruck! So wichtig ist es nicht, ich...

wd.meyer 30. Mai 2017

Vermutlich wird ein 405 nm Laser verwendet? Gibt es Möglichkeiten an den...

My1 30. Mai 2017

wäre man interessant wie gut das teil mit extrem kleinen Lücken klarkommt... https://www...


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