Abo
  • IT-Karriere:

Xwayland: Erste Unterstützung von X.org auf Wayland

Mit einer ersten Version von Xwayland können für X.org entwickelte Anwendungen auf einem Wayland-Server gestartet und genutzt werden. Xwayland soll den Übergang von X.org zu Wayland erleichtern.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit Xwayland können X.org-Anwendungen auch unter Wayland gestartet werden.
Mit Xwayland können X.org-Anwendungen auch unter Wayland gestartet werden. (Bild: Tiago Vignatti)

Der Entwickler Tiago Vignatti hat eine erste funktionierende Version von Xwayland vorgestellt. Damit lassen sich native X.org-Anwendungen auch mit dem Grafikserver Wayland starten und nutzen. Xwayland ist als Modul des Compositing Managers Weston umgesetzt, der unter Wayland für das Rendern der Benutzeroberfläche verantwortlich ist.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld

In seinem Blog erklärt der ehemalige Nokia- und jetzige Intel-Entwickler Vignatti, dass Xwayland vor allem für die Übergangsphase beim Wechsel von X.org nach Wayland gedacht ist. Dazu habe er auch steinalte Standards wie EWMH und ICCCM implementiert. Damit sollen auch Anwendungen, die mit Motif, Xt oder GTK2 erstellt wurden, unter Wayland laufen, ohne dass die entsprechenden Toolkits auf Wayland portiert werden müssen.

  • Die Wayland-Architektur samt Xwayland
Die Wayland-Architektur samt Xwayland

Wird Weston gestartet, wird gleichzeitig ein Xwayland-Modul geladen. Das Modul erstellt ein X-Socket, über den sich Clients verbinden können. Meldet sich ein Client an, startet Weston einen Xserver, der sich dann um die Verwaltung der Clients kümmert. Der Xserver in Wayland wird nur dann gestartet, wenn er gebraucht wird. Damit bleibt der Speicherverbrauch gering, wenn gerade keine X.org-Anwendungen laufen. Außerdem startet Weston ohne zusätzliche Verzögerungen.

Xwayland bildet die Fenster der X.org-Anwendungen auf Wayland ab. Der Grafikserver samt seinem Compositing Manager kümmert sich um Fensterrahmen, das Minimieren und Maximieren von Fenstern und die Kommunikation zwischen Clients, etwa Copy-and-Paste. Diese Funktionen seien im aktuellen Xwayland weitgehend nutzbar, lediglich Drag-and-Drop funktioniere noch nicht, schreibt Vignatti.

Dabei verhalten sich eine X.org-Anwendung und eine direkt auf Weston gestartete Anwendung für den Wayland-Server gleichermaßen: Die Fenster werden in einer Pixmap im DRM-Puffer gespeichert. Das erledigt der Xwayland-Video-Treiber. Die Umwandlung zwischen X.org-Protokoll und Wayland verschwende nahezu keine Ressourcen, schreibt Vignatti.

Auch der Input funktioniere weitgehend gut, erklärt der Entwickler. Die Eingabe erfolgt über virtuelle Geräte, Tastatur und Maus lassen sich bereits nutzen. Noch werde an dem Mauscursor gearbeitet und die Übernahme eines Fensters per Mausklick (Grabbing) funktioniere auch noch nicht perfekt, schreibt Vignatti. Insgesamt sind die Basisfunktionen aber weitgehend brauchbar.

Aktuelle Versionen von Wayland können von den Git-Servern des Projekts heruntergeladen werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 80,90€ + Versand
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 289€

Kartoffel 16. Jun 2012

Auch dir noch mal danke, ich werde das Thema auch noch mal ergooglen. Ich meine aber mal...

delaytime0 15. Jun 2012

öhm.. öhm... $dummymode=true Ist das nicht das selbe? $dummymode=false Xorg-Grafikserver...

c0de 15. Jun 2012

Ja stimmt. Aber scheint besser zu werden: http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item...


Folgen Sie uns
       


Asus Prime Utopia angesehen

Asus zeigt auf der Computex 2019 eine Ideenstudie für ein neues High-End-Mainboard.

Asus Prime Utopia angesehen Video aufrufen
Black Mirror Staffel 5: Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten
Black Mirror Staffel 5
Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten

Black Mirror zeigt in der neuen Staffel noch alltagsnäher als bisher, wie heutige Technologien das Leben in der Zukunft katastrophal auf den Kopf stellen könnten. Dabei greift die Serie auch aktuelle Diskussionen auf und zeigt mitunter, was bereits im heutigen Alltag schiefläuft - ein Meisterwerk! Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Streaming Netflix testet an Instagram erinnernden News-Feed
  2. Start von Disney+ Netflix wird nicht dauerhaft alle Disney-Inhalte verlieren
  3. Videostreaming Netflix will Zuschauerzahlen nicht länger geheim halten

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
Final Fantasy 7 Remake angespielt
Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

  1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
  3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

    •  /