Xteink X3 im Test: Dieser winzige E-Reader passt in jede Tasche
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Das chinesische Unternehmen Xteink hat mit dem X3 einen extrem kompakten E-Reader im Angebot, der mit einer Displaydiagonale von nur 3,7 Zoll und einem Gewicht von lediglich 58 Gramm tatsächlich immer und überall hin mitgenommen werden kann.
Der X3 misst nur 97,6 × 63,7 × 5,1 mm (HxBxT) und ist in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich. Die Pixeldichte beträgt 259 ppi. Eine Displaybeleuchtung oder Touchfunktion gibt es allerdings nicht. Stattdessen werden alle Funktionen über Tasten gesteuert.
Sie sind, wie das gesamte Gerät, sehr gut verarbeitet und reagieren mit einem angenehmen Druckpunkt auf Betätigungen. Mit den Tasten links und rechts am X3 kann genauso geblättert werden wie mit dem rechten Tastenstreifen an der Vorderseite. Auf dem linken Streifen sind Funktionen für die Betätigung des Menüs hinterlegt.
Pogo-Pin statt USB-C
Eine etwas merkwürdige Design-Entscheidung ist, den Lade- und Datenanschluss in Form eines vierpoligen, magnetischen Pogo-Pins zu realisieren, statt einen USB-C-Anschluss zu verbauen. Wir begrüßen hingegen sehr, dass eine 16 Gigabyte große MicroSD-Karte mitgeliefert wird. Sie kann gegen bis zu 256 Gigabyte ausgetauscht werden. Eine WLAN-Verbindung kann der X3 ebenfalls herstellen.
Wem die Übertragung von Lesematerial über die Micro-SD-Karte zu umständlich ist, kann sein Gerät mit der Xteink-App koppeln und deren kostenlose Cloud-Sync-Funktion nutzen. Für die App ist zwar ein Nutzeraccount nötig, sie bietet aber als Begleit-App für den X3 einen durchaus großen Funktionsumfang.
Die wichtigste Funktion ist die Übertragung von E-Books, wobei die Dateiformate EPUB, TXT, PDF, MOBI, XTC, XTCZ, XTCH, XTH und XTG unterstützt werden. Erkennt die App, dass eine Datei umgewandelt oder angepasst werden muss, um auf dem X3 dargestellt werden zu können, wird das ebenfalls ausgeführt.
Anbindung an DRM-freie Onlinequellen
In unserem Test ging das allerdings mit einer Enttäuschung einher, als wir das PDF eines Golem-E-Papers umwandeln ließen und es auf dem kleinen Display zwar hübsch aussah, aber nicht lesbar war. Statt der erhofften dynamischen Zeilenumbrüche und verstellbarer Schriftgröße hatte das PDF einfach ein anderes Format und die Inhalte waren immer noch viel zu groß für den kleinen Bildschirm.
In der Smartphone-App wird neben weiteren Übertragungs- und Umwandlungsfunktionen, unter anderem für Bilder, auch eine Anbindung an DRM-freie Onlinequellen für E-Books geboten. Von uns hinzugefügte Quellen wie das Gutenberg-Projekt öffnen aber nur einen internen Browser, der auf die entsprechende Webseite führt.