• IT-Karriere:
  • Services:

XSS: Cross-Site-Scripting über DNS-Records

Eine besonders kreative Variante einer Cross-Site-Scripting-Lücke macht auf der Webseite Hacker News die Runde: Mittels eines TXT-DNS-Records lässt sich auf zahlreichen Webseiten Javascript einfügen.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Tanzende HTML-Elemente durch Cross-Site-Scripting
Tanzende HTML-Elemente durch Cross-Site-Scripting (Bild: Screenshot)

Es ist ein unscheinbarer Eintrag auf der Webseite Hacker News: Ein Link mit dem Titel "TXT Record XSS". Wer darauf klickte, wurde auf die Webseite eines Domainhändlers weitergeleitet - dabei wurde das Lied "Harlem Shake" abgespielt und die Bedienelemente der Webseite bewegten sich im Takt dazu. Inzwischen ist das Problem auf der verlinkten Webseite behoben, zahlreiche andere Webseiten, die DNS-Einträge anzeigen, sind jedoch ebenfalls betroffen.

Stellenmarkt
  1. neubau kompass AG, München
  2. bib International College, Paderborn

Ein harmloser Scherz, er weist aber auf ein Sicherheitsproblem hin: Die Webseite ist verwundbar für eine ganz besondere Variante einer Cross-Site-Scripting-Lücke, oft als XSS abgekürzt. Cross-Site-Scripting-Lücken treten immer dann auf, wenn es einem unbefugten Angreifer gelingt, Javascript im Kontext einer fremden Webseite auszuführen. Im vorliegenden Fall erfolgte der Angriff über einen Eintrag im DNS-Server.

DNS sieht den Record-Typ TXT vor, in dem sich beliebige Text-Inhalte unterbringen lassen. Das wird beispielsweise für das Anti-Spam-System SPF genutzt. In diesem Fall wurde dort ein HTML/Javascript-Code platziert, der Musik abspielt und die Bedienelemente tanzen lässt. Der Code wurde auf der betroffenen Webseite ungefiltert ausgegeben und somit im Browser des Seitenbesuchers ausgeführt. Insbesondere überall dort, wo Benutzer einen Account haben, können Cross-Site-Scripting-Lücken auch böswillig missbraucht werden.

Üblicherweise denkt man bei Cross-Site-Scripting-Lücken an direkte Nutzereingaben, etwa an die Daten aus Webformularen. Doch ähnliche Lücken können überall auftreten, wo eine Webseite Inhalte einbindet, über deren Herkunft sie keine Kontrolle hat. Webentwickler sollten bei fremden Inhalten immer HTML-Steuerzeichen (<, >, &) in deren HTML-Entities umwandeln. Grundsätzlich verhindern lassen sich XSS-Angriffe in modernen Browsern durch eine Technologie namens Content Security Policy - die ist allerdings noch wenig verbreitet.

Während die ursprünglich auf Hacker News verlinkte Webseite das Problem inzwischen behoben hat und die DNS-Einträge entsprechend korrekt angezeigt werden, gibt es zahlreiche weitere Seiten, die von demselben Problem betroffen sind und auf denen weiterhin Harlem Shake abgespielt werden kann. Über Wayback Machine lässt sich auch die ursprünglich verlinkte Webseite samt XSS aufrufen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 13,99€
  2. (u. a. Metrox: Exodus für 15,99€, Ancestors Legacy für 7,99€, Code Vein für 17,99€, Fade...
  3. 4,69€
  4. 14,49€

0xDEADC0DE 23. Sep 2014

Und da steht: Du sollst nicht pampig sein? Steht da auch: Du sollst nicht interpretieren...

Mauwowjkd 21. Sep 2014

Hallo, ich verstehe auch nicht ganz, wie du das meinst, dass die Browser ASCII-Codes von...

PHPGangsta 21. Sep 2014

Was ist an der News neu? 2010 hat das schon jemand gemacht und veröffentlicht: https...

wirehack7 20. Sep 2014

Pff, dig TXT jamiehankins.co.uk pff, nslookup...

a.nonymous 20. Sep 2014

OK, ich formuliere die Frage anders: Was sollen Strato oder Cloudflare nun deiner...


Folgen Sie uns
       


Geforce RTX 3070 - Test

Die Grafikkarte liegt etwa gleichauf mit der Geforce RTX 2080 Ti.

Geforce RTX 3070 - Test Video aufrufen
Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  2. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  3. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe

Next-Gen: Tolle Indiegames für PS5 und Xbox Series X/S
Next-Gen
Tolle Indiegames für PS5 und Xbox Series X/S

Kaum ein unabhängiger Entwickler hat Dev-Kits für PS5 und Xbox Series X/S - aber The Pathinder und Falconeer sind tolle Next-Gen-Indiegames!
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Raumschiffknacker im Orbit
  2. Rollenspiel Fans übersetzen Disco Elysium ins Deutsche
  3. Indiegames-Rundschau Einmal durchspielen in 400 Tagen

    •  /