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Xserve: Apple plant mit Nvidia wohl die Rückkehr auf den Servermarkt

Apple prüft ein Wiederbeleben seines Servers aus dem Jahr 2011. Doch der Prozessor ist bisher nicht verfügbar und man braucht Nvidia als Partner.
/ Achim Sawall
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Der Xserve von Apple (Bild: Apple)
Der Xserve von Apple Bild: Apple

Apple will wohl erstmals seit der Einstellung der Xserve-Reihe im Jahr 2011 wieder dedizierte Enterprise-Server anbieten. Das berichtet The Information(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Der geplante KI-Server soll sich an den Bereich KI-Inferenz richten, also das Ausführen trainierter KI-Modelle im Enterprise-Bereich.

Der Server soll mit zwei bis vier der geplanten M8-Ultra-Prozessoren angetrieben werden und Apple prüft Nvidias NVLink-Fusion-Technik, um die Prozessoren untereinander und mit Rechenzentrumsinfrastrukturen zu vernetzen. Dazu gab es laut The Information bereits Gespräche mit Nvidia. Der M8 soll einer der ersten Apple-Prozessoren sein, der im 1,4-nm-Verfahren (A14-Klasse) beim Auftragsfertiger TSMC hergestellt wird.

Das Projekt wurde laut den Insidern bereits vor rund einem Jahr gestartet und unter anderem vom damaligen Hardware-Chef und heutigen Chief Executive Officer John Ternus unterstützt.

Weder Apple noch Nvidia haben den Bericht offiziell kommentiert. Golem konnte die Informationen nicht unabhängig überprüfen.

Apple-Hardware schon wichtig für KI-Workloads

Der Smartphone-Entwickler aus Cupertino würde die Server an KI-Entwickler, Unternehmen und Regierungen verkaufen, um von der stark steigenden Nachfrage nach Rechenleistung zu profitieren, heißt es in dem Bericht weiter.

Von 2002 bis 2011 bot Apple den Server Xserve an, der mit Prozessoren von Intel und IBM betrieben wurde, doch Xserve konnte keine nennenswerten Marktanteile erzielen. Er startete 2002 mit PowerPC G4 und später G5-Prozessoren von IBM, bevor Apple im Jahr 2006 auf Intel-Xeon-Prozessoren umstieg. Trotz solider Hardware und dem UNIX-basierten Mac OS X Server blieb der Xserve ein Nischenprodukt.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Im dritten Geschäftsquartal 2026 von Apple stieg der Mac-Umsatz im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar und verzeichnete damit das stärkste prozentuale Wachstum aller Apple-Kategorien, einschließlich iPhone und Services. Offenbar haben KI-Labore und Entwickler Zehntausende Mac-Mini- und Mac-Studio-Computer angeschafft, um ihre Aktivitäten zu unterstützen. Ein neues Serverprodukt könnte auf diesen schnell wachsenden Markt abzielen. Apple hat im vergangenen Monat sein Mac-Portfolio mit den Chips M6, M5 Pro, M5 Max und M5 Ultra aktualisiert. Dabei wurde erklärt, dass der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte M6 eine bis zu viermal schnellere KI-Leistung bieten soll, während die leistungsstärkeren Chips auf Entwickler und professionelle KI-Workloads ausgerichtet seien.

Das neue Serverprodukt wäre jedoch frühestens 2029 verfügbar, sofern Apple dieses Vorhaben weiterverfolgt, heißt es in dem Bericht, da die kommerzielle 1,4-nm-Massenproduktion bei TSMC erst 2027/2028 die Marktreife erreichen wird.


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