Läuft auch mit anderen Linux-Distributionen

Wie bereits erwähnt, geben die Lautsprecher jetzt auch unter Ubuntu Töne von sich. Die Soundkarte läuft problemlos im HDA-Modus, da inzwischen der Treiber für den Chip ALC3263 von Realtek geladen wird. Auch die im Blogpost des Dell-Entwicklers Barton George erwähnten Patches, die für den Betrieb des Mikrofons benötigt werden, wurden offenbar in den offiziellen Linux-Kernel aufgenommen: Das Mikrofon funktioniert ebenfalls einwandfrei, selbst nach einem Update auf die aktuellere Version 3.13.0-52 vom 4. Mai 2015 des Linux-Kernels.

Beim ersten Start der Developer Edition werden wir aufgefordert, eine Sicherungskopie des Systems anzulegen. Wahlweise können wir sie auf einem USB-Stick installieren oder als ISO-Image auf der Festplatte ablegen. Uns fällt auf, dass Dell statt Firefox den Webbrowser Chromium als Standard gewählt hat. Mozillas Firefox muss nachträglich installiert werden. Für E-Mails ist weiterhin Thunderbird zuständig. Ansonsten gibt es kaum Anpassungen am ursprünglichen Ubuntu-System.

Noch Anpassungen nötig

Wir überprüfen noch die Leistungsaufnahme der Developer Edition. Das Hilfsprogramm TLP zur Optimierung der Leistungsaufnahme ist bereits vorinstalliert. Dennoch meldet Powertop schlechte Werte für zahlreiche PCI-Geräte. Die Leistungsaufnahme beträgt durchschnittlich 6,5 Watt, was für eine Akkulaufzeit von fünf bis sechs Stunden reicht. Wir ändern die Werte zunächst manuell in Powertop und erreichen dann einen Durchschnittswert von 4.1 Watt. Laut TLP-Entwickler Thomas Koch liegt das an der veralteten Version von TLP 0.4, die dort installiert ist. In der aktuellen Version 0.6 werden sämtliche Werte auf automatisch gesetzt. Sie lässt sich aus den PPA-Quellen nachinstallieren. Probehalber installieren wir noch die Laptop-Mode-Tools, die ebenfalls ohne Eingriffe sämtliche optimalen Einstellungen richtig einstellt. Allerdings hat unser aktuelles Testgerät einen Core-i5-5200U-Prozessor. Im Vorgänger war noch der Core i7-5500U. Beide haben einen maximalen Stromverbrauch von 15 Watt.

Zum Spielen anspruchsvoller 3D-Spiele reichen die Linux-Treiber für die in Intels Core i5-5200U und i7-5500U integrierte Grafikkarte HD Graphics 5500 auf unserem Testgerät indes nicht. Unter Ubuntu 14.04 mit Mesa 10.1.3 wird maximal OpenGL 3.0 unterstützt. Mit aktuelleren Kernel-Versionen gibt es immerhin schon OpenGL 3.3. Unter Windows ist längst OpenGL 4.0 samt DirectX 12 Standard.

Bios-Update ist unabdingbar

In dem Blogpost beschreibt Barton George, welche Hürden Anwender nehmen müssen, um aktuellere Versionen von Ubuntu und anderen Linux-Distributionen zu installieren. Für alle muss das oben erwähnte Bios-Update installiert werden. Wer jetzt ein Dell-XPS-13-Ultrabook kauft, muss das nicht nachholen. Alle anderen müssen das Update auf einen USB-Stick übertragen und es von dort ins Bios einspielen.

Mit dem aktuellen Bios lassen sich Ubuntu 14.10 mit Linux 3.16 und 15.04 mit Linux 3.19 ohne Anpassungen nutzen. Auch Fedora mit dem Linux-Kernel 4.0.1-300.fc22 dürfte inzwischen keine Probleme bereiten.

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 XPS 13 im Kurztest: Dells Ultrabook tönt jetzt auch unter LinuxVerfügbarkeit und Fazit 
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dx2 16. Mai 2015

Wenn ich PSR mit i915.enable_psr=1 aktiviere, zeigt powerstat im Schnitt 2.5 Watt an...

Bigfoo29 15. Mai 2015

Hi! Auch kein schlechtes Gerät. Danke! Allerdings fehlt da auf den ersten Blick der...

Benjamin_L 14. Mai 2015

Mag mir, der Jahre lang 4GB in seinem alten Rechner hatte und nie Probleme, jemand...

NativesAlter 14. Mai 2015

Auf die Gefahr hin jetzt was durcheinanderzuwerfen, aber konfiguriert man das Touchpad...



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