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Linux mit (un)erwarteten Problemen

Dell bietet die verschiedenen Generationen des XPS 13 seit Jahren auch als sogenannte Developer Edition an, die mit Ubuntu als Betriebssystem ausgeliefert wird, was auch für die aktuelle Version mit Kaby Lake gilt. Dementsprechend sollte es eigentlich keine Probleme damit geben, den Laptop mit Linux-Systemen zu verwenden, auch wenn das XPS 13 wie in unserem Fall mit Windows ausgeliefert wird.

Wenn die Festplatte nicht auftaucht

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Doch schon kurz nach dem Start des aktuellen Ubuntu 16.10 alias Yakkety Yak zeigt sich ein gravierendes Problem, das seit rund einem halben Jahr bekannt ist: Das Live-System findet keine Festplatte für eine eventuelle Installation. Der Grund dafür ist, dass die NVME-SSD im Raid-Modus genutzt wird. Dafür gibt es aber noch keine offiziellen Treiber im Linux-Kernel, so dass die SSD im AHCI-Modus gestartet werden kann.

Diese Art Fehler erregte zunächst bei den Yoga-Laptops von Lenovo für Aufsehen, da diese es nicht ermöglichten, in den AHCI-Modus zu wechseln. Lenovo hat die Funktion durch ein Firmware-Update aber nachgerüstet. In dem XPS 13 lässt sich der Modus dagegen leicht im UEFI umstellen.

Kleinigkeiten laufen mit Linux wie erwartet

Etwas irritierend ist, dass mit dem von uns genutzten Ubuntu das Display nicht vollständig über die Tasten zur Helligkeitssteuerung abgeschaltet werden kann. Auf niedrigster Stufe wird der Unity-Desktop weiter mit minimaler Hintergrundbeleuchtung dargestellt. Mit dem aktuellen Opensuse Tumblweed und KDE Plasma ist die niedrigste Stufe dagegen ein schwarzes Display.

Abgesehen davon ist die Linux-Unterstützung tatsächlich so gut wie erwartet. Das WLAN läuft ohne Probleme, ebenso wie der Sound und die Sondertasten, deren Standardfunktion wie bei Macs oder einigen anderen Laptops mit der F-Taste-Reihe auf dem XPS 13 standardmäßig "vertauscht" worden ist. Zudem wird die Hardwarebeschleunigung von HEVC mit 10-Bit-Farbtiefe von Intels Grafiktreiber unterstützt.

Auch der Betrieb eines zweiten Monitors oder etwa eines Beamers über den USB-C-Anschluss funktioniert reibungslos. Ein von uns getesteter Monitor wird über einen Display-Port-Adapter direkt erkannt. Wie unter Windows und MacOS gilt aber auch für Linux, dass die Nutzung von USB-C-Peripherie immer noch mit einigem Durcheinander verbunden sein kann, da hier vereinzelt seltsame Probleme auftreten könnten. Letzteres zeigte sich etwa in unserem Test von Asus' Zenbook 3.

Dass sich Dell beim XPS 13 aktiv um eine gute Linux-Unterstützung bemüht, zeigt sich auch daran, dass die Firmware des Geräts auch aus dem Linux-System heraus aktualisiert werden kann. Genutzt werden kann hierzu Fwupd mit den dazugehörigen Werkzeugen. Als einer von nur sehr wenigen Herstellern bietet Dell Firmware-Updates über den von Fwupd genutzten Linux Vendor Firmware Service an. Die Zusammenarbeit mit Dell ist sogar so gut, dass der Maintainer von Fwupd, Richard Hughes, den Kauf von Dell-Geräten empfiehlt.

Ein aus unserer Sicht schwerwiegendes Problem hat die Linux-Unterstützung trotz dieser guten Ausgangslage aber dennoch: die Leistungsaufnahme.

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EriboBo 14. Mär 2018

Hallo zusammen, ich habe auch ein massives Problem mit der WLAN Verbindung. Ich habe...

ms (Golem.de) 03. Mär 2017

Die Kollegen sind AFAIK dran.

tbone 27. Feb 2017

immernoch kein Termin für neue Boards mit fix fürs wahrscheinliche fiepen: http://de...

_Pluto1010_ 26. Feb 2017

Kann ich auch nur bestätigen. Wir haben eins von 2015 hier und das neue 13er mit...

Narancs 23. Feb 2017

Dann kennst du dich in der professionellen Musikproduktion nicht aus. Da, wo Software...


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