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Falsch beworbene Bildschirmhelligkeit

Auf besagten Bildschirm ist Dell offenbar nach wie vor stolz: Im ein bisschen euphemistisch als Spec Sheet bezeichneten Informationsmaterial bewirbt der Hersteller das XPS 13 als erstes und einziges Ultrabook mit Infinity-Display. Das hat einen besonders schmalen Rahmen von 7 mm, einzig unterhalb des Panels ist er mit 15 mm breiter. Das liegt an der Ansteuerungselektronik und an der passablen 720p-Webcam. Die sitzt links unten, was zu einer schrägen Froschperspektive führt - in Videokonferenzen immer wieder ein Quell der Freude für die Kollegen.

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Wie erwartet, basiert das Infinity-Display unseres Modells auf einem blickwinkelunabhängigen IPS-Panel (Sharp LQ133M1) mit Igzo-Transistoren. Dell verwendet eine Technik namens CABC (Content Adaptive Brightness Control), was für Messwerte wichtig zu wissen ist: Die maximale Helligkeit bei vollständig weißem Hintergrund wird erst nach ein paar Sekunden erreicht, denn der Bildschirm arbeitet kontextabhängig. Generell ist die Idee clever, weil sich die Leuchtdichte an den dargestellten Inhalten orientiert und so etwa die Laufzeit bei der Videowiedergabe erfahrungsgemäß signifikant steigert. CABC lässt sich nicht abschalten.

Nur rund 330 statt 400 Nits

Vorneweg: Die Panels kommen bei egal welcher Helligkeit ohne PWM bei der Hintergrundbeleuchtung aus. Das XPS 13 gibt es mit spiegelndem Touch-Display mit 3.200 x 1.800 Pixeln oder als mattes Full-HD-Pendant mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten; unser Modell nutzt das zuletzt genannte Display. Dell zufolge sollen beide Varianten eine maximale Helligkeit von 400 cd/m² erreichen, was keines der drei uns zur Verfügung stehenden FHD-Modelle mit LQ133M1-Panel schafft. Das Muster von Dell kommt auf durchschnittliche 330 cd/m² (358 cd/m² Spitze), das Arbeitsgerät eines Kollegen auf 321 cd/m² (347 cd/m² Spitze) und ein privates Modell auf 337 cd/m² (361 cd/m² Spitze).

Auch eine fehlerhafte Messmethodik bezweifeln wir, da Notebookcheck beim XPS 13 (9360) ähnliche Werte erreicht und das Vorjahresgerät (9350) mit dem gleichen LQ133M1-Panel ebenfalls bei weit unter 400 cd/m² landet. Zwar ist es schade und unnötig, dass Dell mit einer höheren Helligkeit wirbt, als das Ultrabook zumindest in der FHD-Variante schafft (die QHD+ hat Notebookcheck mit 392 cd/m² vermessen). Andererseits sind über 300 cd/m² im Alltag auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen nur selten ein Ärgernis.

Praktisch ist die Helligkeit ausreichend

Der Autor dieser Zeilen arbeitet seit Frühsommer 2016 mit Lenovos Thinkpad X1 Carbon v4, dessen Display mit durchschnittlich maximal 314 cd/m² wahrlich nicht besonders hell ist. Selbst bei fieser Xenon-Deckenbeleuchtung oder direkter Sonneneinstrahlung ist das Arbeiten noch möglich, die 330 cd/m² des 9360-Testmusters sind ergo zu verschmerzen. Allerdings ist dieser Wert heutzutage sehr mäßig: Apples Macbook Pro 13 mit Touch Bar (Late 2016) erreicht rund 520 cd/m² und damit fast zwei Drittel mehr.

Minimal leuchtet das XPS 13 (9360) übrigens mit 18 cd/m². Das ist wenig genug, damit es bei Dunkelheit nicht blendet und wir halbwegs ermüdungsfrei arbeiten können. Anstrengend ist das auf Dauer aber generell. Auch hier sei gesagt, dass das Macbook Pro 13 mit Touch Bar mit gerade einmal 6 cd/m² auf Wunsch deutlich weniger hell ist. Mit einem Kontrast von 1.327:1 erreicht das Ultrabook ebenfalls keinen Bestwert.

Wer vor der Wahl steht, ob es eine größere SSD oder doch ein schnellerer Prozessor wird, sollte sein Geld im Falle des XPS 13 (9360) definitiv in mehr Speicherplatz investieren.

 XPS 13 (9360) im Test: Wieder ein tolles Ultrabook von DellDer i7-Chip ist den Aufpreis nicht wert 
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EriboBo 14. Mär 2018

Hallo zusammen, ich habe auch ein massives Problem mit der WLAN Verbindung. Ich habe...

ms (Golem.de) 03. Mär 2017

Die Kollegen sind AFAIK dran.

tbone 27. Feb 2017

immernoch kein Termin für neue Boards mit fix fürs wahrscheinliche fiepen: http://de...

_Pluto1010_ 26. Feb 2017

Kann ich auch nur bestätigen. Wir haben eins von 2015 hier und das neue 13er mit...

Narancs 23. Feb 2017

Dann kennst du dich in der professionellen Musikproduktion nicht aus. Da, wo Software...


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