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XPS 13 (7390): Dell macht sein Convertible doppelt so schnell

Computex 2019
Das XPS 13 (7390) ist Dells runderneuertes Convertible: Die Kamera wandert wieder nach oben, die Tastatur nutzt Magnete und es gibt ein 4K-Display. Dank Ice-Lake-U-Quadcore samt bis zu 32 GByte RAM steigt die Geschwindigkeit drastisch, die passive Kühlung fehlt aber.
/ Marc Sauter
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Dells XPS 13 Convertible (7390) (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Dells XPS 13 Convertible (7390) Bild: Marc Sauter/Golem.de

Dell hat das XPS 13 Convertible (7390) vorgestellt, den Nachfolger des XPS 13 Convertible (9365) von 2017. Das 2-in-1-Gerät ist zwar weiterhin ein 360-Grad-Convertible, allerdings hat Dell das XPS 13 bis auf den eigentlichen Formfaktor durchweg überarbeitet: Neu sind das Display, die Kamera, der Prozessor, der Speicher, die Kühlung, der Akku, die Tastatur und einer der USB-C-Anschlüsse.

Mit 297 x 207 x 13 mm bei 1,32 kg ist das XPS 13 (7390) ähnlich kompakt wie das bisherige XPS 13 Convertible mit 304 x 199 x 13,7 mm bei 1,24 kg. Der Micro-SD-Kartenleser und das 3,5-mm-Klinken-Audio sind geblieben, die Öse für Noble-Schloss ist verschwunden; auch der seitliche Power-Button und die fünfstufige LED-Akku-Anzeige fehlen. Beide USB-C-Buchsen sind nun als Thunderbolt 3 ausgelegt und hängen an vier PCIe-Gen3-Lanes für volle Geschwindigkeit für externe Grafik (eGPU).

Dell XPS 13 (7390) – Hands on
Dell XPS 13 (7390) – Hands on (01:16)

Beim 13,4-Zoll-Display wirbt Dell mit einem etwas schlankerem Rahmen rund um das Panel herum. Statt im 16:9-Format lösen das nun im 16:10-Verhältnis auf, was im Arbeitsalltag aufgrund der zusätzlichen vertikalen Pixel angenehm sein dürfte. Das neue XPS 13 wird mit 1.920 x 1.200 oder mit 3.840 x 2.400 Bildpunkten angeboten, beide Varianten unterstützen Touch und sollen eine gute Helligkeit von 500 Candela pro Quadratmeter schaffen. Zumindest das niedriger auflösende Panel weist laut Dell eine Anti-Glare-Beschichtung auf, das mit 4K+ hingegen soll den DCI-P3-Farbraum zu 90 Prozent abdecken. Die winzige 720p-Webcam sitzt oberhalb mittig des Displays statt wie zuvor darunter.

Für die Tastatur übernimmt Dell die vom XPS 15 (9575) bekannte Maglev-Technik: Die Tasten werden nicht von einer Membran oder einer Feder zurückgeführt, sondern schnellen magnetisch wieder an ihre Position – daher Maglev (Magnetic Levitation). Zumindest beim XPS 15 ist der Hub ist extrem kurz, weshalb wir kein taktiles Feedback erhalten, da beim Tippen direkt hart durchgedrückt wird. Im Power-Button befindet sich ein Fingerabdrucksensor zur biometrischen Authentifizierung per Windows Hello, alle Tasten sind weiß hintergrundbeleuchtet. Das Precision-Trackpad mit Glasschicht ist altbekannt.

Im Inneren des Convertibles sind Intel gerade erst vorgestellte Ice-Lake-U-Chips verbaut: Im bisherigen XPS 13 stecken noch Kaby-Lake-Y -Prozessoren, also Dualcores mit 5 Watt. Die ICL-U hingegen sind Quadcores mit 15 Watt, überdies hat Intel die CPU- und die iGPU-Architektur überarbeitet. Dell spricht von der zweieinhalbfachen Leistung im Cinebench R15 nT, die das neue XPS 13 verglichen zum Vorgänger aufweisen soll. Statt einer passiven Kühlung gibt es aber zwei Lüfter, die jedoch aufgrund der Verdampfungskammer bei leichter oder kurzer hoher Last nicht drehen sollen.

Passend zu den Prozessoren verlötet Dell bis zu 32 GByte statt 16 GByte Speicher und zwar sehr schnellen LPDDR4-3733 statt LPDDR3-1866. Hinzu kommen NVMe-PCIe-Gen3-x4-SSDs mit bis zu 1 TByte statt zuvor bis zu 512 GByte, diese sind allerdings nun ebenfalls verlötet anstelle im M.2-Format gesteckt zu sein. Dafür steigt die Kapazität des Akkus von 46 Wattstunden auf 51 Wattstunden, was in einer Laufzeit von bis zu 16 Stunden statt bis zu 15 Stunden resultieren soll. Beim Test des bisherigen XPS 13 Convertible (9365) erreichten wir bei leichter Last und mittlerer Helligkeit von 150 cd/m² allerdings nur 10 Stunden. Das neue XPS 13 unterstützt Bluetooth 5 und 802.11ax-WLAN (WiFi 6) per AX1650-Modul.

In Nordamerika soll das XPS 13 Convertible (7390) ab Juli 2019 für 1.000 US-Dollar vor Steuern starten. Diese Konfiguration dürfte einen Core i3-1005 G1 mit 4 GByte Speicher sowie eine 256-Gbyte-SSD und das 1200p-Display umfassen, Windows 10 Home x64 ist vorinstalliert.

Core-Generationen (Client Mobile) von Intel im Überblick
Beispiel-Chip Fertigung CPU-Kerne + Grafik iGPU-µArch Launch
Arrandale Core i5-520UM 32 nm 2 + GT2 Gen5.75 2010
Sandy Bridge Core i5-2537M 32 nm 2 + GT2 Gen6 2011
Ivy Bridge Core i5-3427U 22 nm 2 + GT2 Gen7 2012
Haswell ULT Core i5-4300U 22 nm 2 + GT2, 2 + GT3 Gen7.5 2013
Broadwell U Core i5-5300U 14 nm 2 + GT2, 2 + GT3 Gen8 2014
Skylake U Core i5-6300U 14 nm 2 + GT2, 2 + GT3e Gen9 2015
Kaby Lake U Core i5-7300U 14+ nm 2 + GT2, 2 + GT3e Gen9.5 2016
Kaby Lake Refresh Core i5-8350U 14++ nm 4 + GT2, 4 + GT3e Gen9.5 2017
Cannon Lake U Core i3-8121U 10 nm 2 + GT2 (deaktiviert) Gen10 2018
Whiskey Lake U Core i5-8265U 14++ nm 4 + GT2 Gen9.5 2018
Ice Lake U Core i5-1035 G7 10+ nm 2 + GT2, 4 + GT2 Gen11 2019
Comet Lake U Core i5-10210U 14+++ nm 2 + GT2, 4 + GT2, 6 + GT2 Gen9.5 2019
Tiger Lake U Core i5-1135G7 10 nm Super Fin 4 + GT2 Gen12 (Xe) 2020
Alder Lake P (?) Intel 7 (10+++ nm) 6+8 + GT3 Gen12 (Xe) 2022

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