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XPS 10 und Surface: Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets

Zwei Hersteller von Windows-RT -Tablets haben die Preise ihrer Geräte gesenkt, für einige deutlich. Dell senkt die Preise direkt um ein Drittel und Microsoft gibt das ziemlich teure Type oder Touch Cover dazu. Die nächste RT-Generation soll sogar noch billiger werden.
/ Andreas Sebayang
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Dell senkt den Preis des XPS 10 auf 300 Euro. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
Dell senkt den Preis des XPS 10 auf 300 Euro. Bild: Nina Sebayang/Golem.de

Dell hat den Einstiegspreis seines Windows-RT-Tablets XPS 10 auf rund 300 Euro reduziert. Die Preissenkung gilt nicht nur in Deutschland, sondern auch beispielsweise in den USA, wo das Gerät ab 300 US-Dollar (ohne Steuern und Abgaben) zu haben ist. Als wir das XPS 10 testeten , lag der Preis für das 32-GByte-Modell noch bei 480 Euro.

Dell XPS 10 - Test
Dell XPS 10 - Test (02:35)

Damit sinkt der Preis auf immerhin zwei Drittel des ursprünglichen Preises. Wer 64 GByte Speicher haben will, bezahlt 50 Euro mehr. Das Tastaturdock samt Akku kostet 100 Euro extra. Preislich wird das ARM-basierte Windows-RT-Tablet damit wieder attraktiver im Vergleich zur Windows-8-Konkurrenz.

Atom-Tablets als Konkurrenz zu ARM-Tablets mit Windows

Anfang des Jahres hatte Asus das Vivo Tab Smart vorgestellt , das eine starke Konkurrenz zu den Windows-RT-Geräten ist. Es hat ein ähnliches Gewicht und eine ähnliche Akkulaufzeit wie die Windows-RT-Geräte. Großer Vorteil ist die Nutzung von Intels Atom, mit dem sich das deutlich flexiblere Windows 8 einsetzen lässt.

Asus Vivo Tab Smart ME 400 - Hands on (CES 2013)
Asus Vivo Tab Smart ME 400 - Hands on (CES 2013) (00:42)

Auch Microsoft senkt den Preis des Surface RT, allerdings nicht direkt. Derzeit wird das Tablet im Shop(öffnet im neuen Fenster) mit dem Touch- oder alternativ dem Typecover geliefert. Die sinnvolle Erweiterung schützt das Tablet und ist gleichzeitig eine Tastatur. Bisher hat Microsoft dafür einen recht hohen Preis von mehr als 100 Euro verlangt. Der Einstiegspreis für das Surface bleibt damit allerdings recht hoch: rund 480 Euro für die 32-GByte-Variante.

Nächste RT-Generation soll günstigen Android-Tablets Konkurrenz machen

Schon länger preisreduziert sind andere Windows-RT-Geräte. Samsungs Ativ Tab, das offiziell bereits aus dem deutschen Handel genommen wurde und wegen geringer Nachfrage gar nicht erst in den USA veröffentlicht wurde, wird von vielen Händlern zu einem Preis von etwa 400 Euro angeboten. Etwas teurer ist das Vivo Tab RT von Asus, das zwischen 400 und 500 Euro kostet. Das Gerät haben wir auch getestet , es kostete damals 700 Euro in der Basisversion.

Asus Vivo Tab RT und Windows RT - Test
Asus Vivo Tab RT und Windows RT - Test (04:34)

Die nächste Generation von Windows-RT-Tablets soll sogar noch günstiger werden. Digitimes ist sich sicher(öffnet im neuen Fenster) , dass noch im Juni die nächste Windows-RT-Generation angekündigt wird. Das 8-Zoll-Tablet von Microsoft mit Nvidias Tegra-SoC soll 250 bis 300 US-Dollar kosten. Damit würde Microsoft mit günstigen Android-Tablets konkurrieren.

Welcher Tegra verbaut wird, sagt Digitimes noch nicht. Zeitlich passen würde ein Gerät mit dem Tegra 4. In der Praxis gefielen uns bisher die Qualcomm-basierten RT-Tablets besser. Zwar ist die Grafikeinheit langsamer als die des Tegra 3, aber dafür ruckelt die Oberfläche vor allem bei Taskwechseln nicht so stark.

Interessant wird zu sehen sein, wer außer Microsoft noch weitere Windows-RT-Tablets auf den Markt bringen wird. Angesichts der Möglichkeit, ein Tablet auch mit einem Atom zu bestücken und damit Windows 8 zu verwenden, dürften viele Hardwareentwickler zu Windows 8 tendieren.

Gerade Samsung zeigte sich häufiger unglücklich über die Windows-RT-Situation . Die Südkoreaner wollen auf Windows 8 als Tabletplattform setzen . Microsoft kann den Markt allerdings steuern. Beispielsweise könnte Windows RT deutlich günstiger an Hardwarehersteller verkauft werden als Windows 8.


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