Abo
  • Services:

Xpient: Security-Berater hackt Kasse mit dem Smartphone

Die Kassenschublade lässt sich per unerlaubtem Fernzugriff ansprechen. Zwei Zeichen Hackercode reichen, um eine Kasse zu öffnen, die mit der Software des Herstellers Xpient läuft.

Artikel veröffentlicht am ,
An der Kasse bei Walmart in Phoenix, Arizona
An der Kasse bei Walmart in Phoenix, Arizona (Bild: Joshua Lott/Reuters)

Der Security-Experte Matt Bergin hat eine Lücke bei dem Kassensoftwarehersteller Xpient entdeckt, die es ermöglicht, durch das Senden eines kurzen Codes vom Smartphone Kassen zu öffnen. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf den Experten, der Security Consultant bei dem Unternehmen Core Security ist. Das Unternehmen hat den Bericht bestätigt.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. soft-nrg Development GmbH', Dornach

Zum Öffnen der Kasse sei nur das Senden von zwei Zeichen nötig, sagte Bergin der Zeitung. "Es war sehr trivial", so Bergin, der mit Reverse Engineering die Lücke fand. Er habe erwartet, in der Software eine verschlüsselte Schicht oder einen Passwortschutz zu finden, den er erst brechen müsse. Doch zu seiner Überraschung war dem nicht so. Die Kassenschublade habe sich ganz einfach öffnen lassen.

Xpient-Chef Christopher Sebes sagte der New York Times, dass das Unternehmen einen Patch bereitgestellt habe, den sich die Kunden herunterladen könnten. Laut Sebes sei der Angriff aber nicht möglich, wenn der Kassenbetreiber die Windows Firewall aktiviert hätte. Wer einfach die "No Sale"-Taste drückt, könne aber auch auf diesem Weg die Geldschublade jederzeit öffnen.

Im Juli 2012 wurde berichtet, dass Hacker EC-Kartendaten samt Geheimnummern an einem Gerät von Verifone auslesen können. Das Kartenlesegerät wurde von außen über die LAN-Verbindung angegriffen und Kartendaten sowie Geheimnummern kopiert. Damit ließen sich neue EC-Karten produzieren, um im Ausland Geld abzuheben oder im Internet einzukaufen.

Der IT-Experte Karsten Nohl von der Berliner Firma Security Research Labs sagte: "Der Kartenleser kann mittels Pufferüberlauf im Netzwerk-Stack angegriffen werden, um den Applikationsprozessor zu übernehmen. Der Angreifer bekam so Zugang zum Terminal und konnte den Applikationsprozessor, das Eingabefeld für die PIN und das Display kontrollieren und die PIN abfangen."

Der Angriff könne nur dann über das Internet erfolgen, wenn Public-IPs für solche Terminals vergeben werden, was praktisch nicht passiert. Nohl: "Wenn es aber gelingt, über das Internet irgendeinen Computer in dem Netzwerk zu hacken, dann können natürlich auch alle Kassenterminals gekapert werden."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Krakatau 23. Jul 2013

Letzte Woche hat jemand auf meinem Namen über die Netto-App für insgesamt 220 Euro...

Hu5eL 12. Jun 2013

Dachte der Datenaustausch sollte mittels verschlüsselung (private-key) durchgeführt...

itsame 08. Jun 2013

Nein kann man nicht. Die sind meistens Passwort geschützt. In der Regel gehen die nur bei...

itsame 07. Jun 2013

Vermutlich gab es Bufferoverflows. Die Kassen dachten es kommen normale EANs und dann...

DrIGGI 07. Jun 2013

Ich frage mich eher wie das mit nur 2 Zeichen gehen soll


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2)

In Teil 2 unseres Livestreams wächst nicht nur unsere Party, sondern es gibt auch beim Endkampf jede Menge Drama, Wut und Liebe im Chat.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 2) Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /