XPG Neonstorm: Adatas PCIe-5.0-SSD braucht eine Wasserkühlung
So langsam werden PCIe-5.0-SSDs auf dem Markt etabliert. Der Hersteller Adata hat zur Computex 2023 eine besonders ungewöhnliche SSD(öffnet im neuen Fenster) präsentiert. Unter der Marke XPG (Xtreme Performance Gear) kommt die wassergekühlte Neonstorm. Die Wasserkühlung besteht aus einem einzelnen Block, der Reservoir und Radiator, in diesem Fall zwei kleine Lüfter, enthält.
Die Neonstorm wird an ein PCIe-5.0-x4-Interface angeschlossen. Sie soll dadurch maximale Datenraten von 14 GByte/s im Lesen und 12 GByte/s im Schreiben erreichen. Das entspricht in etwa dem theoretischen Maximum der Schnittstelle von 14,5 GByte/s. Aktuelle Modelle mit Phison-E26-Controller sind merklich langsamer, wie etwa auch der Golem.de-Test der Crucial T700 Pro zeigt.
Selbst bei den etwas geringeren Datenraten von maximal 12.000 MByte/s drosseln SSDs ohne Kühllösung allerdings schnell herunter. Deshalb könnte die Wasserkühlung auf der Neonstorm tatsächlich auch einen praktischen Nutzen abseits der Ästhetik haben.
Die Frage nach der Praxisrelevanz
Die Frage ist allerdings auch, wie laut das Modul im Betrieb wird. Kleine Lüfter bedeuten meist auch hochfrequente und damit leicht hörbare Lärmpegel. So hohe Datenraten eignen sich generell eher für spezielle Szenarien, da damit auch ein höherer Leistungsbedarf einhergeht. Bei der Crucial T700 sind es etwa 11 Watt.
Adata verkauft die SSD im M.2-2280-Format mit Kapazitäten von bis zu 8 TByte. Allerdings äußerte sich der Hersteller zu Preisen und Verfügbarkeiten bisher nicht. Es ist davon auszugehen, dass das Modell sehr teuer sein wird. Schließlich kostet bereits das 2-TByte-Modell der Crucial T700 etwa 380 Euro – und das ganz ohne Wasserkühlung.
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