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Xperia XZ2 im Test: Sony erfindet das Xperia neu

Sony beschreitet mit dem Xperia XZ2 neue Wege. Vor allem äußerlich unterscheidet sich das neue Smartphone deutlich von den Vorgängern. Angereichert mit aktueller High-End-Hardware und einer vielversprechenden Kamera sollte dabei eines der derzeit besten Smartphones am Markt herauskommen. Der Test klärt, ob das geglückt ist.

Ein Test von Tobias Czullay/Areamobile veröffentlicht am
Sonys Xperia XZ2
Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)

Sony geht mit dem neuen Xperia XZ2 ein großes Risiko ein. Einerseits will der Hersteller Kritiker befrieden, die sich in den vergangenen Jahren am Design-Einerlei der Xperia-Smartphones sattgesehen haben. Andererseits läuft er dabei Gefahr, das zum Markenzeichen gewordene monolithische Design gegen Beliebigkeit einzutauschen und vor Fans sein Gesicht zu verlieren. Mit dem neuen Top-Smartphone im Test gelingt Sony ein bisschen etwas von beidem - aber der Neuanfang fordert auch Kompromissbereitschaft.

Inhalt:
  1. Xperia XZ2 im Test: Sony erfindet das Xperia neu
  2. Hardware und Software
  3. Die Kameras
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Entweder man liebt das Design der Xperia-Smartphones oder man hasst es - eine Meinung dazwischen gibt es nicht. Trotzdem oder gerade deswegen hat sich Sony in den vergangenen Jahren sehr zurückhaltend mit Änderungen am Erscheinungsbild der Smartphones gezeigt: Seit dem 2013 erschienenen Xperia Z sind sie vorne und hinten flach, kantig und schnörkellos. Dabei ging den Japanern offenbar immer Design über Komfort, sonderlich angenehm lagen die Geräte nämlich nie in der Hand. Vor allem bei den zuletzt veröffentlichten Modellen Xperia XZ und Xperia XZ1 bohren sich die harten Gehäuseecken mit der Zeit unangenehm in die Handinnenfläche.

Das Xperia XZ2 ist anders. Die aus Glas gefertigte Rückseite des neuen Smartphones ist nicht eben sondern kissenförmig, der Rahmen und die Ecken sind abgerundet. Hinzu kommt, dass Sony dem Schlankheitswahn abgeschworen hat und das Gehäuse auf eine Dicke von bis zu 11 Millimetern anwachsen lässt. Tatsächlich liegt das Xperia XZ2 dadurch wohlig in der Hand, allerdings ist es wie bei jeder unausgewogenen Diät: Zum größeren Bauch kommt auch mehr Gewicht dazu. Und das lässt sich beim Xperia XZ2 nicht wegdiskutieren, mit knapp 200 Gramm bringt es deutlich mehr auf die Waage als das Xperia XZ1 (+ 42 Gramm) und sogar etwas mehr als ein Samsung Galaxy S9 Plus (+ 8 Gramm). Das geht zulasten des Handlings, denn um an das obere Bildschirmende zu gelangen, muss man das Smartphone häufiger umgreifen. Das Tippen oder Wischen von Texten mit nur einer Hand wird indes zur Kraftprobe für den stützenden kleinen Finger.

Trotzdem weiß das Xperia XZ2 zu gefallen, Sonys neues Flaggschiff sieht schon wirklich schick aus. Die Glasrückseite weiß - vor allem in der türkisblauen Farbe - mit schicken Spiegeleffekten zu gefallen und steht dabei in Harmonie mit dem gleichfarbigen, aber eben matten Metallrahmen. Das Kameraauge, die dazugehörigen Sensoren, das Blitzlicht und den Fingerabdrucksensor hat Sony ordentlich in einer Reihe mittig aufgestellt, am Fußende prangt das Xperia-Logo. Für die Vorderseite hat sich der Hersteller ebenfalls die Kritik der Fans zu Herzen genommen und die Ränder ober- und unterhalb des Bildschirms verkleinert. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit 18:9-Display ist aber noch mehr davon vorhanden, was laut Sony der Stabilität des Xperia XZ2 zugute kommen soll. Dazu trägt auch der Einsatz von Gorillaglas 5 vorne und hinten bei, Stürze auf harte Oberflächen werden aber Spuren hinterlassen. Und wie es bei Smartphones mit Glas nun einmal so ist: Sie sehen durch Fingerabdrücke schnell schmuddelig aus.

  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
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Apropos Fingerabdruck: Der Fingerabdrucksensor befindet sich nicht in der Power-Taste rechts, sondern auf der Rückseite. Sony betont, der Positionswechsel sei eine reine Design-Entscheidung und nicht etwa der Tatsache geschuldet, dass die Xperia-Smartphones wegen eines Patentstreits nur dann in den USA verkauft werden dürfen, wenn ihre Fingerabdrucksensoren im Power-Button ab Werk deaktiviert sind. Dem Design ist die Sensorfläche hinten allerdings nicht wirklich zuträglich. Bei allen außer der schwarzen Ausführung sieht sie aus, als wäre sie aufgeklebt. Mit Sonys Abkehr vom länglichen Power-Knopf geht dem Smartphone außerdem ein Signaturmerkmal verloren, der neue ist nämlich keineswegs so charakteristisch wie noch bei den Vorgängern.

Auch bei der Bedienung des Fingerabdrucksensors ergeben sich Schwierigkeiten: Er ist fast bündig zum Glas und lässt sich nur mit viel Feingefühl ertasten, zudem befindet er sich so weit unten, dass der Zeigefinger gekrümmt werden muss, um ihn zu erreichen. Die Kameralinse hat die komfortablere Höhe und dürfte von daher automatisch vom Finger aufgesucht werden. Auf der Hand liegt, dass das Xperia XZ2 nun anders vom Tisch aufgehoben werden muss, wenn es über den Fingerabdrucksensor entsperrt werden soll.

Eine weitere fragliche Entscheidung, die Sony auf das neue Design zurückführt, ist der Verzicht auf den Klinkenanschluss - das Xperia XZ2 hat nur einen USB-C-Eingang. Auf die Nebeneffekte gehen wir weiter unten noch näher ein. Erhalten geblieben ist dem neuen Sony-Smartphone neben einem zweistufigen Kameraauslöser der Wasserschutz; wie die Vorgänger ist es nach IP65/68 zertifiziert.

Display-Größe und -Qualität

Fast vier Jahre hielt Sony an einer Displaydiagonale von 5,2 Zoll bei den Topmodellen fest, das Xperia XZ2 hat nun einen Bildschirm mit 5,7-Zoll-Diagonale. Wegen der schmaleren Ränder oben und unten sowie einer auf das 18:9-Seitenverhältnis gestreckten Anzeige ist das Smartphone dabei nur minimal länger als das Xperia XZ1. Die Auflösung bleibt fast gleich, der Hersteller passt sie mit 2.160 x 1.080 Pixel lediglich an das längliche Bildschirmformat an. Das Xperia XZ2 hat ein IPS-Panel, das in unserem Test eine Leuchtkraft von durchaus beeindruckenden 654 cd/m² erreicht. Die Blickwinkelstabilität ist gut, bei Smartphones mit AMOLED-Panel aber besser. Beim Xperia XZ2 lässt die Helligkeit vor allem an Kopf- und Fußende etwas nach, wenn es nach vorne oder hinten geneigt wird - die Ausleuchtung wirkt dann nicht mehr ganz gleichmäßig.

  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
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  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
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  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)

Wie der Vorgänger kann das Xperia XZ2 HDR-Inhalte anzeigen, beispielsweise Videos auf Netflix oder Amazon Video. Sony geht mit dem neuen Smartphone aber noch einen Schritt weiter und bietet ein HDR-Upscaling an, Inhalte mit kleinerem Dynamik- und Kontrastumfang werden also nahezu auf HDR-Qualität aufgebohrt. Tatsächlich wirken selbst hochskalierte Youtube-Videos außerordentlich farbenfroh und definiert in hellen und dunklen Bereichen. In dieser Hinsicht weiß das Display des Xperia XZ2 zu überzeugen, den Vergleich mit AMOLED-Displays muss Sony nicht scheuen.

Wer die Anzeige auf dem Smartphone nach seinen Vorstellungen anpassen möchte, der kann die Farbtemperatur über einen manuellen Weißabgleich in den Einstellungen justieren oder zu einem von drei vorgegebenen Farbprofilen greifen. Das Xperia XZ2 hat anders als das Xperia XZ1 und das neuere Mittelklasse-Smartphone Xperia XA2 übrigens einen nach Intensität justierbaren Nachtmodus, durch den - nach Wunsch auch zu festgelegten Zeiten - Blautöne aus der Darstellung gefiltert werden. Dem Xperia XA1 als bislang einzigem Sony-Smartphone mit einem solchen Modus wurde der mit dem Oreo-Update wieder herausgepatcht, weil er nicht den Qualitätsansprüchen des Herstellers entsprach. Für das neue Topmodell scheint er das richtige Maß gefunden zu haben.

Außerdem erwähnenswert ist an dieser Stelle das Ambient-Display, das es vorher bei noch keinem anderen Sony-Smartphone gab. Dabei werden für einen schnellen Überblick beim Anheben des Geräts die Uhrzeit und eingegangene Benachrichtigungen auf schwarzem Hintergrund dargestellt. Eine Interaktion ist aber nicht möglich, doppeltes Antippen führt nur zum Lockscreen. Ein weiteres, vor allem von den größeren Smartphones der Ultra- und Premium-Serien bekanntes Feature ist der Einhandmodus: Durch Wischen über die Navigationsleiste wird die Anzeige so verkleinert, dass jede Ecke bequem mit dem Daumen erreicht werden kann.

Hardware und Software 
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crustenscharbap 04. Apr 2018 / Themenstart

Soll ziemlich gut sein, es sei denn man nutzt die Kamera. Mehr dazu steht im Artikel.

Karmageddon 04. Apr 2018 / Themenstart

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Sony streicht die Klinkenbuchse...

narea 04. Apr 2018 / Themenstart

Aber man muss ja nicht immer alles Gute beibehalten, nicht wahr.

mister_a 04. Apr 2018 / Themenstart

Also, ich würde jemanden bewundern, der es schafft von der Mondrückseite aus - selbst...

Bautz 04. Apr 2018 / Themenstart

Dafür reichen sogar schon Mittelklasse-Kopfhörer um nen Unterschied zu hören. Gute...

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