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Die Kameras

Auf dem Mobile World Congress hat Sony zwar eine Dual-Kamera für Smartphones vorgestellt und erläutert wie sie funktioniert, im Xperia XZ2 kommt allerdings noch eine Knipse mit nur einem Auge zum Einsatz. Bitter für die einen, irrelevant für die anderen - was zählt, sind die Features und die Qualität der Fotos. Vor allem bei letzterem Punkt gab es in der Vergangenheit immer noch Luft nach oben bei den Xperia-Smartphones. Denn obwohl die Konkurrenz mitunter dieselben Kameramodule verwendet, patzte Sony stets bei der Software, die für die Nachbearbeitung der Fotos verantwortlich ist. Mit dem Xperia XZ2 wollen die Japaner nun zu den anderen Herstellern aufschließen - und das sehr selbstbewusst mit demselben Kameramodul, das bereits im Xperia XZ1 und im Xperia XZ Premium steckt.

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So bildet auch die Kamera des Xperia XZ2 Fotos mit maximal 19 Megapixel ab, der Sensor misst 1/2,3 Zoll, die Pixel sind 1,22 µm groß. Das Weitwinkelobjektiv mit f/2.0-Blende hat eine Brennweite von 25 Millimetern, eine optische Bildstabilisierung gibt es nicht. Mit an Bord ist außerdem wieder der zusätzliche DRAM-Speicherchip, der einerseits die Aufnahme von Fotos im Burst-Modus bei voller 19-Megapixel-Auflösung und andererseits das Anfertigen von Super-Slow-Motion-Videos mit 960 Bildern pro Sekunde möglich macht. Statt mit HD wie bei den Vorgängern kann das Xperia XZ2 diese Videos in extremer Zeitlupe nun in Full-HD speichern. Wie gehabt lässt sie sich während der Aufnahme nur für ein Zeitfenster von 0,2 Sekunden auslösen, wenn auch mehrmals in einem Video.

  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)

Da manuell ausgelöst wird, ist es bei einer solch kurzen Zeitlupe schwierig, den richtigen Moment zu erwischen - eine automatische Bewegungserkennung wie beim Galaxy S9 wäre hier hilfreich. Unterm Strich ist die Super-Zeitlupe des Xperia XZ2 ein cooles Feature, mit dem beeindruckende Ergebnisse erzielt werden können. Dabei ist aber sehr viel Glück nötig, für den gezielten Einsatz ist sie wegen des kurzen Zeitfensters nicht geeignet. Auch gilt es zu beachten, dass die Funktion deutlich mehr Licht als Fotos und herkömmliche Videos benötigt, Zeitlupenaufnahmen kommen also nur bei Tageslicht gut zur Geltung. In Innenräumen wird meist das Flackern des Kunstlichts sichtbar.

Das Xperia XZ2 soll aber noch mit einer weiteren Videofunktion für Aufsehen sorgen. So kann das Smartphone als erstes am Markt 4K-Aufnahmen mit HDR (BT.2020, 10-bit) anfertigen. Dabei wird der Kontrastumfang so erhöht, dass auch in zu hellen oder zu dunklen Bildbereichen noch Details zu erkennen sind. Grundsätzlich wirken die Aufnahmen allerdings etwas künstlich und fad gegenüber gewöhnlichen 4K-Videos - sowohl auf dem HDR-Display des Xperia XZ2 als auch auf einem Computermonitor. Hinzu kommt, dass nicht nur die Sucher-Anzeige bei einer 4K-HDR-Aufnahme ruckelt, sondern kurze Unterbrechungen bei Kameraschwenks auch auf das Videomaterial übertragen werden. Hinsichtlich der Dateigröße ergibt sich kein Unterschied zu normalen 4K-Videos.

Doch nun zur alles entscheidenden Frage: Wie schlägt sich das Xperia XZ2 in der Fotodisziplin? Ist die Sony-Kamera so gut wie bei der Konkurrenz? Die Antwort: Nach der zähen Aufholjagd in den vergangenen Jahren haben es die Japaner mit ihrem neuen Top-Smartphone endlich geschafft aufzuschließen. Noch immer lassen sich gelegentlich ein paar matschige Bereiche auf den Fotos ausmachen und das Rauschverhalten ist bei Galaxy S9 und Galaxy S8 besser. Belichtung, Kontrast, Farbwiedergabe und Weißabgleich sind aber so stimmig wie bei kaum einem anderen aktuellen Smartphone. Das gilt übrigens nicht nur für Aufnahmen bei Tage, Nachtszenen fängt das Xperia XZ2 ebenfalls extrem gut und detailreich ein - Samsung & Co. dürften da vor Neid erblassen.

  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
  • Sonys Xperia XZ2 (Bild: Areamobile)
Foto mit der Kamera des Xperia XZ2 aufgenommen (Bild: Areamobile)

Für einen Spitzenplatz reicht es allerdings noch nicht, Googles Pixel 2 holt noch mehr heraus. Ein bisschen Spielraum muss sich Sony wohl noch für die kommende Dual-Kamera lassen, die schließlich eine noch bessere Bildqualität liefern soll. Eine Linsenunschärfe in den Bildecken konnten wir anders als bei den Vorgängern übrigens nicht beobachten, Farb- und Lichtsäume sowie gelegentliche Vignettierungen allerdings schon. Verbesserungsbedarf besteht auch beim Autofokus - der ist zwar treffsicher, aber nicht so schnell wie Samsungs Dual-Pixel-Sensor. Zudem wird das Foto auf dem Sucher nach der Aufnahme immer etwas verzögert eingefroren, so dass der Eindruck entsteht, die Kamera habe zu spät ausgelöst. Im manuellen Modus wünschen wir uns eine längere Belichtungszeit als eine Sekunde und die Möglichkeit, Fotos im RAW-Format zu sichern.

3D-Selfies sind Sonys Antwort auf die Animoji

So gut die Hauptkamera ist, so sehr enttäuscht uns dann allerdings die Frontkamera. Sie wurde vom Hersteller zumindest bei der Auflösung gegenüber dem Vorgänger beschnitten, statt mit 13 Megapixel löst sie Selfies nur noch mit 5 Megapixel auf. Die Selbstporträts warten dann mit übertriebener Schärfe und nicht immer richtig sitzendem Fokus auf, zudem wirken sie vergleichsweise blass. Dafür entschädigt Sony mit einem neuen Feature, das zumindest aus technischer Sicht schlichtweg beeindruckend ist: dem 3D Creator.

Diese Modellierungssoftware kann - anders als noch beim Xperia XZ1 - nicht nur mit der Hauptkamera, sondern eben auch mit der vorderen Kamera für dreidimensionale Selfies genutzt werden. Dazu muss das Smartphone nach Bildschirmanweisung um den Kopf herum bewegt werden: Zuerst auf einer horizontalen Achse für die grobe Modellierung des Kopfes, dann nach Belieben zur Aufnahme der Haut- und Haar-Texturen.

Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn mit einem Auge dem Smartphone zu folgen und es im immer gleichen Abstand um den Kopf herum zu bewegen, ohne dabei sich selbst zu bewegen oder die Mimik zu verändern, ist extrem schwierig. Außerdem darf die Textur-Aufnahme nicht zu lange ausgeführt werden, wegen der Gefahr, dass wir uns dabei zu viel bewegen. Wird sie hingegen zu kurz ausgeführt, dann sieht das Modell unfertig aus. Wir haben in zehn Versuchen nur ein halbwegs brauchbares 3D-Selfie erzeugen können. Eher von Erfolg gekrönt ist es da, wenn eine andere Person den Scan übernimmt.

Für die weitere Nutzung des 3D-Modells bietet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten: Es kann über einen 3D-Drucker ausgedruckt werden, in sozialen Netzwerken geteilt oder per Mail für die Weiterbearbeitung in einem 3D-Programm verschickt werden. Weiter lässt sich ein Scan - auf leider sehr drögem Hintergrund - als ein sich langsam um die eigene Achse drehendes Live-Wallpaper festlegen. Die Selfies eignen sich dafür aber nur bedingt, immerhin wird dabei nur der halbe Kopf aufgenommen.

Ziemlich spannend und gleichzeitig völlig plemplem ist die Einbindung in Sonys Kamera-Software: Der aufgenommene 3D-Kopf lässt sich auf ein animiertes Modell pappen, das dann in frei wählbarer Pose als Augmented-Reality-Wesen auf einem Foto - oder noch schlimmer: Video - herumlungert. Diente den Japanern für diesen völlig abgedrehten Effekt Meister Eder und sein Pumuckl als Inspiration? Die eingescannten 3D-Modelle lassen sich auch für statische Sticker kostümieren, in Pose werfen und mit Sprechblasen versehen, um dann per Messenger an Menschen mit Humor verschickt zu werden. Ein in lasziver Pose liegender, vollbärtiger Redakteur im Teletubbie-Kostüm vor Hippie-Wallpaper? Mit dem Xperia XZ2 muss das kein Traum bleiben!

 Hardware und SoftwareVerfügbarkeit und Fazit 
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crustenscharbap 04. Apr 2018

Soll ziemlich gut sein, es sei denn man nutzt die Kamera. Mehr dazu steht im Artikel.

Karmageddon 04. Apr 2018

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Sony streicht die Klinkenbuchse...

narea 04. Apr 2018

Aber man muss ja nicht immer alles Gute beibehalten, nicht wahr.

mister_a 04. Apr 2018

Also, ich würde jemanden bewundern, der es schafft von der Mondrückseite aus - selbst...

Bautz 04. Apr 2018

Dafür reichen sogar schon Mittelklasse-Kopfhörer um nen Unterschied zu hören. Gute...


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