Xpeng will sich durch die Technik abheben
Noch ist die Markenbekanntheit von Xpeng in Deutschland gering. Auf die Frage, was Menschen mit seiner Marke in Verbindung bringen sollen, antwortet Gründer und CEO He Xiaopeng: "Wir sind ein High-Tech-Unternehmen."
Der Softwareentwickler hat bereits mehrere Unternehmen gegründet, bevor er 2014 in Guangzhou mit Xpeng startete. Nach München hat das Unternehmen seinen humanoiden Roboter Iron und sein VTOL-Flugobjekt Aridge samt Transportfahrzeug mitgebracht. In spätestens zehn Jahren sollen autonome Autos und Roboter das Normalste der Welt sein, schildert er im Gespräch seine Vision.
Autonom fahren
Das Unternehmen setzt die Modelle seiner eigenentwickelten künstlichen Intelligenz bei Iron, dem zweisitzigen Aridge sowie seinen Autos ein. Das Vision-Language-Action-System verzichtet auf das Labeling erkannter Objekte und arbeitet ohne Kartenmaterial.
In Guangzhou testet Xpeng seinen großen SUV GX als Robotaxi im Level 4 mit der künstlichen Intelligenz. Bislang können nur Mitarbeiter Fahrten buchen.
Die Ultra-Version des L03 nutzt drei selbstentwickelte Turing-AI-Chips: einen für das Infotainment, zwei für die Fahrassistenten. Die Chips haben eine Rechenleistung von jeweils 750 Tera-Operationen pro Sekunde.
Xpeng will mit dieser Hardware der erste Hersteller werden, der weltweit Fahrfunktionen im Level 2++ anbietet. Für Deutschland muss das Kraftfahrtbundesamt dazu die DCAS-Regelung UN R171 der Vereinten Nationen umsetzen. Xpeng rechnet für Anfang 2027 damit. Im Level 2++ sind automatisierte Fahrten vom Startpunkt bis zum Zielpunkt durch die Stadt und auf der Autobahn möglich. Allerdings bleibt, wie immer im Level 2, der Fahrer in der Verantwortung.
Fahrassistenten
Die Basismodelle vom L03 kommen nur mit zwei Turing-AI-Chips. Damit bietet der sogenannte Xpilot insgesamt 13 Assistenzsysteme (ADAS), darunter Notbrems-, Totwinkel- und Spurwechselassistenten, einen Kollisions- und Querverkehrswarner sowie einen Türöffnungswarner. Natürlich gehört ein adaptiver Abstandstempomat ebenfalls zum Level 2-Angebot.
In München gab es keine Möglichkeit, den L03 zu fahren. Doch eine Sitzprobe mit einer Routenplanung von München nach Hamburg zeigt, wie schnell der Turing-AI-Chip den Wunsch umsetzt. Innerhalb weniger Sekunden zeigt der 15,6 Zoll große Bildschirm die Route inklusive der drei Ladestopps. Die Belegung der Ladesäulen und das Serviceangebot an der Station werden ebenfalls angezeigt.
In Europa arbeitet Xpeng bei der Routen- und Ladeplanung mit Google Maps. Ist eine Navigation aktiv, wird in der kalten Jahreszeit die Batterie rechtzeitig aufgewärmt.
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