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Xpeng G6 im Praxistest: Auch unter realistischen Bedingungen ein Lademonster

Xpengs überarbeiteter G6 lädt schnell – im Alltag aber nicht so schnell, wie der Hersteller sagt. Für die Langstrecke eignet sich der SUV dennoch.
/ Tobias Költzsch
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Der Xpeng G6 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Xpeng G6 Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Xpeng G6 im Praxistest: Auch unter realistischen Bedingungen ein Lademonster
  2. Infotainmentsystem immer noch mit merkwürdigen Übersetzungen
  3. Viel Platz auf der Rückbank – und Business-Class-Funktion
  4. Starke Straßenlage auch bei hohen Geschwindigkeiten
  5. Fahrassistent mag keine schnellen Scheibenwischer
  6. Schnelles Laden auch im Winter dank Akkuvorkonditionierung
  7. Verfügbarkeit und Fazit: Xpeng G6

Chinesische Automobilhersteller übertrumpfen einander oft mit Ladegeschwindigkeiten: Erst kürzlich kündigte BYD den Deutschlandstart seiner Denza-Limousine an, die an speziellen Ladestationen mit bis zu 1.500 kW lädt. Xpeng liegt bei der Facelift-Version seines G6 mit offiziell bis zu 451 kW zwar deutlich darunter, schnell ist das verglichen mit anderen Herstellern aber immer noch.

Bei derartigen Ladegeschwindigkeiten denke ich sofort an die Langstrecke. Wer schnell laden kann, kommt schneller an – und eines der Hauptargumente gegen Elektroautos im Vergleich mit Verbrennern wird immer weniger aussagekräftig. Tatsächlich zeigt sich, dass der G6 ein hervorragendes Langstreckenauto mit schnellen Ladezeiten ist. Die angepriesenen 451 kW sind im normalen Alltag allerdings nicht erreichbar. Einige Kritikpunkte an der vorherigen Version hat Xpeng ebenfalls noch nicht ausgebügelt.

Zum Test stand mir die Allradversion des G6(öffnet im neuen Fenster) (AWD Performance) zur Verfügung, ein SUV mit einer Leistung von 358 kW, einer Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h, einer Beschleunigung von 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h und einem 80-kWh-Akku. Der Wagen kostet 51.600 Euro und kommt in Vollausstattung. Die Allradversion kann mit bis zu 451 kW laden, von der Heckantriebsversion gibt es auch eine Variante mit 67,8-kWh-Akku und maximaler Ladeleistung von 382 kW.

Crossover mit nicht allzu steilem Heck

Das Elektroauto ist ein recht wuchtiger Crossover-SUV mit flach abfallendem Heck und großem Panoramafenster im Dach. Xpeng wird ein Hang zu Teslas Designs nachgesagt, im direkten Vergleich finde ich allerdings zahlreiche Unterschiede zum Model Y. Die Front mit der Lichtleiste und den darunter angebrachten Scheinwerfern gefällt mir besser als bei Tesla, zudem wirkt der G6 nicht so "knubbelig". Sprich: Die Linienführung gefällt mir besser.

Xpeng G6 im Praxistest
Xpeng G6 im Praxistest (03:03)

Der Innenraum ist schlicht, hier fällt mir in der Tat eine Parallele zu Tesla auf: Buttons fehlen. Auch beim G6 muss ich Einstellungen und Funktionen über das Display in der Mitte auswählen. Das flüssig laufende Betriebssystem erinnert mich durchaus an Elon Musks Autos, vor allem die Liveanzeige des Verkehrs um mich herum. Allerdings läuft sie beim G6 etwas weniger flüssig als bei Teslas Autos.

Der G6 hat neben dem 15,6 Zoll großen Bildschirm in der Mitte ein 10,25 Zoll großes Fahrinformationsdisplay. Auf ihm werden alle relevanten Informationen angezeigt. Ich habe allerdings in meinem Test keine Möglichkeit gefunden, die Inhalte zu konfigurieren. So wurden mir Navigationsdetails immer nur sporadisch angezeigt, etwa in Abbiegesituationen.

Das Infotainmentsystem läuft flüssig und ist übersichtlich aufgebaut. Zwei Anwendungen lassen sich gleichzeitig auf dem zentralen Bildschirm verwenden, die Grenze zwischen den Anwendungen kann ich selbst einstellen. So ist es etwa möglich, die Navigation in Groß und Spotify in Klein anzeigen zu lassen.


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