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Verfügbarkeit und Fazit: Xpeng G6

Der von mir getestete Xpeng G6 AWD Performance mit 80-kWh-Akku und 358 kW kostet in Vollausstattung 51.600 Euro. Das Modell RWD Long Range mit gleicher Ausstattung und gleich großem Akku, aber Heckantrieb und einer Motorleistung von 218 kW kostet 47.600 Euro.

Das Einsteigermodell RWD Standard Range hat einen Akku mit 67,8 kWh und eine Leistung von 185 kW und kostet 43.600 Euro. Die Ausstattung ist den beiden anderen Modellen sehr ähnlich, es fehlen aber der Spurwechselassistent und die Massagesitze, zudem sind die Sitze aus Kunstleder statt aus Nappaleder. Xpeng gibt beim Kauf eines G6 aktuell einen Rabatt von 2.500 Euro, unabhängig von der Ausstattungsvariante.

Fazit

Der neue G6 ist ein großes Elektroauto, das gut verarbeitet ist und reichlich Komfortfunktionen bietet. Der Akku ist mit 80 kWh ausreichend groß, wenngleich es Konkurrenzmodelle mit größeren Batterien gibt. Von den technischen Daten sticht die Ladeleistung hervor: Mit 451 kW ist sie sehr hoch, auch wenn das womöglich nur ein theoretischer Wert ist.

Der G6 lädt dank immer noch hoher Ladeleistung und einer guten Ladekurve immer noch schnell, mir wäre es aber zugegebenermaßen lieber, wenn Autohersteller im Marketing von diesen wenig aussagekräftigen Maximalwerten wegkommen würden.

Vor allem bei Geschwindigkeiten um die 130 km/h ist der G6 ein exzellentes Langstreckenauto. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Verbrauch natürlich an; dank der schnellen Ladezeiten ist das aber ein kleineres Problem als bei anderen Elektroautos. Der Komfort ist dank Massagesitzen, viel Platz und einem guten Fahrassistenten hoch.

Perfekt ist der G6 aber nicht, wobei die Probleme eher die Software betreffen – was ich eigenartig finde bei einem Autohersteller, der sich die Softwareentwicklung auf die Fahnen geschrieben hat. Die Übersetzungsfehler sind teilweise haarsträubend, mitunter führen die Übersetzungen auch zu Missverständnissen. Xpeng hat seine Software im Vergleich zum vorigen Test zwar verbessert, es ist aber immer noch Luft nach oben. Doch immerhin wurde ein nerviger Bug direkt ausgebessert.

Angesichts des Preises von 51.600 Euro beziehungsweise 47.600 Euro für die baugleiche Version mit weniger Leistung bietet der G6 von der Hardware deutlich mehr fürs Geld als die Konkurrenz. Teslas Model Y kostet in der technisch vergleichbaren Premium-Version mit Allradantrieb 50.970 Euro, nicht inkludiert sind aber Extras wie Massagesitze.

Der von der Bauform vergleichbare Skoda Enyaq kostet in der Version 85x mit Allradantrieb 54.310 Euro, wobei die Motorleistung geringer ist. Zudem kommt die Grundversion ohne die Extras, die im G6 bereits inkludiert sind. Kias EV6 kostet mit Allrad und 239 kW ab 53.990 Euro, ebenfalls mehr als der G6 – und ohne dessen Komfortfunktionen.

Der GLB von Mercedes Benz kostet in der Grundversion knapp 50.780 Euro, allerdings mit kleinerem Akku, weniger Leistung und weniger Ausstattung. Die eher vergleichbare Version mit Allradantrieb und 85-kWh-Akku hat immer noch weniger Motorleistung und eine weniger gute Ausstattung und kostet 59.000 Euro.

Somit stellt der G6 eine preislich attraktive Alternative bei größeren Elektro-SUVs dar – allerdings mit verbesserungswürdiger Software. 2025 hat Xpeng in Deutschland 3.000 Autos zulassen können; 2026 will das Unternehmen diese Zahl auf 8.000 vergrößern. Die Software sollte sich der chinesische Hersteller aber in jedem Fall noch einmal anschauen.


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