Der von mir getestete Xpeng G6 AWD Performance mit 80-kWh-Akku und 358 kW kostet in Vollausstattung 51.600 Euro. Das Modell RWD Long Range mit gleicher Ausstattung und gleich großem Akku, aber Heckantrieb und einer Motorleistung von 218 kW kostet 47.600 Euro.
Das Einsteigermodell RWD Standard Range hat einen Akku mit 67,8 kWh und eine Leistung von 185 kW und kostet 43.600 Euro. Die Ausstattung ist den beiden anderen Modellen sehr ähnlich, es fehlen aber der Spurwechselassistent und die Massagesitze, zudem sind die Sitze aus Kunstleder statt aus Nappaleder. Xpeng gibt beim Kauf eines G6 aktuell einen Rabatt von 2.500 Euro, unabhängig von der Ausstattungsvariante.
Der neue G6 ist ein großes Elektroauto, das gut verarbeitet ist und reichlich Komfortfunktionen bietet. Der Akku ist mit 80 kWh ausreichend groß, wenngleich es Konkurrenzmodelle mit größeren Batterien gibt. Von den technischen Daten sticht die Ladeleistung hervor: Mit 451 kW ist sie sehr hoch, auch wenn das womöglich nur ein theoretischer Wert ist.
Der G6 lädt dank immer noch hoher Ladeleistung und einer guten Ladekurve immer noch schnell, mir wäre es aber zugegebenermaßen lieber, wenn Autohersteller im Marketing von diesen wenig aussagekräftigen Maximalwerten wegkommen würden.
Bild 1/40: Der Innenraum des G6 ist schlicht, die Materialien sind gut. Harter Kunststoff findet sich erst unterhalb der Knie, die Oberflächen darüber sind unterschäumt und mit Ziernähten versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/40: Der digitale Rückspiegel ist sinnvoll, da die Heckscheibe des G6 sehr klein ist. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/40: Der G6 hat als modernes Auto zahlreiche Fahrassistenzsysteme. Der Müdigkeitswarner lässt sich durch simuliertes Gähnen leicht auslösen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/40: Die Sitze der Performance-AWD-Version sind aus Nappaleder und haben eine Heizung und Lüftung. Platz ist im G6 reichlich, auch für Stauraum ist gesorgt. Ein Handschuhfach gibt es aber nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/40: Der G6 hat keine Buttons, der Scheibenwischer und das Fernlicht lassen sich aber über einen Lenkradhebel bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/40: Der rechte Hebel hinter dem Lenkrad dient der Gangwahl und der Einstellung des Tempomaten und Fahrassitenten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/40: Gleich zwei Ladepads für Smartphones gibt es; das linke dient als NFC-Reader für eine Schlüsselkarte, die als Zweitschlüssel fungiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/40: Unter der breiten Mittelkonsole mit Staufach befindet sich eine zusätzliche Ablage. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/40: Das Lenkrad erinnert von den Bedienelementen an die von Tesla. Die Rädchen und Knöpfe sind teilweise je nach Nutzungsszenario unterschiedlich belegt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/40: Die Rückbank des G6 ist bequem und bietet großzügigen Platz. Die Rücksitze haben auch Sitzheizungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/40: Die Türen werden über einen kleinen, runden Button geöffnet. In der Ablage der Türen ist eine Notentriegelung versteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/40: Die Klimaanlage der Rücksitze lässt sich komplett deaktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/40: Die Bein- und Kopffreiheit auf der Rückbank sind gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/40: Der Xpeng G6 hat ein großes Panoramadach ohne Rollo. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/40: In den Kofferraum passen 571 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/40: Bei umgeklappter Rückbank können Nutzer 1.374 Liter unterbringen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/40: Unter dem Kofferraumboden befindet sich weiterer Stauraum. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/40: Die Vordersitze lassen sich auf Knopfdruck beim G6 komplett nach hinten klappen. Gedacht ist das für einen Matratzenaufsatz. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/40: Allerdings können auch Passagiere auf der Rückbank auf diese Weise bequem reisen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/40: Der Xpeng G6 lädt auf dem Papier mit 451 kW, in der Praxis wird diese Ladgeschwindigkeit aber nicht erreicht. Dank guter Ladekurve lädt der Wagen trotzdem schnell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/40: Hinter dem Lenkrad ist ein 10,25 Zoll großes Fahrdisplay eingebaut, das alle wichtigen Informationen anzeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/40: Das Display in der Mitte des Armaturenbretts ist 15,6 Zoll groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/40: Das Navigationssystem zeigt Livedaten vom Verkehr und von Ladestationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/40: Für die Ladeplanung können Nutzer ihre bevorzugten Anbieter auswählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/40: Das Navi zeigt geplante Routen zunächst ohne Ladestopps an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/40: Auf Knopfdruck können Nutzer Ladestopps hinzufügen. In den Einstellungen lässt sich auch auswählen, mit wie viel Prozent der Fahrer an der Ladesäule und am Ziel ankommen möchte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/40: Der G6 hat einige Apps vorinstalliert, etwa Spotify oder einen Browser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/40: Während Ladepausen können Nutzer sich entspannen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/40: Die Klimasteuerung erfolgt über die Tasten am Lenkrad oder ein kleines Menü am unteren Bildschirmrand des Infotainmentdisplays. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/40: Das vollständige Klimamenü muss in der Regel nicht aufgerufen werden, der Automatikmodus funktioniert gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/40: Etwas umständlich ist die Aktivierung der Sitzheizung der Rücksitze: Das geht nur über das Infotainmentdisplay oder per Spracheingabe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/40: Der G6 hat in der mittleren und der Top-Ausstattung Massagesitze für Fahrer und Beifahrer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/40: Die Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand lässt sich individualisieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/40: Das Menü bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, auch was den Fahrsound betrifft. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/40: Der Sprachassistent funktioniert in unserem Test gut, wenngleich er in den Formulierungen manchmal etwas pingelig ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/40: Beim Abbiegen zeigt der G6 ein Kamerabild des toten Winkels an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/40: Der Xpeng G6 ist ein wuchtiger SUV mit reichlich Komfortausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 38/40: Das Heck fällt nicht so steil ab wie bei anderen SUVs. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 39/40: Die Front hat eine Lichtleiste, in der auch die Blinker eingebaut sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 40/40: Die Verarbeitung der Karosserie ist hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Vor allem bei Geschwindigkeiten um die 130 km/h ist der G6 ein exzellentes Langstreckenauto. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Verbrauch natürlich an; dank der schnellen Ladezeiten ist das aber ein kleineres Problem als bei anderen Elektroautos. Der Komfort ist dank Massagesitzen, viel Platz und einem guten Fahrassistenten hoch.
Perfekt ist der G6 aber nicht, wobei die Probleme eher die Software betreffen – was ich eigenartig finde bei einem Autohersteller, der sich die Softwareentwicklung auf die Fahnen geschrieben hat. Die Übersetzungsfehler sind teilweise haarsträubend, mitunter führen die Übersetzungen auch zu Missverständnissen. Xpeng hat seine Software im Vergleich zum vorigen Test zwar verbessert, es ist aber immer noch Luft nach oben. Doch immerhin wurde ein nerviger Bug direkt ausgebessert.
Angesichts des Preises von 51.600 Euro beziehungsweise 47.600 Euro für die baugleiche Version mit weniger Leistung bietet der G6 von der Hardware deutlich mehr fürs Geld als die Konkurrenz. Teslas Model Y kostet in der technisch vergleichbaren Premium-Version mit Allradantrieb 50.970 Euro, nicht inkludiert sind aber Extras wie Massagesitze.
Der von der Bauform vergleichbare Skoda Enyaq kostet in der Version 85x mit Allradantrieb 54.310 Euro, wobei die Motorleistung geringer ist. Zudem kommt die Grundversion ohne die Extras, die im G6 bereits inkludiert sind. Kias EV6 kostet mit Allrad und 239 kW ab 53.990 Euro, ebenfalls mehr als der G6 – und ohne dessen Komfortfunktionen.
Der GLB von Mercedes Benz kostet in der Grundversion knapp 50.780 Euro, allerdings mit kleinerem Akku, weniger Leistung und weniger Ausstattung. Die eher vergleichbare Version mit Allradantrieb und 85-kWh-Akku hat immer noch weniger Motorleistung und eine weniger gute Ausstattung und kostet 59.000 Euro.
Somit stellt der G6 eine preislich attraktive Alternative bei größeren Elektro-SUVs dar – allerdings mit verbesserungswürdiger Software. 2025 hat Xpeng in Deutschland 3.000 Autos zulassen können; 2026 will das Unternehmen diese Zahl auf 8.000 vergrößern. Die Software sollte sich der chinesische Hersteller aber in jedem Fall noch einmal anschauen.