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Schnelles Laden auch im Winter dank Akkuvorkonditionierung

Der G6 hat eine automatische Akkuvorkonditionierung, die mit dem Navi gekoppelt ist. Fahre ich bei kaltem Wetter eine Ladestation an, werden die Batterien vorgewärmt. Die Konditionierung lässt sich auch manuell über das Infotainmentsystem aktivieren. Der G6 lädt mit bis zu 451 kW – theoretisch zumindest, denn die passende Infrastruktur ist in Deutschland bis jetzt nicht sonderlich weit verbreitet.

So konnte ich bei einer Außentemperatur von etwa 5° C 17 Prozent auf 87 Prozent in 16 Minuten laden. An einer anderen Säule schaffte es der G6, in 11 Minuten von 28 auf 82 Prozent zu laden, ebenfalls bei Temperaturen unter 5° C. Zum Vergleich: Xpeng spricht von 12 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent zu laden, auf der Webseite sogar von 10 Minuten. In Deutschland ist das in der Praxis nicht realistisch.

An Autobahnen finden sich in der Regel 300-kW- und 400-kW-Stationen, entsprechend habe ich mit dem Wagen die 451 kW nie erreicht. Auch an die 400 kW bin ich nicht gekommen, da sich an entsprechenden Säulen immer weitere Autofahrer zum Laden eingesteckt haben, was die Leistung minimiert.

Starke Ladeleistung bis 80 Prozent

Ein Problem war das für mich auf der langen Tour nicht, da der G6 auch ohne Erreichen der maximalen Ladeleistung eine hervorragende Ladekurve aufweist und schnell lädt. Bis zu einem Ladestand von 80 Prozent hat das Auto bei mir regelmäßig noch mit knapp über 200 kW geladen. Auch darüber hinaus lädt der G6 schneller als andere Autos, die ich getestet habe.

Fraglich ist, ob Xpengs Maximalwert überhaupt erreicht werden kann. Beim Xpeng G9, der laut Hersteller mit bis zu 525 kW laden kann, wird in einem Pressevideo an einer Ionity-Testeinrichtung maximal 446 kW erreicht. Denkbar ist also, dass die Werte nur unter Laborbedingungen erreicht werden können. Mir wäre es lieber, wenn Xpeng beim G6 mit realistischeren Werten werben würde.

Auf der Autobahn bin ich bei 15° C Außentemperatur und einer maximalen Geschwindigkeit von 130 km/h auf einen Verbrauch von 22,6 kWh gekommen. Das entspricht einer Reichweite von 354 km oder 248 km im realistischen Bereich zwischen 80 und 10 Prozent.

Bei Temperaturen von unter 5° C und Geschwindigkeiten von 150 bis 160 km/h mit Spitzen bis 190 km/h komme ich auf 31,8 kWh/100 km. Das entspricht einer Reichweite von 251 km beziehungsweise 176 km im Bereich von 80 auf 10 Prozent. Ich bin also auch bei kaltem Wetter und hohen Geschwindigkeiten gut vorangekommen. Wie bei allen Autos gilt: Je langsamer ich fahre, desto weiter komme ich.

In der Stadt hat sich der Verbrauch bei mir bei Temperaturen unter 10° C zwischen 14 und 15 kW/100 km eingependelt. Das entspricht einer Reichweite von 533 bis 571 km beziehungsweise 373 und 400 km im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent.


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