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Fahrassistent mag keine schnellen Scheibenwischer

Der Fahrassistent funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 150 km/h – allerdings nicht, wenn der Scheibenwischer auf High eingestellt ist. Das scheint die Kamera im oberen Bereich der Windschutzscheibe zu stark zu stören. Der Fahrassistent lenkt den G6 sicher durch Kurven, auch Baustellen sind in der Regel kein Problem. Wurden die alternativen Fahrbahnmarkierungen aber zu wild, habe ich lieber übernommen. Auch versetzte Spuren versteht der Fahrassistent nicht immer korrekt. Den gewählten Abstand zum Auto vor mir hält der G6 gut ein und erkennt auch, wenn ein einscherendes Auto beschleunigt. Dann bremst der Wagen im Zweifel nicht oder nicht so stark ab.

Auch der integrierte Spurwechselassistent funktioniert gut: Die an der Seite des G6 angebrachten Kameras überwachen den Verkehr auf der Spur neben mir; ist ein Fahrzeug zu nah, wird der Spurwechsel nicht ausgeführt. Tempolimits erkennt der Wagen über die eingebaute Kamera und das Kartenmaterial. In der Regel sind die Angaben korrekt. Die erkannte neue Geschwindigkeit kann ich durch ein längeres Ziehen am Gangwahlhebel einstellen.

Die Tempolimiterkennung erfolgt am Schild. Bei Baustellen mit mehreren neuen Geschwindigkeiten direkt hintereinander habe ich entsprechend lieber manuell das Tempo eingestellt. Probleme hat die Schilderkennung des G6 wie viele andere Autos bei zeitlich begrenzten Tempolimits. Insgesamt ist das Fahren mit dem Fahrassistenten aber sehr entspannt.

Hochwertige Kameras und digitaler Rückspiegel

Zum entspannten Fahren tragen auch die guten Kameras des G6 bei. Beim Blinken bekomme ich den toten Winkel eingeblendet. Wird es an einer Stelle mal eng, bekomme ich die nach vorn gerichteten Kamerabilder an den Kotflügeln eingeblendet. Wer das nicht mag, kann es auch deaktivieren. Der Rückspiegel kann auf eine Kameraansicht nach hinten umgeschaltet werden. Das ist auch sinnvoll, ist die Heckscheibe doch so klein und der Spiegel so schlecht, dass Fahrer ohne das digitale Bild aufgeschmissen sind.

Die 360-Grad-Kamera hat eine gute Auflösung und bietet beim Rangieren und Parken einen guten Überblick. Parken lassen kann ich den G6 auch automatisch: Biege ich in eine Straße ein, wo ich einen Parkplatz suche, kann ich per Knopfdruck auf dem zentralen Display die Parkplatzsuche aktivieren.

Findet der G6 eine passende Lücke (Parkhafen oder parallele Parklücke), bekomme ich ein entsprechendes Signal. Bestätige ich nun den automatischen Parkvorgang, muss ich nichts weiter machen – der G6 fährt automatisch zurück und parkt ein. Das ist bei Parkbuchten manchmal etwas umständlich, führt aber immer sicher zum Ziel.

Das eingebaute Navigationssystem ist übersichtlich und zeigt Live-Daten zum Verkehr und zur Belegung von Ladestationen an. Die sind allerdings nicht immer korrekt, wie ich bei meiner Tour feststellen musste: Das Navi schickte mich an eine Ladestation, die aktuell außer Betrieb war. Ich konnte aber über die Einstellungen meine präferierten Ladeanbieter wählen, ebenso die gewünschten Ladegeschwindigkeiten und den Ladestand bei Ankunft an der Säule und am Ziel.

Die programmierten Routen werden standardmäßig ohne Ladepausen angezeigt; Ladestationen lassen sich über den Druck auf einen Button hinzufügen. Die Ladeplanung ist sinnvoll, die angezeigten Ladestände, mit denen ich an den Säulen ankommen soll, werden während der Fahrt angepasst und stimmen. Vom System geplante Ladestopps lassen sich nicht so einfach austauschen wie etwa bei Kia, insgesamt ist das Navi aber gut.


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