Starke Straßenlage auch bei hohen Geschwindigkeiten
Auf der Autobahn liegt der G6 sehr stabil auf der Straße, sowohl in Kurven als auch bei hohen Geschwindigkeiten und Seitenwind auf Geraden. Selbst bei 190 km/h fährt sich der Wagen sehr sicher, besser als andere große Elektroautos, die ich getestet habe. Als Autotester ist man versucht zu sagen: "Fährt wie auf Schienen", beim G6 wäre das aber nicht gelogen. Die Lenkung wird bei hohen Geschwindigkeiten straffer, was die Steuerung vereinfacht.
Xpeng ist das Fahrverhalten beim G6 sehr gut gelungen. Auch die Geräuschdämmung ist gut: Selbst wenn ich 170 km/h und schneller fahre, sind die Windgeräusche minimal. Vom Verkehr außerhalb merke ich im G6 nicht viel.
Der Wagen hat eine Reihe von Assistenz- und Sicherheitssystemen. In der Regel agieren sie eher unauffällig, sind teilweise aber etwas empfindlich. So muss ich beispielsweise nur ein Gähnen simulieren – sofort schlägt mir der G6 eine Pause vor. Der Spurwarner ist für meinen Geschmack in der Standardeinstellung etwas zu pingelig: Er greift zu früh ein und lenkt gegen, was sich in den Einstellungen aber abschalten lässt.
Guter Fahrassistent funktioniert bis 150 km/h
Der Fahrassistent wird wie bei Tesla über den Gangwahlhebel rechts hinter dem Lenkrad aktiviert. Ziehe ich den Hebel einmal nach unten, aktiviere ich den Abstandstempomaten; die Geschwindigkeit und den Abstand kann ich über eine Rolle und zwei Buttons am Lenkrad einstellen. Sie dienen sonst für die Einstellung der Temperatur und der Lüftergeschwindigkeit der gut funktionierenden Zweizonen-Klimaautomatik. Wird der Tempomat benutzt, muss diese Einstellungen über das zentrale Display vorgenommen werden.
Bild 1/40: Der Innenraum des G6 ist schlicht, die Materialien sind gut. Harter Kunststoff findet sich erst unterhalb der Knie, die Oberflächen darüber sind unterschäumt und mit Ziernähten versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/40: Der digitale Rückspiegel ist sinnvoll, da die Heckscheibe des G6 sehr klein ist. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/40: Der G6 hat als modernes Auto zahlreiche Fahrassistenzsysteme. Der Müdigkeitswarner lässt sich durch simuliertes Gähnen leicht auslösen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/40: Die Sitze der Performance-AWD-Version sind aus Nappaleder und haben eine Heizung und Lüftung. Platz ist im G6 reichlich, auch für Stauraum ist gesorgt. Ein Handschuhfach gibt es aber nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/40: Der G6 hat keine Buttons, der Scheibenwischer und das Fernlicht lassen sich aber über einen Lenkradhebel bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/40: Der rechte Hebel hinter dem Lenkrad dient der Gangwahl und der Einstellung des Tempomaten und Fahrassitenten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/40: Gleich zwei Ladepads für Smartphones gibt es; das linke dient als NFC-Reader für eine Schlüsselkarte, die als Zweitschlüssel fungiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/40: Unter der breiten Mittelkonsole mit Staufach befindet sich eine zusätzliche Ablage. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/40: Das Lenkrad erinnert von den Bedienelementen an die von Tesla. Die Rädchen und Knöpfe sind teilweise je nach Nutzungsszenario unterschiedlich belegt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/40: Die Rückbank des G6 ist bequem und bietet großzügigen Platz. Die Rücksitze haben auch Sitzheizungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/40: Die Türen werden über einen kleinen, runden Button geöffnet. In der Ablage der Türen ist eine Notentriegelung versteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/40: Die Klimaanlage der Rücksitze lässt sich komplett deaktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/40: Die Bein- und Kopffreiheit auf der Rückbank sind gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/40: Der Xpeng G6 hat ein großes Panoramadach ohne Rollo. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/40: In den Kofferraum passen 571 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/40: Bei umgeklappter Rückbank können Nutzer 1.374 Liter unterbringen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/40: Unter dem Kofferraumboden befindet sich weiterer Stauraum. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/40: Die Vordersitze lassen sich auf Knopfdruck beim G6 komplett nach hinten klappen. Gedacht ist das für einen Matratzenaufsatz. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/40: Allerdings können auch Passagiere auf der Rückbank auf diese Weise bequem reisen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/40: Der Xpeng G6 lädt auf dem Papier mit 451 kW, in der Praxis wird diese Ladgeschwindigkeit aber nicht erreicht. Dank guter Ladekurve lädt der Wagen trotzdem schnell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/40: Hinter dem Lenkrad ist ein 10,25 Zoll großes Fahrdisplay eingebaut, das alle wichtigen Informationen anzeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/40: Das Display in der Mitte des Armaturenbretts ist 15,6 Zoll groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/40: Das Navigationssystem zeigt Livedaten vom Verkehr und von Ladestationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/40: Für die Ladeplanung können Nutzer ihre bevorzugten Anbieter auswählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/40: Das Navi zeigt geplante Routen zunächst ohne Ladestopps an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/40: Auf Knopfdruck können Nutzer Ladestopps hinzufügen. In den Einstellungen lässt sich auch auswählen, mit wie viel Prozent der Fahrer an der Ladesäule und am Ziel ankommen möchte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/40: Der G6 hat einige Apps vorinstalliert, etwa Spotify oder einen Browser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/40: Während Ladepausen können Nutzer sich entspannen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/40: Die Klimasteuerung erfolgt über die Tasten am Lenkrad oder ein kleines Menü am unteren Bildschirmrand des Infotainmentdisplays. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/40: Das vollständige Klimamenü muss in der Regel nicht aufgerufen werden, der Automatikmodus funktioniert gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/40: Etwas umständlich ist die Aktivierung der Sitzheizung der Rücksitze: Das geht nur über das Infotainmentdisplay oder per Spracheingabe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/40: Der G6 hat in der mittleren und der Top-Ausstattung Massagesitze für Fahrer und Beifahrer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/40: Die Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand lässt sich individualisieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/40: Das Menü bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, auch was den Fahrsound betrifft. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/40: Der Sprachassistent funktioniert in unserem Test gut, wenngleich er in den Formulierungen manchmal etwas pingelig ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/40: Beim Abbiegen zeigt der G6 ein Kamerabild des toten Winkels an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/40: Der Xpeng G6 ist ein wuchtiger SUV mit reichlich Komfortausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 38/40: Das Heck fällt nicht so steil ab wie bei anderen SUVs. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 39/40: Die Front hat eine Lichtleiste, in der auch die Blinker eingebaut sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 40/40: Die Verarbeitung der Karosserie ist hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Beim Bremsen wird der Tempomat deaktiviert. Möchte ich die zuvor gewählte Geschwindigkeit wieder aufnehmen, gibt es dafür keinen separaten Button; stattdessen muss ich den Gangwahlhebel wieder nach unten ziehen. Das ist etwas nervig, da der G6 die Voreinstellung nach wenigen Sekunden wieder vergisst.
Ziehe ich den Gangwahlhebel zweimal schnell hintereinander nach unten, wird der Abstandstempomat samt Fahrassistent aktiviert. Er funktioniert in meinem Langstreckentest gut, sowohl auf der Autobahn als auch auf Landstraßen und in Ortschaften.