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Viel Platz auf der Rückbank – und Business-Class-Funktion

Angesichts einer Länge von 4.758 mm und einem Radstand von 2.890 mm überrascht es nicht, dass Passagiere im Fond viel Beinfreiheit genießen. Auch die Sitze der Rückbank sind bequem und lassen sich sogar nach hinten anwinkeln. So lässt es sich auf längeren Strecken gut aushalten. Wer nur mit einem Beifahrer unterwegs ist, kann diesen sogar noch bequemer unterbringen.

Über den Xsleep-Modus, der als eigene App auf dem G6 vorinstalliert ist, lassen sich Fahrer- und/oder Beifahrersitz komplett flach einstellen. Gedacht ist das eigentlich dafür, dass Nutzer eine Auflage für eine Matratze in den G6 legen können, um dort zu schlafen. Fahren kann ich aber auch bei umgeklapptem Beifahrersitz – der einzelne Passagier kann dann auf der Rückbank sitzen und die Beine lang machen wie in der Business Class im Flugzeug.

Hier ist uns zum ersten Mal einer der teilweise haarsträubenden Übersetzungsfehler des Infotainmentsystems aufgefallen. Wird der Sitz in die Ausgangsposition zurückgefahren, erklärt uns das System, dass der Sitz "restauriert" werde. Vielleicht wurde sich hier am englischen Wort "restored" orientiert, Sinn ergibt das auf Deutsch jedenfalls nicht.

Großer Kofferraum, aber kein Frunk

Der Kofferraum fasst 571 Liter, was für einen Urlaub mit der Familie ausreichen sollte. Klappe ich die Rücksitze um (60-40-Teilung), passen 1.374 Liter in den G6. Die Kofferraumklappe ist motorisiert, unter der Abdeckung des Kofferraums ist ein weiteres Staufach eingebaut – etwa für Zubehör wie das Ladekabel. Einen Frunk hat der G6 nicht.

Mit 2.220 kg ist der Xpeng kein Leichtgewicht, kommt dank der Leistung von 358 kW aber flink vom Fleck – vor allem im Sportmodus. Die Beschleunigung von 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h erreichen Fahrer zwar nur im Launch-Modus; aber auch im Sportmodus rauscht der G6 aus dem Stand so schnell los, dass ich meinen Magen gut spüre.

Die einzelnen Fahrmodi unterscheiden sich deutlich voneinander: In Eco fährt der G6 merklich langsamer an als in Komfort, in Sport reagiert er am schnellsten. Auch in der Lenkung und der Reaktion der Bremse unterscheiden sich die Modi; der Sportmodus hat die leichteste Lenkung und die sanfteste Bremse.

Die unterschiedlichen Fahreigenschaften lassen sich in einem Individualmodus auch kombinieren. Wer etwa gerne sanfte Beschleunigung mit leichter Lenkung und straffer Bremse mag, kann das mit dem G6 so einstellen. Auch die vier Rekuperationsstufen lassen sich individuell auswählen: Neben niedrig, mittel und hoch gibt es die Einstellung Xpedal.

Kein echtes One-Pedal-Driving

Sie fungiert fast wie One-Pedal-Driving: Gehe ich vom Strompedal, bremst der Xpeng stark ab. Allerdings bleibt das Auto am Ende nicht stehen, sondern rollt mit 1 bis 2 km/h weiter. Im hohen Rekuperationsmodus rollt der Wagen schneller. Allerdings habe ich nicht ganz verstanden, warum Xpeng nicht einfach ein echtes One-Pedal-Driving verbaut hat.


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