Viel Platz auf der Rückbank – und Business-Class-Funktion
Angesichts einer Länge von 4.758 mm und einem Radstand von 2.890 mm überrascht es nicht, dass Passagiere im Fond viel Beinfreiheit genießen. Auch die Sitze der Rückbank sind bequem und lassen sich sogar nach hinten anwinkeln. So lässt es sich auf längeren Strecken gut aushalten. Wer nur mit einem Beifahrer unterwegs ist, kann diesen sogar noch bequemer unterbringen.
Über den Xsleep-Modus, der als eigene App auf dem G6 vorinstalliert ist, lassen sich Fahrer- und/oder Beifahrersitz komplett flach einstellen. Gedacht ist das eigentlich dafür, dass Nutzer eine Auflage für eine Matratze in den G6 legen können, um dort zu schlafen. Fahren kann ich aber auch bei umgeklapptem Beifahrersitz – der einzelne Passagier kann dann auf der Rückbank sitzen und die Beine lang machen wie in der Business Class im Flugzeug.
Hier ist uns zum ersten Mal einer der teilweise haarsträubenden Übersetzungsfehler des Infotainmentsystems aufgefallen. Wird der Sitz in die Ausgangsposition zurückgefahren, erklärt uns das System, dass der Sitz "restauriert" werde. Vielleicht wurde sich hier am englischen Wort "restored" orientiert, Sinn ergibt das auf Deutsch jedenfalls nicht.
Großer Kofferraum, aber kein Frunk
Der Kofferraum fasst 571 Liter, was für einen Urlaub mit der Familie ausreichen sollte. Klappe ich die Rücksitze um (60-40-Teilung), passen 1.374 Liter in den G6. Die Kofferraumklappe ist motorisiert, unter der Abdeckung des Kofferraums ist ein weiteres Staufach eingebaut – etwa für Zubehör wie das Ladekabel. Einen Frunk hat der G6 nicht.
Bild 1/40: Der Innenraum des G6 ist schlicht, die Materialien sind gut. Harter Kunststoff findet sich erst unterhalb der Knie, die Oberflächen darüber sind unterschäumt und mit Ziernähten versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/40: Der digitale Rückspiegel ist sinnvoll, da die Heckscheibe des G6 sehr klein ist. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/40: Der G6 hat als modernes Auto zahlreiche Fahrassistenzsysteme. Der Müdigkeitswarner lässt sich durch simuliertes Gähnen leicht auslösen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/40: Die Sitze der Performance-AWD-Version sind aus Nappaleder und haben eine Heizung und Lüftung. Platz ist im G6 reichlich, auch für Stauraum ist gesorgt. Ein Handschuhfach gibt es aber nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/40: Der G6 hat keine Buttons, der Scheibenwischer und das Fernlicht lassen sich aber über einen Lenkradhebel bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/40: Der rechte Hebel hinter dem Lenkrad dient der Gangwahl und der Einstellung des Tempomaten und Fahrassitenten. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/40: Gleich zwei Ladepads für Smartphones gibt es; das linke dient als NFC-Reader für eine Schlüsselkarte, die als Zweitschlüssel fungiert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/40: Unter der breiten Mittelkonsole mit Staufach befindet sich eine zusätzliche Ablage. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/40: Das Lenkrad erinnert von den Bedienelementen an die von Tesla. Die Rädchen und Knöpfe sind teilweise je nach Nutzungsszenario unterschiedlich belegt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/40: Die Rückbank des G6 ist bequem und bietet großzügigen Platz. Die Rücksitze haben auch Sitzheizungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/40: Die Türen werden über einen kleinen, runden Button geöffnet. In der Ablage der Türen ist eine Notentriegelung versteckt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/40: Die Klimaanlage der Rücksitze lässt sich komplett deaktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/40: Die Bein- und Kopffreiheit auf der Rückbank sind gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/40: Der Xpeng G6 hat ein großes Panoramadach ohne Rollo. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/40: In den Kofferraum passen 571 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/40: Bei umgeklappter Rückbank können Nutzer 1.374 Liter unterbringen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/40: Unter dem Kofferraumboden befindet sich weiterer Stauraum. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/40: Die Vordersitze lassen sich auf Knopfdruck beim G6 komplett nach hinten klappen. Gedacht ist das für einen Matratzenaufsatz. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/40: Allerdings können auch Passagiere auf der Rückbank auf diese Weise bequem reisen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/40: Der Xpeng G6 lädt auf dem Papier mit 451 kW, in der Praxis wird diese Ladgeschwindigkeit aber nicht erreicht. Dank guter Ladekurve lädt der Wagen trotzdem schnell. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/40: Hinter dem Lenkrad ist ein 10,25 Zoll großes Fahrdisplay eingebaut, das alle wichtigen Informationen anzeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/40: Das Display in der Mitte des Armaturenbretts ist 15,6 Zoll groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/40: Das Navigationssystem zeigt Livedaten vom Verkehr und von Ladestationen an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/40: Für die Ladeplanung können Nutzer ihre bevorzugten Anbieter auswählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/40: Das Navi zeigt geplante Routen zunächst ohne Ladestopps an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/40: Auf Knopfdruck können Nutzer Ladestopps hinzufügen. In den Einstellungen lässt sich auch auswählen, mit wie viel Prozent der Fahrer an der Ladesäule und am Ziel ankommen möchte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/40: Der G6 hat einige Apps vorinstalliert, etwa Spotify oder einen Browser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/40: Während Ladepausen können Nutzer sich entspannen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/40: Die Klimasteuerung erfolgt über die Tasten am Lenkrad oder ein kleines Menü am unteren Bildschirmrand des Infotainmentdisplays. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/40: Das vollständige Klimamenü muss in der Regel nicht aufgerufen werden, der Automatikmodus funktioniert gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/40: Etwas umständlich ist die Aktivierung der Sitzheizung der Rücksitze: Das geht nur über das Infotainmentdisplay oder per Spracheingabe. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/40: Der G6 hat in der mittleren und der Top-Ausstattung Massagesitze für Fahrer und Beifahrer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/40: Die Schnellzugriffsleiste am unteren Bildschirmrand lässt sich individualisieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/40: Das Menü bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, auch was den Fahrsound betrifft. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/40: Der Sprachassistent funktioniert in unserem Test gut, wenngleich er in den Formulierungen manchmal etwas pingelig ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/40: Beim Abbiegen zeigt der G6 ein Kamerabild des toten Winkels an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/40: Der Xpeng G6 ist ein wuchtiger SUV mit reichlich Komfortausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 38/40: Das Heck fällt nicht so steil ab wie bei anderen SUVs. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 39/40: Die Front hat eine Lichtleiste, in der auch die Blinker eingebaut sind. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 40/40: Die Verarbeitung der Karosserie ist hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Mit 2.220 kg ist der Xpeng kein Leichtgewicht, kommt dank der Leistung von 358 kW aber flink vom Fleck – vor allem im Sportmodus. Die Beschleunigung von 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h erreichen Fahrer zwar nur im Launch-Modus; aber auch im Sportmodus rauscht der G6 aus dem Stand so schnell los, dass ich meinen Magen gut spüre.
Die einzelnen Fahrmodi unterscheiden sich deutlich voneinander: In Eco fährt der G6 merklich langsamer an als in Komfort, in Sport reagiert er am schnellsten. Auch in der Lenkung und der Reaktion der Bremse unterscheiden sich die Modi; der Sportmodus hat die leichteste Lenkung und die sanfteste Bremse.
Die unterschiedlichen Fahreigenschaften lassen sich in einem Individualmodus auch kombinieren. Wer etwa gerne sanfte Beschleunigung mit leichter Lenkung und straffer Bremse mag, kann das mit dem G6 so einstellen. Auch die vier Rekuperationsstufen lassen sich individuell auswählen: Neben niedrig, mittel und hoch gibt es die Einstellung Xpedal.
Kein echtes One-Pedal-Driving
Sie fungiert fast wie One-Pedal-Driving: Gehe ich vom Strompedal, bremst der Xpeng stark ab. Allerdings bleibt das Auto am Ende nicht stehen, sondern rollt mit 1 bis 2 km/h weiter. Im hohen Rekuperationsmodus rollt der Wagen schneller. Allerdings habe ich nicht ganz verstanden, warum Xpeng nicht einfach ein echtes One-Pedal-Driving verbaut hat.