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Infotainmentsystem immer noch mit merkwürdigen Übersetzungen

Perfekt ist das System aber nicht – mir sind in zahlreichen Menüs und Xpeng-Apps eigenartige Formulierungen und Schreibfehler aufgefallen. Das scheint nicht mehr ganz so schlimm zu sein wie beim Golem-Test des vorherigen G6, aber es sind immer noch zu viele. Doch dass Xpeng an der Software gearbeitet hat, konnte ich während meines Tests erleben.

Der Hersteller hat über ein drahtloses Update einen nervigen Bug gefixt: Denn lief Android Auto früher im Hintergrund, während die Xpeng-Navigation verwendet wurde, wurde jedes Mal die Route abgebrochen, wenn ich eine Whatsapp-Nachricht bekam. Nach dem Update gab es diese Probleme nicht mehr. Neben Android Auto unterstützt der G6 auch Apple Carplay.

Quer über das Armaturenbrett ist eine Holzapplikation angebracht, die mir gut gefällt. Die restlichen Oberflächen sind aus unterschäumtem Kunstleder, das teilweise mit Ziernähten versehen ist. Zwischen den beiden Vordersitzen ist eine breite Mittelkonsole eingebaut, die ein großes Staufach, zwei Becherhalter, zwei Ladepads für Smartphones und eine Ablage darunter hat.

Bequeme Sitze, angenehmes Innenraumdesign

Insgesamt sind Innenraum und Karosserie einwandfrei verarbeitet. Das Design ist unauffällig, ich habe mich im G6 aber schnell wohlgefühlt. Das liegt auch an den guten Sitzen, die in der von mir getesteten Version aus Nappaleder sind und über eine Sitzheizung und eine Sitzlüftung verfügen. Die Rücksitze haben ebenfalls eine Sitzheizung, die sich aber unverständlicherweise nur von vorn über das Display einstellen lässt – oder per Sprachsteuerung.

Und diese ist mitunter etwas pingelig: Will ich etwa die Massagefunktion des Fahrersitzes aktivieren, muss ich "Massage aktivieren" sagen; "Massage ein" funktioniert nicht. Die Sprachsteuerung erkennt, von welchem Sitz das Kommando kommt; aktiviert ein Passagier auf der Rückbank die Sitzheizung, wird sie nur an seinem Platz aktiviert.

Leider habe ich ab und an auch wieder den Satz aus dem Golem-Test des alten G6 gehört: "Xpeng weiß nicht, wie es funktioniert." Grundsätzlich habe ich aber den Eindruck, dass das System verbessert wurde. Es lassen sich auch speziellere Funktionen per Sprache aktivieren, wie etwa das Fernlicht. Der Fernlichtassistent ist übrigens eher nutzlos, da er viel zu spät abblendet und ich die Autos vor mir blende.

Der Fahrersitz lässt sich achtfach elektrisch verstellen, der Beifahrersitz sechsfach. Beide Vordersitze haben eine vierfach verstellbare Lendenwirbelstütze und besagte Massagefunktion. Beides zusammen habe ich auf der Langstrecke (700 km in jede Richtung) sehr zu schätzen gelernt, vor allem die Taillenentlastungsmassage. Bereits die Version des G6 mit mittlerer Leistung für 47.600 Euro hat Massagesitze für Fahrer und Beifahrer. Grundsätzlich ist sie bis auf die Motorleistung identisch mit der von mir gefahrenen Allradversion.


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