XML Core: Offene Sicherheitslücke mit Windows und IE wird genutzt

Eine seit Mai 2012 bekannte Sicherheitslücke in den XML-Diensten von Windows wird durch Schädlinge bereits genutzt. Das Aufrufen einer Webseite mit dem Internet Explorer reicht bereits. Einen Hotfix gibt es, aber der muss manuell installiert werden.

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Exploit-Code für Internet Explorer veröffentlicht
Exploit-Code für Internet Explorer veröffentlicht (Bild: Microsoft)

Trend Micro warnt in einem ausführlichen Blogbeitrag vor der von Google entdeckten Sicherheitslücke in den XML-Core-Diensten von Windows. Die Virenforscher haben eine Malware entdeckt, die diese Lücke bereits aktiv ausnutzt. Das XML-Loch ist vor allem deswegen gefährlich, weil sich ein Anwender bereits durch das Aufrufen einer Webseite mit dem Internet Explorer infizieren kann.

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Durch die Lücke ist es möglich, über Webseiten aus der Ferne Code auf dem Rechner auszuführen, womit dann auch weitere Schädlinge installiert werden könnten. Betroffen sind alle Windows-Versionen ab Version XP, also auch Vista und Windows 7.

Die Virenforscher haben auch festgestellt, dass der im Umlauf befindliche Schadcode nicht versucht, die Ausführungsverhinderung (DEP, No-Execute-Bit) zu umgehen und auch nicht prüft, ob sie auf einem System aktiv ist. Das ist eigentlich vorteilhaft, weil dieser Mechanismus dann dazu führen kann, dass der Internet Explorer mit einer Warnmeldung beendet wird. Nutzer, die das nicht interpretieren können, ärgern sich aber vielleicht über Abstürze des Browsers, ohne zu wissen, dass sie an einer Malware liegen.

Nicht nur über präparierte Webseiten, sondern auch über Mails und infizierte Office-Dokumente können sich derartige Schädlinge verbreiten, denn in den Dateiformaten dieser Programme kann XML ebenfalls verwendet werden.

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Derzeit ist noch nicht klar, ob Microsoft am nächsten Patchday in der kommenden Woche die Lücke schließt, sie wurde beim letzten Patchday offen gelassen. Trend Micro rät daher, Rechner mit einem aktuellen Virenscanner zu überprüfen und den Hotfix von Microsoft zu installieren. Dieser existiert schon länger, wird aber nicht automatisch verteilt. Zudem ist mit weiteren Varianten der aktuellen Malware zu rechnen, nachdem bereits im Juni 2012 Beispielcode zur Nutzung der Lücke veröffentlicht wurde.

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