Mi TV Q1 mit guten Kontrasten und weniger satten Farben

Schon nach dem ersten Ausprobieren und dem Abspielen von 4K-Videos auf Youtube merken wir: Der Fernseher stellt Farben weniger gesättigt dar, als wir es von anderen LCD-TVs gewohnt sind. Gerade Naturaufnahmen wirken dadurch aber weniger künstlich, da gerade Blau- und Rottöne nicht so herausstechen. Das ist in anderen Situationen von Nachteil, etwa wenn wir uns farbenfrohe Blockbuster-Filme anschauen oder farbsatte Spiele auf der Konsole spielen möchten.

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Positiv können wir die guten Schwarzwerte des Panels hervorheben. Backlight-Bleeding des mit 192 Local-Dimming-Zonen ausgestatteten Displays ist hier kaum wahrnehmbar. Das sehen wir in kontrastreichen Serien wie Altered Carbon, aber auch bei der Nutzung als Windows-10-Desktop. Hier ist es für diverse LCD-Panels besonders schwierig, etwa einen weißen Mauscursor auf schwarzem Hintergrund darzustellen.

Uns fällt allerdings auf, dass bei sich verändernden starren Inhalten die Hintergrundbeleuchtung etwas flackert. Besonders stark ist das zu sehen, wenn wir das Windows-10-Startmenü aufrufen oder durch ein Fotoalbum scrollen. Schalten wir Nachbearbeitungseffekte wie dynamischen Kontrast und andere Funktionen ab, ist das Bild viel homogener und ruhiger. Das würden wir empfehlen, sobald am Mi TV ein Medien-PC läuft.

Xiaomi gibt übrigens eine Helligkeit von mindestens 500 cd/m² an. Die erreichen wir, wenn wir die Hintergrundbeleuchtung und Helligkeit des Panels auf volle Leistung stellen. Dann messen wir maximal 614 cd/m² an der linken Seite des Bildschirms. Im Mittel sind noch immer gute 566 cd/m² möglich. Das Panel unterstützt zudem HDR mit maximal 1.000 cd/m². Der Effekt wird durch die weniger satten Farben aber etwas abgemildert, zumal HDR in 8 Bit + FRC realisiert wird. Echte 10 Bit sind allerdings in dieser Preisklasse eigentlich nicht aufzufinden, also wäre es nicht fair, das beim Mi TV Q1 zu erwarten.

Keine echten 120 Hz

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Weniger schön finden wir Xiaomis Werbung mit 120 Hz Bildfrequenz. Erst im Kleingedruckten macht das Unternehmen verständlich, dass der Fernseher keine nativen 120 Hz unterstützt. Stattdessen setzt der TV auf 4K 60 Hz, die auch von einer dedizierten Grafikkarte - in unserem Fall eine AMD Radeon RX 6700XT - als solche erkannt werden. Allerdings integriert Xiaomi Memc (Motion Estimation, Motion Compensation), das per Nachbearbeitung Frames zwischen Bilder einfügt.

  • Der TV zeigt Schwächen bei Rot und Blau. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Farbraumabdeckung ist eher durchschnittlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist von Samsung inspiriert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Drei HDMI-Ports an der Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Analog-Video für ältere Geräte ist vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Mi-Symbol und ein Mikrofon-Array für die Sprachsteuerung per Google Assistant (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir müssen schauen, dass wir auch HDMI 2.1 nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panel ist nicht unbedingt homogen ausgeleuchtet. Hier ist die Helligkeit in cd/m² angegeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In HDMI 2.1 sind auch 10 Bit und ein volles Chroma Subsampling möglich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Panel ist nicht unbedingt homogen ausgeleuchtet. Hier ist die Helligkeit in cd/m² angegeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das funktioniert relativ gut und wir nehmen tatsächlich reduzierte Schlieren in schnellen Bewegungen wahr. Das geht aber auf Kosten der Eingabelatenz, die wir auch bei eingeschaltetem Videospielemodus noch merken. In kompetitiven und schnellen Shootern ist das auffällig, in langsameren Games, wie sie meist auf Konsolen zu finden sind, eher weniger.

Von den sehr guten Schwarzwerten auf ein komplett weißes Bild zu wechseln, überraschte uns dann doch ein wenig und bestätigte, was wir schon beim Anschauen von Filmen bemerkt haben. Das Panel ist nicht absolut homogen ausgeleuchtet und es sind einige dunklere Flecken auf der Anzeige sichtbar. Das dürfte in den meisten Situationen gar nicht auffallen. Stärker merken wir die zur rechten Seite des Panels hin dunkler ausgeleuchteten Bereiche. Schauen wir zudem in einem starken Winkel auf das Panel, verfälschen sich die Farben rasch. Wir sollten den TV also in ausreichend Abstand zum Sofa aufstellen, was die meisten Menschen bei einem so großen Panel wahrscheinlich sowieso tun werden.

Xiaomi Mi TV 4A 32 Smart TV HD 3xHDMI 3xUSB W Bt

Wie sieht es mit der Farbgenauigkeit aus? Sagen wir so: Darauf Fotos in farbenfroher Qualität anzuzeigen oder sogar zu bearbeiten, würden wir vermeiden. In unseren Messungen erreicht das Panel knapp 84 Prozent des sRGB-Farbraumvolumens. Bei einem Blick auf das XY-Diagramm zeigt das Panel bei besonders satten blauen und roten Tönen Schwächen und blendet ab. Außerdem werden gerade Rottöne im SRGB-Farbraum sehr lückenhaft abgedeckt. Diesen Effekt konnten wir nicht verhindern, auch nicht durch das Umschalten der vielen verschiedenen Farbmodi.

  • Der TV zeigt Schwächen bei Rot und Blau. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Farbraumabdeckung ist eher durchschnittlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist von Samsung inspiriert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Drei HDMI-Ports an der Seite (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Analog-Video für ältere Geräte ist vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Mi-Symbol und ein Mikrofon-Array für die Sprachsteuerung per Google Assistant (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xiaomi Mi TV Q1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir müssen schauen, dass wir auch HDMI 2.1 nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Panel ist nicht unbedingt homogen ausgeleuchtet. Hier ist die Helligkeit in cd/m² angegeben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In HDMI 2.1 sind auch 10 Bit und ein volles Chroma Subsampling möglich. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der TV zeigt Schwächen bei Rot und Blau. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Die Farbgenauigkeit Delta E von 2,95 ist in Ordnung, wenn auch nicht sonderlich gut. Ein professionell geschultes Auge wird Farbunterschiede feststellen können. Diese Zielgruppe kauft aber sicher keinen möglichst günstigen TV.

Farbeinstellungen des LCDs sind gut

Definitiv ein Plus sind die vielen Bildeinstellungsmöglichkeiten, die uns Xiaomi bietet. Wollen wir Farbgamma, Rotwerte, Blauwerte, Grünwerte, Kontraste, Helligkeiten, Local Dimming und andere Parameter ändern, können wir das im recht übersichtlich gehaltenen Menü tun. Xiaomi bietet unserer Meinung nach generell übersichtlichere Menüs als die Konkurrenz von Samsung und LG. Zumindest haben wir hier schneller das gefunden, was wir wirklich suchten.

Auch ist das integrierte Lautsprechersystem eine positive Überraschung. Laut Hersteller werden hier zwei 15-Watt-Lautsprecher verbaut. Der Ton wird von der Unterseite des Fernsehers ausgestrahlt und von der jeweiligen Stellfläche reflektiert. Gerade in den mittelhohen bis hohen Tönen ist der Sound klar und deutlich zu verstehen. Daher eignet er sich gut als Notlösung in Games oder Serien. Da allerdings Bässe und hochfrequente Töne kaum definiert sind, würden wir für ein richtiges Heimkino zu einem dedizierten Soundsystem greifen.

Trotzdem sei noch einmal gesagt: Der Mi TV Q1 macht mit 1.300 Euro im unteren Preisspektrum viel richtig. Und das freut uns.

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 Xiaomi Mi TV Q1 im Test: Viel Bilddiagonale für wenig GeldXiaomi Mi TV Q1: Verfügbarkeit und Fazit 
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Pornstar 23. Apr 2021

Low latency, ja. Allerdings ist VRR und ALLM kein alleiniges hdmi 2.1 Feature. Diese sind...

px 23. Apr 2021

Nur weil es die Möglichkeit gibt, ist das ja nicht unbedingt die in der Praxis übliche...

nightmar17 23. Apr 2021

Zeigt Samsung immer noch total unrealistische Farben an? Die Modelle waren für mich...

recluce 22. Apr 2021

Interessant. Da liegt mein UST (Ultra Short Throw) Projektor mit 325 Watt maximal (hängt...



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