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Das Xiaomi Mi Band 2 misst den Puls mit einem Trick kontinuierlich.
Das Xiaomi Mi Band 2 misst den Puls mit einem Trick kontinuierlich. (Bild: Xiaomi)

Xiaomi Mi Band 2 im Hands on: Fitness-Preisbrecher mit Hack-App

Das Xiaomi Mi Band 2 misst den Puls mit einem Trick kontinuierlich.
Das Xiaomi Mi Band 2 misst den Puls mit einem Trick kontinuierlich. (Bild: Xiaomi)

Der Akku hält 20 Tage, zusätzlich zum Schrittzähler gibt es eingebaute Herzfrequenzmessung am Handgelenk - und das alles für rund 40 Euro. Zur Alternative für die teurere Konkurrenz wird das Mi Band 2 von Xiaomi aber vor allem durch eine App, die eine bestimmte Funktion freischaltet.
Ein Hands on von Peter Steinlechner

Einen Vorteil haben Fitness-Tracker mit eingebauter optischer Pulsmessung. Wer angesichts der Preise beim Bezahlen unter Herzrasen leidet, bekommt die Details wenigstens schön unkompliziert am Handgelenk angezeigt. Geräte wie das Charge HR von Fitbit, der A360 von Polar oder der Vivosmart HR von Garmin kosten je nach Händler um die 150 Euro. Günstiger ist das seit kurzem erhältliche Mi Band 2 des chinesischen Herstellers Xiaomi: Es ist in Deutschland für rund 40 Euro erhältlich. Wir haben vom Onlinehändler Gearbest.com ein Exemplar bekommen und es ein paar Tage lang ausprobiert.

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  • Das Mi Band 2 ist in schwarz... (Bild: Xiaomi)
  • ... und in einer Reihe weiterer Farben erhältlich. (Bild: Xiaomi)
  • Viele Erfolge gibt es nicht - aber sie lassen sich über Facebook & Co teilen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Schlafmessung funktioniert gut. (Screenshot: Golem.de)
  • Eine echte Herzfrequenzkurve gibt es trotz der Grafik nicht. (Screenshot: Golem.de)
  • Mi HR erfasst den Puls kontinuierlich. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Einrichtung der Drittanbieter-App ist sehr simpel. (Screenshot: Golem.de)
Das Mi Band 2 ist in schwarz... (Bild: Xiaomi)

Das nur rund 1,2 cm breite Mi Band 2 besteht aus zwei Teilen: Dem Band und dem eigentlichen Tracker. Der lässt sich aus dem Band herausdrücken - vor allem, um ihn über eine proprietäre, mitgelieferte Schnittstelle mit einem kurzen Kabel aufzuladen. Das ist aber nur alle 20 Tage nötig, so der Hersteller und auch unser Eindruck.

Das Band gibt es in unterschiedlichen Farben, es ist sehr leicht und unempfindlich und eine der Stärken des Gesamtpakets. Der Tracker sitzt bombenfest und auch die Stiftschließe stand selbst in heftigen Hundespiel-Attacken nie auch nur ansatzweise in Gefahr, sich zu öffnen. Da haben wir bei anderen Bändern schon ganz andere Erfahrungen gemacht...

Das Mi Band 2 kann die Herzfrequenz direkt am Handgelenk messen. Dazu muss man den einzigen Knopf des Geräts so oft drücken, bis auf dem Display ein Herzsymbol erscheint. Dann dauert es ein paar Augenblicke und anschließend wird der Puls angezeigt. Eine kontinuierliche Messung ist eigentlich nicht vorgesehen.

Jetzt werden schon Fitnessuhren gehackt...

Mit einer zusätzlichen App von einem unabhängigen Programmierer geht das aber doch. Die Software ist unter dem Namen Mi HR ebenfalls für Smartphones verfügbar. Mi HR manipuliert das Mi Band 2 so, dass die Herzfrequenz dauerhaft gemessen und sogar beim Training mit Smartphone-Anwendungen wie Strava oder Endomondo verwendet werden kann. Der Programmierer dieser Hack-App sagt selbst, dass das Ganze nicht perfekt funktioniert. Wir hatten offenbar Glück: Mit unserem aktuellen iPhone in der Hand konnten wir Trainings mit GPS und eben auch Pulsdaten problemlos aufzeichnen.

Wer diese sehr spezielle, aber unschlagbar preisgünstige Form der optischen Herzfrequenzmessung am Handgelenk spannend findet: Mi HR ist kostenlos als Download für Android und für iOS erhältlich. Die Einrichtung ist selbsterklärend. Nach einem nur 10 Minuten lang nutzbaren Demomodus ist ein In-App-Kauf für rund einem Euro fällig, um die Software dauerhaft verwenden zu können. Es gibt noch andere Anbieter von derlei Apps, aber Mi HR scheint uns mit Abstand am weitesten verbreitet und am zuverlässigsten zu sein.

Die Qualität der Pulsdaten ist selbst unter Idealbedingungen allerdings nur okay. Mit fest angezogenem Band und beim Joggen und Walken im niedrigen Pulsbereich entsprach die Kurve weitgehend der, die wir gleichzeitig mit anderer Wrist-Hardware gemessen haben. Sobald wir schneller unterwegs waren, gingen die Werte dann aber auseinander - um 10 bis 20 Prozent, also durchaus um bis zu 20 Schläge pro Minute. Intervalltraining oder Ähnliches ist damit unmöglich. Grund: Mi Band 2 verwendet nur zwei grüne LEDs. Die meisten teuren optischen Herzfrequenzmesser nutzen drei LEDs, die zudem sehr viel heller leuchten - so lässt sich das Pulsieren der Adern viel besser auswerten.

Einrichtung ist einfach 

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