XG-Fast: Bell Labs schicken 10 GBit/s über Kupferkabel

Mit Prototypen von XG-Fast-Technik, das im Frequenzbereich von bis zu 500 MHz arbeitet, haben die Bell Labs von Alcatel-Lucent über zwei Kupferdoppeladern 10 GBit/s erreicht. Das war jedoch nur über eine Länge von 30 Metern möglich.

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In den Bell Labs wird neue Hardware für XG-Fast geschaffen.
In den Bell Labs wird neue Hardware für XG-Fast geschaffen. (Bild: Bell Labs/Screenshot: Golem.de)

Die Bell Labs wollen mit Gfast einen Geschwindigkeitsrekord mit einer Übertragungsrate von 10 GBit/s auf traditionellen Kupferkabeln aufgestellt haben. Die Datenübertragung sei mit der Prototyp-Technologie XG-Fast erreicht worden, gab der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent am 9. Juli 2014 bekannt.

XG-Fast sei eine Erweiterung der G.fast-Technologie, die derzeit standardisiert wird. Die zur UNO gehörende International Telecommunication Union (ITU) hatte im Dezember 2013 angekündigt, G.fast zu standardisieren. Kommerzielle Produkte auf Basis von G.fast sollen im Jahr 2015 verfügbar sein. Der Frequenzbereich der Datenübertragung wird dann zunächst bei 106 MHz liegen und Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s über eine Entfernung von 100 Metern ermöglichen.

Im Gegensatz dazu verwendet XG-Fast laut Alcatel-Lucent einen Frequenzbereich von bis zu 500 MHz. Damit lassen sich höhere Geschwindigkeiten bei einer noch kürzeren Entfernung erreichen. Die Bell Labs erzielten eine Geschwindigkeit von 1 GBit/s symmetrisch über eine Entfernung von 70 Metern auf einer Kupferdoppelader. 10 GBit/s wurden über eine Entfernung von 30 Metern bei Verwendung von zwei Kupferdoppeladern per Bonding erreicht.

Bei beiden Tests seien gewöhnliche Kupferkabel eines europäischen Netzbetreibers verwendet worden. Marcus Weldon, Präsident von Bell Labs, sagte: "Unser Ziel ist es, über die Grenzen des Machbaren hinauszugehen. Der Test von 10 GBit/s auf dem Kupferkabel ist hierfür ein Beispiel."

In diesem Jahr will die Deutsche Telekom G.fast in Feldversuchen einsetzen. "G.fast wird für die Telekom eine wichtige Technologie zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit", sagte Bruno Jacobfeuerborn, Chief Technology Officer der Telekom, im Februar 2014.

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