Xeons & IPUs: Google und Intel kündigen langjährige Partnerschaft an
Intel hat in den vergangenen Jahren im Serverbereich zunehmend Marktanteile an AMD sowie eine ganze Reihe an ARM-CPUs verloren. Umso wichtiger ist für den Prozessorhersteller die nun bekannt gegebene Partnerschaft mit Google(öffnet im neuen Fenster): Der Cloud-Anbieter wird auch kommende Generationen seiner Cloud-Instanzen mit Xeon-CPUs ausstatten. Die aktuelle P-Core-Variante, Granite Rapids, kommt in einigen C4-Instanzen(öffnet im neuen Fenster) zum Einsatz.
Intel schreibt, dass sich die Partnerschaft auf "mehrere Generationen von Xeon-Prozessoren" beziehe. Welche das neben der fünften und sechsten Generation sein werden, ist noch offen. Neben Compute-Instanzen sollen insbesondere KI-Server mit den Intel-CPUs ausgestattet werden.
Der interessantere Teil der Partnerschaft sind aber sogenannte Infrastructure Processing Units (IPUs). Diese speziellen Netzwerkchips übernehmen die Verarbeitung von Netzwerkprotokollen und teils auch Daten und entlasten so die CPU. Andere Hersteller bezeichnen sie teils als Data Processing Units (DPUs).
Neue programmierbare Netzwerkhardware für Google
IPUs oder DPUs sind zentrale Bestandteile moderner Rechenzentren. Im Kontext von KI-Systemen bekommen sie noch einmal größere Bedeutung. Nvidia etwa stattet seine Bluefield-4-DPUs teils mit SSDs aus, um verteilten, schnell zugreifbaren Speicher etwa zum Auslagern von KV-Caches bereitzustellen.
Mit der erneuerten Partnerschaft sollen neue, an Googles Bedürfnisse angepasste IPUs entwickelt werden. Es ist nicht die erste Kooperation zwischen Google und Intel in diesem Bereich: Mit Mount Evans(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Intel bereits 2022 eine IPU für Google. Diese stellt die Basis für Googles Titanium-Architektur(öffnet im neuen Fenster) dar, die neben Netzwerkprotokollen auch Sicherheits- und Speicherfunktionalität auf IPUs auslagert.
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