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Xeon Platinum 8284: Intels 240-Watt-CPU kostet 15.000 US-Dollar

Mit Blick auf AMDs Epyc mit bis zu 64 Kernen hat Intel mit dem Xeon Platinum 8284 seinen eigenen Chips ein neues Topmodell verpasst: Die Server-CPU läuft mit 3 GHz Basistakt und boostet dank 240 Watt höher. Trotz des hohen Preises unterstützt er keinen Persistent Memory.
/ Marc Sauter
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Ein Cascade Lake von Intel (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Ein Cascade Lake von Intel Bild: Marc Sauter/Golem.de

Intel hat einige neue Xeon-Prozessoren für Server vorgestellt: Der 28-kernige Xeon Platinum 8284 ist das neue Topmodell der intern Cascade Lake SP genannten Generation, hinzu kommen der 24-kernige Xeon Platinum 8274 und der 22-kernige Xeon Gold 6269Y. Die drei CPUs sind für die Fassung LGA 3647 gedacht und können in bis zu einer 8-Sockel- (Platinum) oder einer 4-Sockel-Plattform (Gold) eingesetzt werden, typisch ist aber primär der 2-Sockel-Einsatz.

Der Xeon Platinum 8284(öffnet im neuen Fenster) hat 28 Kerne, verglichen mit dem Xeon Platinum 8280 steigt aber der Basistakt von 2,7 GHz auf 3 GHz. Der Boost von 4 GHz bleibt, durch die thermische Verlustleistung von 240 Watt statt 205 Watt sollte der Chip den Turbo aber höher halten können. Der Preis steigt von rund 10.000 US-Dollar auf gut 15.000 US-Dollar, nur der Xeon Platinum 8280L ist mit 17.000 US-Dollar noch teurer. Der unterstützt allerdings bis zu 4,5 TByte Speicher per Optane DC Persistent Memory – der Xeon Platinum 8284 ist nur für 1 TByte freigeschaltet.

Beim Xeon Platinum 8274(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich um einen 24-Kerner, der mit hohen 3,2 GHz Basistakt bei 240 Watt läuft. Der 26-kernige Xeon Platinum 8270 hat 2,7 GHz bei 205 Watt und der 28-kernige Xeon Platinum 8276 hat 2,2 GHz bei 165 Watt. Ebenfalls neu ist der Xeon Gold 6269Y(öffnet im neuen Fenster) mit 22 Kernen bei auch 3,2 GHz sowie 240 Watt. Das Y-Suffix steht für die Speed-Select-Technik, damit können Kunden den Takt der Chips feiner auf spezielle Workloads hin anpassen.

Alle drei Xeon mit 240 Watt dürften eine vorgezogene Reaktion auf AMDs Epyc-CPUs mit Codenamen Rome sein, also Zen-2-basierte 7-nm-Prozessoren mit bis zu 64 Kernen und acht DDR4-Speicherkanälen. AMD wird diese Chips im August 2019 offiziell vorstellen – für weniger als 15.000 US-Dollar und dennoch mit 4-TByte-Unterstützung.


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