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Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren
Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren (Bild: Intel)

Xeon E5-2400 v3: 10-Kern-Haswell erscheint für drei Jahre alten Sockel

Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren
Ein Wafer mit 22-nm-Haswell-Prozessoren (Bild: Intel)

Eine aktuelle CPU-Architektur für eine Plattform von 2012, die noch DDR3-Arbeitsspeicher nutzt: Intels Xeon E5-2400 v3 alias Haswell-EN füllen die Lücke zwischen 4-Kern- und 72-Kern-Systemen.

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Intel hat ohne Ankündigung die ersten Server-Prozessoren vom Typ Haswell-EN vorgestellt. Die vier Modelle gehören zur Serie Xeon E5-2400 v3 und eignen sich für Zwei-Sockel-Systeme mit LGA 1356. Technisch ähneln die 22-nm-Prozessoren den Haswell-EP (Xeon E5-2600 v3 und Xeon E5-4600 v3), verfügen jedoch über einen anderen Speicher- und PCIe-Controller und Sockel-Support.

Die Haswell-EN teilen sich mit den Haswell-EP grundlegend die gleiche Architektur, bieten jedoch maximal 10 statt 18 Kerne und somit bis zu 25 statt 45 MByte L3-Cache. Erster offensichtlicher Unterschied: Ein Xeon E5-2400 v3 ist nur zum Sockel 1356 kompatibel, nicht aber zum neueren Sockel 2011-3.

Die Xeon E5-2600 v3 arbeiten aufgrund der integrierten Spannungsregler nur auf Boards mit Sockel 2011-3. Die Xeon E5-2400 v3 hingegen sind laut Intels Online-Dokumentation kompatibel zum ursprünglichen Sockel 1356 aus dem Jahr 2012, für den bisher Sandy Bridge-EN und Ivy Bridge-EN erschienen sind. Kunden müssten also keine neuen Platinen kaufen, was wir aber bezweifeln.

Da die LGA-1356-3-Plattform statt DDR4-Speicher mit vier Kanälen nur DDR3-RAM mit Triple-Channel unterstützt, hat Intel in Haswell-EN einen entsprechenden Controller integriert. Die Xeon E5-2400 v3 nutzen DDR3-1600 und adressieren bis zu 384 GByte Arbeitsspeicher pro Prozessor.

Ebenfalls reduziert sind die PCIe-3.0-Lanes, statt bis zu 40 bieten die Haswell-EN nur 24 Bahnen. Beim Funktionsumfang beschneidet Intel die Chips nicht, sie unterstützen übliche Techniken wie AVX2, VT-d, VT-x und AES.

Sehr viel schneller als ihre Vorgänger rechnen die Xeon E5-2400 v3 abseits spezieller Befehlssatzerweiterungen nicht: Sie verfügen weiterhin über 4 bis 10 Kerne und die identische Cache-Menge, auch die Taktraten sind ähnlich.

Zudem hat Intel nur Modelle mit einer TDP von bis zu 70 Watt, nicht aber neue 95-Watt-Prozessoren mit höheren Frequenzen vorgestellt.

Nachtrag vom 20. Januar 2015, 16:17 Uhr

Auf Nachfrage hat uns Intel bestätigt, dass die Xeon E5-2400 v3 wie erwartet den Sockel 1356-3 benötigen. Sie sind aufgrund der integrierten Spannungsregler inkompatibel zu bisherigen 1356-Platinen.


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xMarwyc 22. Jan 2015

Welche Marktlücke! :D

PSmith 20. Jan 2015

Für den Kunden ? Keine. Für Intel - ja denke schon, weil erstmal auf "alte" Technik...

ms (Golem.de) 20. Jan 2015

Danke!



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