Abo
  • Services:

Xeon D-2100: Intels kleine Performance-Monster

Die Xeon D-2100 sind Skylake-CPUs für Cloud-, Netzwerk- und Storage-Server. Sie vereinen per Mesh bis zu 18 Kerne mit Quadchannel-DDR4 und AVX-512 bei unter 100 Watt, was die Prozesoren sehr effizient und leistungsstark macht.

Artikel veröffentlicht am ,
Xeon D-2100
Xeon D-2100 (Bild: Intel)

Intel hat die Xeon D-2100 (Skylake-D) vorgestellt, die zweite Generation der einst für Mikroserver gedachten CPUs. Verglichen mit den älteren Xeon D-1500 (Broadwell-DE) steigt die Geschwindigkeit bei krypto- und speicherlastigen Anwendungen stark an, da Intel die von den Xeon Scalable Processors (Skylake-SP) bekannte Architektur verwendet. Die thermische Verlustleistung verdoppelt sich zwar bei den meisten Modellen, dennoch sind sie effizient.

  • Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Einsatzzwecke sind 5G-Infrastruktur ...
  • ... oder Cloud-Zentren. (Bild: Intel)
  • Überblick zu den Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • SKUs der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo mit AVX2 der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo mit AVX-512 der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Xeon D-2100 (Bild: Intel)
Xeon D-2100 (Bild: Intel)
Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Technisch sind die Skylake-D an die Skylake-SP angelehnt: Statt bis zu 28 Kerne gibt es 18 Kerne, anstelle eines sechskanaligen ein vierkanaliges Speicherinterface für 512 GByte RAM und zudem 32 statt 48 PCIe-Gen3-Lanes. Die Verbindung zwischen den einzelnen Funktionsblöcken bildet ein Mesh, denn Ringbusse skalieren laut Intel bei vielen Kernen schlechter bei Bandbreite und Latenz. Mit im Chip steckt die Quick Assist Technology für für Kompression und Kryptografie, was für das Netzwerksegment relevant ist. Da die Mikroarchitektur den Skylake-SP-Chips entspricht, haben die Xeon D-2100 je 1 MByte L2-Cache pro Kern und bis zu 24,75 MByte L3-Cache. Die Chips beherrschen AVX-512 für Media-Encoding im Storage-Bereich. Jeder Xeon D hat aber nur eine FMA-Pipe statt zwei und wie üblich sinkt der Takt bei Verwendung von AVX2- oder AVX-512- verglichen mit SSE-Code.

Ein Blick in das Blockdiagramm zeigt, dass Intel bei den Chips praktisch einen PCIe-Gen3-Root-Complex mit 16 Lanes und einen der drei DDR4-2667-Speichercontroller entfernt hat. Das Design von Skylake-D entspricht salopp gesprochen 2/3 von Skylake-SP. Hinzugekommen sind 14 Sata-6-GBit/s- und vier USB-3.0-Ports, da die Xeon D als Pseudo-SoCs entworfen wurden. Alle Anschlüsse und PCIe-Gen3-Lanes können aber nicht gleichzeitig aktiv sein, stattdessen müssen Hersteller die 20 HSIO-Lanes (High Speed Input Output) auf diese Ports aufteilen.

Die Prozessoren werden mit 14-nm-Technik gefertigt, vermutlich in 14++ oder 14+++. Zu Die-Size und Transistoranzahl äußerte sich Intel nicht, aber: Anhand der Daten war ein Multi-Chip-Module aus Skylake-SP in der HCC-Variante (18C) mit dem Lewisburg-Chipsatz (C620) anzunehmen, was uns mittlerweile bestätigt wurde. Auch die Broadwell-DE waren schon MCMs und keine SoC, obgleich Intel etwas anderes behauptet hatte.

  • Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Einsatzzwecke sind 5G-Infrastruktur ...
  • ... oder Cloud-Zentren. (Bild: Intel)
  • Überblick zu den Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • SKUs der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo mit AVX2 der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Turbo mit AVX-512 der Xeon D-2100 (Bild: Intel)
  • Xeon D-2100 (Bild: Intel)
SKUs der Xeon D-2100 (Bild: Intel)

Die Xeon D-2100 sind in drei Gruppen unterteilt: Die Modelle ohne und mit I-Suffix sieht Intel im Cloud-Segment, sie haben sie meisten CPU-Kerne. Die T- und IT-Varianten verortet der Hersteller dank vier 10-GBit/s-Ports im Netzwerk-Bereich. Hinzu kommen die NT-Ableger, da sie mit Quick Assist Technology für den Netzwerkeinsatz gedacht sind. Während die älteren Xeon D-1500 bis zu 65 Watt thermische Verlustleistung aufweisen, sind es bei den Xeon D-2100 bis zu 110 Watt. Die Preise sind teils doppelt so hoch, allerdings hat Intel mit den Skylake-SP ohnehin die Grenze nach oben hin geöffnet.

Intel arbeitet mit Partnern wie Asrock, Dell, Ericsson und Supermicro zusammen, um Systeme mit den neuen Xeon D zu bestücken. Die Chips können beispielsweise für 5G-Infrastruktur, für Warm Data in Cloud-Clustern oder zur Content-Auslieferung in Server-Farmen verwendet werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,95€
  2. 19,99€
  3. (-81%) 5,75€
  4. 19,95€

demon driver 08. Feb 2018

Ganz so einfach lässt sich der Kommentar sicher nicht abtun. Juristisch wird sich hier...

Trollversteher 08. Feb 2018

Xeons nicht, aber Threadripper. Der passende Gegenkandidat zum Xeon wäre wohl eher EPYC.

Sinnfrei 07. Feb 2018

... dann war's das mit der Performance. Und beim AVX512 würde ich das mit der...


Folgen Sie uns
       


Landwirtschafts-Simulator C64 - Fazit

Der Landwirtschaftssimulator kommt auf den C64: Giants Software legt der Collector's Edition des Landwirtschafts-Simulators 19 eine Version für den Heimcomputer von Commodore bei. Wir haben das gar nicht mal schlechte Spiel auf originaler Hardware gespielt.

Landwirtschafts-Simulator C64 - Fazit Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /